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01.07.2017

Spatzen stehen zum Deal mit den Chinesen

Gleichzeitig Kritik am Regionalliga-Modus

Der Vorstand des SSV Ulm 1846 Fußball steht zum China-Deal des Deutschen Fußball-Bunds (DFB). Wie berichtet soll künftig die chinesische U20-Nationalmannschaft außer Konkurrenz in der Staffel Südwest mitspielen. In einer schriftlichen Stellungnahme kritisiert die Chefetage der Spatzen gleichzeitig die Modalitäten in der Regionalliga – die beiden Themen müssten aber strikt voneinander getrennt werden.

Die Meister der fünf Staffeln der vierthöchsten deutschen Liga steigen bekanntlich nicht automatisch auf. Die Ulmer finden das „unsäglich“ und „fragwürdig“ ist ihrer Einschätzung nach die Regelung mit bis zu sechs Absteigern. Die Anregung der Spatzen: Nur vier Staffeln und dafür Direktaufstieg der jeweiligen Meister.

Mit dem China-Deal hat all das nach Ulmer Überzeugung aber gar nichts zu tun. Über die Idee des DFB hatten sich unter anderem Vertreter des Vereins FK Pirmasens beschwert, der als Sechstletzter der Staffel Südwest absteigt. Pirmasens hatte zunächst eine Aufstockung auf 20 Mannschaften beantragt. Daraus wird wohl nichts, dafür dürfen die Chinesen außer Konkurrenz mitspielen. Ätzende Kritik daran war auch von den nordrhein-westfälischen Traditionsvereinen Rot-Weiß Essen und Rot-Weiß Oberhausen gekommen. Nicht nur dort wird eine weitere Kommerzialisierung des Fußballs befürchtet.

Bei den Spatzen sieht man das ganz anders. In der schriftlichen Stellungnahme heißt es: „Wir versprechen uns nicht nur zwei interessante Vergleiche mit jungen, talentierten Nachwuchsspielern aus Fernost. Außerdem bleiben unsere Spieler an den eigentlich freien Spieltagen im Rhythmus, jüngere oder zuvor verletzte Akteure haben die Gelegenheit auf Einsätze unter Echtbedingungen.“ Erwähnt wird zudem das völkerverbindende Element, die Ulmer betonen: „Die chinesische U20 ist im Donaustadion herzlich willkommen.“ (pim)

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