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14.11.2019

Wieder viele „Schockanrufe“ von Betrügern

SPD fordert mehr Aufklärungsarbeit

Das Polizeipräsidium Ulm verzeichnete am Mittwoch eine Vielzahl von sogenannten „Schockanrufen“. Betrüger geben sich am Telefon als Polizisten aus und behaupten, ein enges Familienmitglied des Opfers habe einen schweren Verkehrsunfall gehabt.

Da die Versicherung ungültig und hoher Schaden entstanden sei, müssten sie nun für ihren Angehörigen eine hohe Summe bezahlen. Neben Geld werde auch Schmuck und Gold angenommen. Zudem gaben sich in den Mittagsstunden am Mittwoch im Großraum Ulm und in Laupheim Anrufer als Polizeibeamte aus. Auch sie versuchten mit der Masche, die Angerufenen um ihr Erspartes zu bringen.

Seit Wochen und Monaten überziehen solche Anrufe die Region. Die Fraktion der SPD im Ulmer Gemeinderat spricht in einem Antrag an Ulms OB Gunter Czisch von bis zu 120 derartigen Betrugsversuchen täglich. Auch wenn die Kriminalpolizei sehr große Anstrengungen unternehme, die Bevölkerung vor falschen Polizeibeamten zu warnen, und die Aufklärung bereits sehr breit angelegt sei, fallen dennoch immer wieder insbesondere ältere Menschen den Betrügern zum Opfer. „Der finanzielle und seelische Schaden ist enorm und in manchen Fällen auch existenzbedrohend“, schreibt die SPD in dem Antrag.

Weiter heißt es: „Wir denken, dass die Stadt die Polizei hier noch mehr als bisher unterstützen muss.“ Die Flyer, Aufsteller und Plakate der Polizei müssten weiter verbreitet werden. Bei jedem persönlichen Kontakt in Einrichtungen der Stadt und der städtischen Tochtergesellschaften müsse der Flyer angeboten werden. Auch Einrichtungen wie der Generationentreff, Pflegedienste, Kirchengemeinden oder Wohlfahrtsverbände sollten verstärkt in die Aufklärung eingebunden werden. (az)

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