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26.02.2015

18-Jähriger kriegt die Kurve nicht

Beschuldigter legt Widerspruch gegen Strafbefehl ein

Am Dienstag musste sich ein 18-Jähriger wegen fahrlässiger Körperverletzung und Gefährdung des Straßenverkehrs vor dem Neuburger Amtsgericht verantworten. Er war bereits zu 40 Tagessätzen zu je 20 Euro verurteilt worden. Die Staatsanwaltschaft verhängte zudem eine achtmonatige Sperre der Fahrerlaubnis. Gegen diesen Strafbefehl legte der Angeklagte Widerspruch ein.

Mit seiner Freundin auf dem Beifahrersitz und im Auto seiner Mutter war der Fahranfänger im August zwischen Karlshuld und Weichering unterwegs gewesen. Auf einer Geraden wollte er ein langsameres Fahrzeug überholen. Da kein Gegenverkehr zu sehen war, scherte er aus und beschleunigte. Während der junge Mann noch mit dem Schulterblick beschäftigt war, fuhr er viel zu schnell in eine Kurve und verlor die Kontrolle. Das Auto stellte sich auf und prallte gegen eine Gartenmauer. An Auto und Mauer entstand ein Schaden von etwa 23000 Euro.

Entgegenkommen der Anklage genügt Verteidigerin nicht

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Doch damit nicht genug: Weil die Freundin des Angeklagten dabei Prellungen erlitt, erging auch noch Strafbefehl wegen fahrlässiger Körperverletzung.

Vor Gericht zeigte er sich reuig: „Ich habe einen Fehler gemacht und das sehe ich ein.“ Er sei aber kein verantwortungsloses Monster. Seine Rechtsanwältin Petra Kerschner forderte eine Abmilderung der Strafe. Das Angebot der Staatsanwältin, die Sperrfrist auf sechs Monate zu verkürzen, ging ihr nicht weit genug.

Schließlich tauche der Angeklagte nicht im Verkehrszentralregister auf und sei vorher mit Moped und anderen Autos unfallfrei geblieben. Seine Freundin hätte ihn als besonnenen Fahrer beschrieben. Die Geldstrafe sei der finanziellen Situation des 18-Jährigen, der im dritten Ausbildungsjahr in einem Kfz-Betrieb arbeitet, angemessen.

Richter Gerhard Ebner gab der Verteidigerin recht und entschied, die Sperrfrist auf drei Monate zu verkürzen. Mit diesem Urteil waren alle Seiten zufrieden.

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