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Landesliga Württemberg

19.05.2019

Buch und Neu-Ulm können mit dem Ergebnis im Derby leben

Michael Kiecke vom TSV Buch (links) und sein Trainer Harry Haug können mit dem Unentschieden gegen den TSV Neu-Ulm gut leben. Beide Mannschaften brauchen noch Zähler im Kampf um den Landeslga-Klassenerhalt.
Bild: Margit Kühner

Sowohl Buch als auch Neu-Ulm brauchen noch Punkte für den Klassenerhalt. Mit der Ausbeute im Derby können beide leben. Am Ende wird es emotional.

Dass das Landesliga-Bezirksduell zwischen dem TSV Buch und dem TSV Neu-Ulm aus rein sportlich Sicht eher überschaubar war, war aufgrund der Tabellensituation erwartbar gewesen. Trotzdem sahen die 440 Zuschauer eine spannende Partie mit vereinzelten Nickligkeiten, sowie ein gerechtes 2:2-Unentschieden, das beiden Teams im Kampf um den Klassenerhalt weiterhilft. Kurz vor Spielende kochten sogar noch kurz aber heftig die Emotionen hoch.

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Die Hausherren setzten mit einem Schuss von Timo Leitner nach einer knappen Viertelstunde ein erstes Lebenszeichen. Im Gegenzug erbrachten die Neu-Ulmer ihrerseits nicht nur den Beweis ihrer Anwesenheit, sie schafften gleich die Führung. Alexandro Casullo, er gab der Bucher Hintermannschaft in Halbzeit eins einige Rätsel auf, hatte Burak Tastan hervorragend bedient und Tastan vollendete aus kurzer Entfernung zum 1:0 (15.). Danach hatten die Gäste aus der Kreisstadt mehr Spielanteile, ohne jedoch zu weiteren zwingenden Aktionen zu kommen. Mitte der ersten Spielhälfte folgten zwei Aktionen, die Neu-Ulms Trainer Ünal Demirkiran auch nach der Partie noch auf die Palme brachten. „Wir hatten das extra am Donnerstag noch trainiert“, echauffierte er sich. Er hatte schon im Vorfeld vor den Einwürfen der Hausherren gewarnt.

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Zwei von diesen reichten den Buchern, um dem Geschehen die Wende zu geben. Zunächst bugsierte Manuel Schrapp Einwurf Nummer eins mit dem Kopf zum Ausgleich ins Tor (25.). Zwei Minuten später war Michael Kiecke ebenfalls nach einem Einwurf am hinteren Pfosten völlig frei und drückte den Ball ohne Mühe zum 2:1 über die Linie. Nun war Neu-Ulm wieder an der Reihe: erst musste Patrick Sailer nach einem Eckball in höchster Not klären (33.) und dann verweigerte Schiedsrichter Tobias Huthmacher nach einer weiteren Ecke einem Tor des TSV Neu-Ulm die Anerkennung. Der nicht immer souveräne Unparteiische lag zumindest bei dieser Entscheidung richtig. Schrapp (40.) sowie Sailer (42.) hatten noch gute Möglichkeiten für Buch. Dazwischen fehlten bei einem Schuss von Awet Kidane auf der anderen Seite nur wenige Zentimeter.

Landesliga Württemberg: Buch und Neu-Ulm trennen sich 2:2-Unentschieden

Nach dem Seitenwechsel hatte der TSV Neu-Ulm zunächst Glück, dass Huthmacher nach einem Schuss von Andreas Salger nicht auf Strafstoß wegen Handspiels entschied. Mit zunehmender Spieldauer kamen die Gastgeber jedoch immer mehr unter Druck. Erst Kögel (53.), dann Mehmet Ali Fidan und Awet Kidane mit einer Doppelaktion (58.) ließen ihre Chancen ungenutzt. Obendrein hatte Neu-Ulm noch Pech, als ein Schuss von Burak Tastan nur an den Pfosten klatschte (68.). In der Schlussphase kam es zu einer tumultartigen Szene. Johannes Paul hatte sich in Torhütermanier in einen Neu-Ulmer Schuss geworfen und den Ball an die Schulter bekommen (70.). Spieler und Verantwortliche der Gäste wollten hier ein klares Handspiel gesehen haben und forderten mit Vehemenz einen Strafstoß. Schiedsrichter Huthmacher hatte alle Hände voll zu tun, um die Gemüter zu beruhigen und der Lage wieder Herr zu werden. In der Nachspielzeit schafften die Neu-Ulmer dann doch noch den verdienten Ausgleich. Der eingewechselte Christian Bohnacker verwandelte eine Flanke per Kopf zum 2:2 Endstand (90.+2). Buchs Trainer Harry Haug war mit dem Ergebnis gegen den TSV Neu-Ulm einverstanden: „Neu-Ulm war ein starker Gegner, das ist keine Wursttruppe. Der Punkt ist verdient, wir können heute zufrieden sein.“

TSV Buch: Maier – Negele, Kurz, Paul (72. Hampel), Zott – Salger, Kiecke, Merkel (75. Zeh), Sailer (90.+3 Schmid) – Leitner, M. Schrapp.

TSV Neu-Ulm: Maaden – Merk, Uhl (80. Eraslan), Schuhmacher, Kurz – Casullo (68. Beer), Rupp, Kögel, Kidane (80. Bohnacker) – Tastan, Fidan (83. Hartmann).

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