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Basketball-Bundesliga

07.04.2021

Der Ulmer Gegner wehrt sich kaum

In der Abwehr ist Gavin Schilling (links gegen Andreas Obst) nach wie vor eine Kante. Vorne ging er gegen seinen früheren Verein Ulm eher unbeholfen zu Werke.
Foto: Horst Hörger

Kantersieg gegen Braunschweiger Löwen. Für einen Mann gibt es offensichtlich kaum noch eine Verwendung

Wer das Spiel der Basketball-Bundesliga zwischen Ratiopharm Ulm und den Braunschweiger Löwen gesehen hat, der wird es nie verstehen, wie die Ulmer gegen diesen Gegner nur zwei Monate vorher verlieren konnten. Im Rückspiel fertigten sie die Mannschaft ihres früheren Assistenztrainers Pete Strobl mit 91:57 ab und dazu mussten sie noch nicht einmal eine überragende Leistung abrufen.

Natürlich waren die Ulmer in der Defensive richtig gut. Keine andere Mannschaft hat bisher in dieser Saison weniger Punkte gegen sie erzielt. Zudem trafen sie 15 ihrer 26 Dreier und damit starke 58 Prozent, alleine Andreas Obst war mit vier seiner sechs Versuche von draußen erfolgreich. Letztlich war aber Braunschweiger Schwäche mindestens ebenso ursächlich für dieses Ergebnis wie Ulmer Stärke. Bei den Löwen lieferte Karim Jallow eine Einmann-Show ab, ansonsten wirkten sie hilflos.

Festmachen lässt sich das an Gavin Schilling. Der 2,06-Meter-Mann war im vergangenen Sommer von Ulm nach Braunschweig gewechselt und er schien sich dort durchaus weiterentwickelt zu haben. Am Montagabend war er wieder der Schilling, den man kennt: unbeholfen, ein wenig tollpatschig und unfähig, die einfachsten Korb-leger abzuschließen. Zwei Treffer bei elf Versuchen aus der Nahdistanz brachte er zustande. Wobei sein Ulmer Centerkollege Dylan Osetkowski nicht so viel besser war. Zwei Dreier gingen immerhin auf sein Konto, aber auch nur ein erfolgreicher Zweipunktwurf. Weil sich die Braunschweiger zudem frühzeitig mit ihrem Schicksal abfanden und kaum Gegenwehr leisteten, kam es zu diesem mehr als deutlichen Ergebnis.

Interessant ist auf Ulmer Seite die Personalie Aric Holman. Am Donnerstag gegen Würzburg wurde er gar nicht eingesetzt, gegen Braunschweig kam er drei Minuten vor Schluss und damit später als der Drittligaspieler Marius Stoll. Eine wirkliche Verwendung scheint Trainer Jaka Lakovic nicht mehr zu haben für den Mann, der so gerne von draußen wirft, obwohl er mit einer Größe von 2,08 Metern den Körper eines Rebounders hat. Dreierwerfer gibt es genug in der Ulmer Mannschaft, Rebounder nicht. Gegen Braunschweig allerdings waren sie ausnahmsweise sogar in dieser Statistik besser.

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