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Amateurfußball

13.05.2020

Freude fällt bei den Aufsteigern im Fußball-Bezirk Donau/Iller verhalten aus

Der Aufstieg in die Landesliga wurde bei Türkspor Neu-Ulm vor einem Jahr groß gefeiert. Die Freude über den erneuten Aufstieg in die Verbandsliga wird zwangsläufig viel verhaltener ausfallen.
Bild: Horst Hörger

Plus Die Aufsteiger im Fußball-Bezirk Donau/Iller stehen im Prinzip fest. Es gibt nur einen Härtefall – aber die Organisation der nächsten Saison wird schwierig

Kabinenfeste? Fallen aus. Partys mit den Fans? In Corona-Zeiten auch nicht vorstellbar. Werden im Fußball-Bezirk Donau/Iller überhaupt Meister gekürt und ausgezeichnet? Auch das ist fraglich, obwohl die Wimpel schon seit mehreren Wochen bei den Staffelleitern liegen. Die Aufsteiger immerhin stehen nach einem Beschluss des württembergischen Verbands (WFV) mit hoher Wahrscheinlichkeit fest. „Das dürfte mehrheitsfähig sein“, sagt der Bezirksvorsitzende Manfred Merkle zu den Plänen, wonach die Saison beendet wird. Absteiger gibt es demnach nicht, über den Aufstieg entscheidet eine Quotientenregelung – also die Anzahl der Punkte pro absolviertem Spiel. Merkles Einschätzung: „Wer aufsteigt, der wird damit einverstanden sein und wer normalerweise absteigen würde, der auch. Vielen anderen dürfte es egal sein. Ärgern wird man sich höchstens bei Vereinen, die im restlichen Saisonverlauf noch angreifen wollten.“ Merkle und 15 weitere Delegierte aus dem Bezirk werden auf einem außerordentlichen Verbandstag Ende Juni mit abstimmen über die Pläne des Bezirks, bis zum kommenden Dienstag haben Vereine die Möglichkeit zu einer Stellungnahme.

Es gibt nur einen Härtefall im Fußball-Bezirk Donau/Iller

Proteste an Donau, Iller und auf der Alb sind auch deswegen kaum zu erwarten, weil die Quotientenregel fast ausschließlich den aktuellen Tabellenstand abbildet. Es gibt nur einen einzigen Härtefall und zwar in der Kreisliga B4: Dort liegen die SGM Aufheim/Holzschwang II und der SV Jungingen II mit jeweils 26 Punkten vorn. Aufsteigen wird aber der FC Blaubeuren II mit einem Spiel und einem Punkt weniger. Aber die B4 ist jetzt nicht unbedingt die Liga, auf die sich der ganze Ehrgeiz der Vereine konzentriert.

Dafür ist – sollten die Planungen beim außerordentlichen Verbandstag erwartungsgemäß eine Mehrheit finden – der Durchmarsch von Türkspor Neu-Ulm durch die Landesliga perfekt. Nach gefühlten Ewigkeiten hat der Bezirk Donau/Iller damit mal wieder eine Mannschaft in der Verbandsliga. Die Roggenburger Spielgemeinschaft SGM Ingstetten/Schießen steigt in die Bezirksliga auf und der FV Weißenhorn kehrt nach zwei Jahren in die Kreisliga A Iller zurück. Wer bisher noch keines der Derbys mit dem SV Grafertshofen gesehen hat, der wird also vorläufig auch keines sehen.

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Künftig spielen 18 Mannschaften in der Fußball-Bezirksliga

Die Organisation der kommenden Saison wird allerdings zu einer echten Herausforderung. Beispiel Bezirksliga: Mit der SSG Ulm verabschiedet sich nur eine Mannschaft nach oben. Von unten kommen mit dem TSV Blaubeuren, dem FC Hüttisheim und der SGM Ingstetten/Schießen drei, Absteiger gibt es nicht. Das ergibt eine Liga mit 18 statt wie bisher mit 16 Mannschaften. „Dann sollten wir im September anfangen können, ansonsten kriegen wir Schwierigkeiten“, befürchtet der Bezirkschef.

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Probleme gegensätzlicher Art gibt es in den Kreisligen B. Die stellen jeweils einen Aufsteiger, sie kriegen aber keinen Zuwachs von oben und drohen somit auszubluten. In der Donau- und in der Illerstaffel sind es schon jetzt nur jeweils 13 Mannschaften. Der Bezirksvorstand wird darüber am kommenden Montag beraten und auch eine schon in der Vergangenheit immer wieder angedachte Lösung erneut ins Auge fassen: Auflösung dieses B4-Konstrukts und Verteilung der Mannschaften auf die anderen Staffeln. Ganz ohne Widerstand wird das nach Merkles Befürchtung nicht funktionieren: „Da gibt es schon Mannschaften, die würden gerne unter sich bleiben.“

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