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Tischtennis

13.12.2020

TTC Neu-Ulm feiert einen Sieg mit besonderem Kniff

Überzeugten im Doppel: Neu-Ulms Lebesson (links) und Apolonia.
Bild: W. Baur

Plus TTC Neu-Ulms Nachwuchstalent Vladimir Sidorenko spielt das Eröffnungseinzel gegen Grünwettersbach - und ebnet damit den Weg in Richtung Sieg.

Mit einem hart erkämpften 3:2-Sieg über den ASV Grünwettersbach hat der TTC Neu-Ulm am Samstag seine Niederlagenserie gestoppt und sich auf den Play-off-Plätzen der Tischtennis-Bundesliga zurückgemeldet. Für die Stimmung vor dem Derby gegen Ochsenhausen am Freitag fast ebenso wichtig: Am sechsten Saisonerfolg waren alle drei eingesetzten Akteure beteiligt.

Von einem „Sieg nach Drehbuch“ sprach anschließend TTC-Präsident Florian Ebner und bezog sich damit auf Dimitrij Mazunovs Überraschungscoup bei der Aufstellung. Der hatte nämlich mit der eher unerwarteten Nominierung von Vladimir Sidorenko als Spitzenmann dem 18-jährigen Nachwuchstalent nicht nur zwei Einzel, sondern seinen Routiniers Emmanuel Lebesson und Tiago Apolonia auch deren Premiere im Doppel ermöglicht.„Für einen 18-Jährigen ist Position eins sicher nicht selbstverständlich, aber er hat sich das mit seinen jüngsten Leistungen verdient“, sagte der TTC-Coach. Sidorenko zahlte das Vertrauen mit einem glatten Dreisatz-Sieg im Eröffnungseinzel gegen den Dänen Tobias Rasmussen zurück.

„Das war sicher wichtig für den weiteren Spielverlauf“, freute sich der junge Russe nach seinem Auftritt. Dass er sich später in seinem zweiten Einzel dem sechs Jahre älteren deutschen Nationalspieler Dang Qiu beugen musste, lag Mazunovs Analyse zufolge nur an „einem Tick fehlender Cleverness“. So blieb es spannend, obwohl kein Match über die Maximaldistanz ging. Für eine Reihe spannungsgeladener Phasen sorgten vielmehr zumindest in drei der fünf Partien einige geglückte oder verhinderte Wendungen, in beide Richtungen übrigens. Tiago Apolonia etwa führte gegen Dang Qiu 1:0 und 7:5 im zweiten Satz. Dann wirkte der einzige Penholder-Spieler der Liga immer dominanter. Folge: Zwei denkbar knapp gewonnene Sätze.

Tischtennis-Bundesliga: TTC Neu-Ulm besiegt ASV Grünwettersbach

„Eigentlich habe ich heute gut gespielt, jedenfalls besser als in den letzten Spielen“, meinte Apolonia. Aber auch sein Grünwettersbacher Kontrahent konnte seine beiden Einzelsiege nur bedingt genießen: „Klar freue ich mich darüber, aber es bringt nicht viel, wenn wir als Mannschaft verlieren.“ Dafür sorgte letztlich als Mann des Abends der Franzose Lebesson. „Ich bin sehr froh darüber, dass wir unsere schlechte Serie beenden konnten“, freute sich der frühere Europameister nach zwei bärenstarken Vorstellungen. Zunächst im Einzel gegen den mit einer eindrucksvollen 10:4 Bilanz angereisten Defensivkünstler Wang Xi. Nicht ohne kritische Momente. Im zweiten Satz insbesondere, als der 36-jährige Deutsch-Chinese zunehmend erfolgreich stören konnte.

Ebenso konzentriert und nervenstark präsentierte sich Lebesson bei seiner Doppelpremiere mit Tiago Apolonia. „Als bekannt guter Doppelmann war er für mich ein prima Führungsspieler“, lobte Lebesson. „Ich konnte gut vorbereiten, Emmanuel hat aggressiv und stark gespielt, das hat gut gepasst“, freute sich Apolonia. „Bei uns war heute eine Steigerung erkennbar“, sagte TTC-Coach Mazunov, „mit der Einstellung und der Leistung bin ich sehr zufrieden“.

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