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Handball

25.01.2020

Gefürchtete Heber - Kevin Jähn vom SC Vöhringen im Porträt

Seit dieser Woche ist Kevin Jähn vom SC Vöhringen 30 Jahre alt. Nicht nur deshalb zählt er zu den Routiniers im Team. Durch seine Erfahrung bei anderen Teams ist er eine wichtige Stütze der Illertaler.
Foto: Roland Furthmair

Mit seinen 30 Jahren ist Kevin Jähn einer der erfahrensten Vöhringer. Er spielte auch schon für höherklassige Teams. Am Wochenende heißt der Gegner Bad Saulgau.

Schon wieder: „Vier-Punkte-Spiel“ im Vöhringer Sportpark. Den derzeit hartnäckigsten Konkurrenten um den anvisierten vierten Tabellenplatz (berechtigt in der kommenden Saison in der Verbandsliga zu starten) erwarten die Vöhringer Landesliga-Handballer am Samstag (19.30 Uhr) mit dem TSV Bad Saulgau im heimischen Sportpark. Die Gäste lauern mit drei Zählern Rückstand (18:12 Punkte) auf den SCV (21:9) darauf, den Abstand zu verringern um in den noch ausstehenden elf Pflichtspielen noch vorbeizuziehen. Spannung ist also erneut geboten in der erwartungsgemäß wieder vollbesetzten Halle – auch wenn die Illertaler das Hinspiel in Saulgau relativ deutlich mit 30:25 gewonnen haben.

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Der seit dieser Woche 30 Jahre alte Rechtsaußen Kevin Jähn zählt seit Jahren zur Stammformation bei den Vöhringer Handballern und hat auch zwischendurch mal Erfahrung durch ausbildungsbedingte Wohnortwechsel bei höherklassigen Vereinen gesammelt. „Aber unsere emotionalen Derbys wie beispielsweise gegen den TSV Blaustein sind als unvergleichlich in Erinnerung geblieben. Das war immer Kampf pur vor Rekordkulisse, dagegen kamen auch die traditionellen Derbys gegen Laupheim nicht heran.“ Besonders erwähnt Jähn auch die Zeit beim ehemaligen Drittligisten TSV Friedberg, wo er erneut mit Manuel Scholz bei den Augsburger Vorstädtern zusammenspielte (der Niederraunauer Torjäger wechselte zuletzt zum VfL Günzburg). Unter dem damaligen Erfolgstrainer Stephan Hofmeister kehrte Jähn wieder zum SC Vöhringen zurück, damals war der Verein noch höherklassig in der Baden-Württemberg-Oberliga beheimatet.

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„Unserem aktuellen Team ist einiges zuzutrauen. Die jungen und unerfahrenen Spieler profitieren von den Etablierten, Valentin Istoc und ich zählen ja schon zu den Älteren, in der Rückrunde wollen wir mit einer schlagkräftige Mannschaft weiterhin begeisternde Heimspiele zeigen.“ Dass das aktuelle Trainerteam Johannes Stegmann und André Möller immer „Vollgas“ verlangt, werde von den Mitspielern akzeptiert und versucht umzusetzen: „Die Trainer investieren enorm viel Zeit in die Vorbereitung. So viele Videos der anstehenden Gegner hat bestimmt schon lange kein Trainer vor ihnen studiert, um uns entsprechend einstellen zu können.“

Zwar bleibt dem beruflich engagierten Projektleiter im Qualitätsmanagement neben dem Handball kaum mehr Zeit für weitere Hobbys, doch missen möchte der Vöhringer Linkshänder die Stimmung von den Rängen und das damit verbundene Adrenalin halt auch nicht. „Aber die letzten Jahre zeigen auch Wirkung, wenn man stets am Limit gespielt hat. Da wird es auch an der Zeit, dass die jungen Spieler Verantwortung übernehmen, um die entstehenden Lücken füllen können“. Gelegentliche „Zwei-Minuten-Verschnaufpausen“ gönnen mittlerweile auch die Unparteiischen dem diskussionsbereiten Außenspieler, der sich nicht nur als sicherer Siebenmeterschütze, sondern mit seinen charakteristischen Hebern bei den gegnerischen Torhütern Respekt verschafft hat.

Trainer Johannes Stegmann sieht in Jähn eine sehr wichtige Konstante in der Mannschaft als Spieler und auch als Wortführer. „Ein Rechtsaußen mit Gardemaß, keineswegs nur auf den Angriff beschränkt, sondern steht vor allem auch in der Deckung immer wieder mit vollem Engagement seinen Mann“, sagt er. „Durch seine Vielseitigkeit und Erfahrung hatte Kevin für uns bereits früh in den Planungen für die laufende Saison eine zentrale Rolle inne. In den kommenden entscheidenden Spielen wird er eine wichtige Stütze für unsere Mannschaft sein.“

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