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Tischtennis-Pokal

04.01.2019

Tischtennis-Pokalfinale in Neu-Ulm: So offen wie lange nicht mehr

Der amtierende Pokalsieger Düsseldorf wird beim Final Four 2019 nicht mit dabei sein.
Bild: Horst Hörger

Am Wochenende steigt das Final Four in der Ratiopharm-Arena. Weil der amtierende Titelträger Düsseldorf nicht dabei ist, winkt ein spannender Wettkampf.

Nur noch einige Restkarten gibt es dem Vernehmen nach für die Endrunde um den deutschen Tischtennis-Pokal am Samstag (ab 11 Uhr) in der Ratiopharm-Arena. So viel ist jedenfalls sicher: Nach dem vorzeitigen Pokal-Aus von Seriensieger Borussia Düsseldorf ist der Ausgang des Final Four so offen wie schon lange nicht mehr.

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Hat also die Spannung die Nachfrage nach den knapp 4000 Karten angeheizt? Oder hat die unstrittige Favoritenrolle der Tischtennisfreunde Ochsenhausen den Ticket-Absatz beflügelt, auch wenn die Oberschwaben ihre Erwartungen deutlich vorsichtiger formulieren? Ihr Spitzenmann Hugo Calderano, derzeit Sechster der Weltrangliste, gibt sich noch zurückhaltend: „Unser größter Vorteil ist unser gutes Grundlevel“, meint der Brasilianer, aber letztlich werde wohl die Tagesform entscheiden. Cheftrainer Dimitrij Mazunov sieht das ebenso und will den aktuellen Ranglistenplätzen der Akteure nicht zu viel Bedeutung beimessen: „Die zählen bei einem Turnier wie diesem nicht mehr.“

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Offenhausen gilt als Favorit beim Top Four

Er muss es wissen: Mazunov, inzwischen 47, war bei den drei Pokalsiegen der Ochsenhausener zwischen 2002 und 2004 zwei Mal als Spieler dabei. Jetzt will er seinen ersten großen Erfolg als Cheftrainer. Aber auch Halbfinalgegner TTC Zugbrücke Grenzau hat Ambitionen: „Mit Favorit Ochsenhausen samt dessen Heimvorteil haben wir zwar den schwersten Gegner, aber auch wir wollen ins Endspiel“, sagt Präsident Frank Knopf. Allerdings sei die Vorbereitung nicht ganz planmäßig verlaufen. Spitzenspieler Kirill Gerassimenko, wie Calderano 22 Jahre jung, reiste für ein paar Tage zur Beisetzung seines Großvaters in die Heimat. Im zweiten Halbfinale spielt Werder Bremen gegen den ASV Grünwettersbach. Sportlich liegt die Chancenverteilung laut Bremens Cheftrainer Christian Tamas und ASV-Manager Martin Werner bei 50:50. Auf den Rängen erwarten die Badener Vorteile. „Mehr als 110 Fans kommen mit zwei Bussen, weitere zudem auf eigene Faust“, sagt Werner. Ähnliches erwartet Manuel Pfender von der TTF-Geschäftsstelle für die Ochsenhausener.

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Die Bremer können davon nur träumen. „69 Euro inklusive Ticket und Werder-T-Shirt für die ,grüne Wand’ in der Arena“, hatten sie für eine Bus-Reise nach Neu-Ulm geworben. Vergeblich. „Das Interesse war zu gering“, bedauert Cheftrainer Christian Tamas, deshalb habe man das Unterfangen abgesagt. Für die Entscheidung der Anhänger hat er aufgrund der weiten Anreise aber Verständnis: „Das haben sich wohl viele nicht antun wollen“. Und dies womöglich für nur ein Spiel ihres Teams, das zudem kurz vor Weihnachten in der Liga die Generalprobe kräftig versemmelt hat: 0:3 gegen eben jenen ASV Grünwettersbach, der ihnen am Samstag den Finaleinzug verwehren will.

Tischtennis-Pokalfinale 2019 in der Neu-Ulmer Ratiopharm-Arena

Doch auch der kommt freilich mit einem Handicap: Der Inder Sathiyan Gnanasakaran, als 31. der Weltrangliste nomineller Spitzenspieler des ASV, muss dieser Tage in der Heimat bei den Landesmeisterschaften antreten und erhielt deswegen von seinem Verband keine Freigabe. „Für uns ist das schon eine große Schwächung“, urteilt Manager Werner, zumal der Inder ein hervorragender Doppelspieler sei. „Wir sind so bei der Aufstellung leichter auszurechnen.“ Aber: „Er hat ja schon bei unserem Sieg in Bremen gefehlt.“ Mit dabei sind der slowenische Routinier Bojan Tokic und die beiden deutschen Nationalspieler Ricardo Walther und Dang Qiu. Walther, 27, gibt sich jedenfalls selbstbewusst: „Wir wissen, dass wir an einem guten Tag jeden schlagen können.“

Zeitplan: Das Final Four beginnt um 11 Uhr mit dem ersten Halbfinale. Das Endspiel startet gegen 14 Uhr.

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Tischtennis Pokalfinale in Neu-Ulm
Bild: Horst Hörger
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