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Fußball-Bezirksliga

11.06.2013

Ulmer Randale beim Rivalen

In der Vergangenheit hat es auch im Donaustadion immer wieder Ärger gegeben, am Samstag machten Ulmer Radaubrüder Randale in Grimmelfingen.
Bild: Alexander Kaya

Die Spieler reisten mit den Radaubrüdern im Bus nach Grimmelfingen

In der Regionalliga ist es in dieser Saison einigermaßen ruhig geblieben, aber nun haben einige Radaubrüder aus der Anhängerschaft des SSV Ulm 1846 den letzten Bezirksliga-Spieltag genutzt, um zunächst in Neenstetten und dann in Grimmelfingen Randale zu machen. Die Reaktionen im Fußballbezirk reichen von Unverständnis bis Empörung.

Der Ärger begann am Samstag schon in Neenstetten, wo die zweite Garnitur der Spatzen mit einem 3:1-Sieg die Meisterschaft und den Aufstieg perfekt machte. Schiedsrichter Peter Strobel wurde von Störenfrieden aus den Reihen der Ulmer Fans verbal massiv attackiert und unterbrach zwischenzeitlich sogar die Partie. Nach dem Schlusspfiff entstand dann die verhängnisvolle Idee einer gemeinsamen Fahrt von Ulmer Spielern und Fans nach Grimmelfingen, wo der Tross des unterlegenen Rivalen im Titelkampf nach der Rückreise aus Silheim im Vereinsheim feiern wollte. Während der Ulmer Trainer Martin Blankenhorn alleine in einem Biergarten in der Friedrichsau auf seine Kicker wartete, saßen die zusammen mit den Radaubrüdern im Fanbus ins Donautal.

Der Ulmer Bus aus Neenstetten und der Grimmelfinger Bus aus Silheim kamen etwa zeitgleich vor dem Vereinsheim an und sofort gab es den absehbaren und von Ulmer Seite wohl auch beabsichtigten Zoff. Es wurde ein Bengalo gezündet und gepöbelt, ein paar Grimmelfinger Fans ließen sich wohl auch provozieren und es kam zu Handgreiflichkeiten, an denen allerdings keine Spieler beider Seiten beteiligt gewesen sein sollen. „Ich frage mich, was die Ulmer überhaupt bei uns zu suchen haben“, empörte sich der Grimmelfinger Vereinschef Michael Göttler.

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Das fragt sich auch der Bezirksvorsitzende Manfred Merkle, der von einer saftigen Geldstrafe für den Ulmer Großverein wegen der Störungen in Neenstetten ausgeht. Die Randale im Donautal dagegen bleibt voraussichtlich ungeahndet, weil die Grimmelfinger wohl auf eine Anzeige verzichten werden.

Der Imageverlust für die nach zwei Insolvenzen, der Verwicklung in den Wettskandal und diversen Zuschauerkrawallen in der Vergangenheit ohnehin mit einem zweifelhaften Ruf behafteten Ulmer ist aber in jedem Fall immens. „Jetzt fühlen sich natürlich alle Leute bestätigt, die sowieso Vorbehalte gegen diesen Verein haben“, vermutet Merkle.

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