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Neuburg-Schrobenhausen

09.05.2020

Das sind die neuen Besuchsregeln an den Kliniken der Region

Lockerungen des Besuchsverbots in Kliniken: Der Mundschutz aber bleibt Pflicht.
Bild: Frank Molter, dpa (Symbolbild)

Weil die Infektionszahlen sinken, werden die Corona-Maßnahmen auch in den Krankenhäusern in Neuburg, Schrobenhausen und Ingolstadt gelockert. Unter welchen Voraussetzungen können Patienten Besuch bekommen?

Nach wochenlangem Verbot öffnen am Samstag, 9. Mai, kurz vor Muttertag die Krankenhäuser in der Region wieder für Besucher. Damit sollen einerseits Krankenbesuche ermöglicht, anderseits aber eine Ansteckung von Patienten und Krankenhaus-Mitarbeitern mit dem Coronavirus verhindert werden. Was aber bedeutet die Lockerung in den einzelnen Einrichtungen konkret?

KJF Klinik Sankt Elisabeth: Besuche von 15 bis 19 Uhr möglich

Wie die meisten Krankenhäuser im Freistaat hat sich auch die KJF Klinik Sankt Elisabeth in Neuburg auf viele Besucher eingestellt. Besuche werden laut einer aktuellen Pressemitteilung zwischen 15 und 19 Uhr möglich sein. Für jeden Patienten sei allerdings zunächst nur ein Besucher pro Tag vorgesehen.

Besucher werden außerdem gebeten, den Haupteingang zu nutzen und einen eigenen Mund-Nasen-Schutz mitzubringen. Dieser Schutz, heißt es weiter, müsse während des gesamten Aufenthaltes in der Klinik getragen werden. Um im Infektionsfall eine spätere Nachverfolgung möglich zu machen, werden beim Betreten des Krankenhauses Personalien registriert. Nach der Händedesinfektion stehe dem Besuch dann nichts mehr im Wege.

Die Pressestelle der KJF Klinik Sankt Elisabeth weist darauf hin, dass Patienten der Erwachsenenintensivstation und des Infektionsbereichs nach wie vor keinen Besuch empfangen können. Für alle anderen Bereiche gelte weiterhin: „Halten Sie genügend Abstand zu Ihren Angehörigen und unseren Mitarbeitern und nehmen Sie Rücksicht auf Mitpatienten.“

Neue Besuchsregeln auch für das Kreiskrankenhaus in Schrobenhausen

Um eine potenzielle Wartezeit an der Einlasskontrolle zu verkürzen, wurde von den Verantwortlichen ein Erfassungsbogen für die Einlasskontrolle auf der Website www.sankt-elisabeth-klinik.de zum Download eingestellt.

Ab Samstag, 9. Mai, gelten auch für das Kreiskrankenhaus in Schrobenhausen neue Besuchsregeln. Wie das Landratsamt mitteilt, dürfen nun Patienten, die keinem besonderen Risiko unterliegen, täglich in der Zeit von 10 bis 17 Uhr für jeweils 20 Minuten besucht werden. „Ausgenommen sind natürlich Patienten, die isoliert sind.“


Besucher sollten sich vorab telefonisch anmelden. Am Haupteingang werden sie registriert, zudem dürfen sie nur einzeln und unter Einhaltung der Hygienemaßnahmen – das betrifft nach Angaben des Landratsamts unter anderem einen Mindestabstand von eineinhalb Metern – zum Patienten. „Wir bitten die Besucher um Verständnis, dass der Besuch ausschließlich zum Austausch mit dem Patienten dient. Für Fragen an Ärzte und Pflegekräfte dürfen wir die Besucher weiterhin um telefonische Kontaktaufnahme bitten.“

Wie in Neuburg und Schrobenhausen, so dürfen auch Patienten des Klinikums Ingolstadt seit diesem Wochenende wieder Besuch bekommen. Pro Patient sei jedoch vorerst nur eine feste Kontaktperson erlaubt, teilt die zuständige Presseabteilung mit. Besuche sind den weiteren Ausführungen zufolge auf die Zeit von 14 bis 17 Uhr beschränkt. Es gelten bestimmte Sicherheits- und Hygienemaßnahmen. Dazu zählt es auch, dass Patienten auf der Intensivstation, den Infektionsstationen, den Überwachungsstationen, der Schlaganfalleinheit, der Neurochirurgie, der Onkologie und der telemetrischer Überwachungsbereich der Kardiologie weiterhin nicht besucht werden können.

"Wer als Besucher ins Klinikum kommt, kann dieses ausschließlich über den Haupteingang betreten.“ Dort müssen sich die Besucher einem Gesundheitscheck unterziehen. Außerdem würden deren Daten anhand es mitzubringenden Ausweisdokuments gespeichert. Die Einrichtung weist darauf hin, dass die Angaben mit jenen übereinstimmen müssten, die der Patient, der besucht werden soll, im Vorfeld auch tatsächlich angegeben hat.

„Um den Vorgang der Datenkontrolle zu verkürzen, können Besucher bereits vorab ein Kontaktformular ausfüllen“, formuliert die Presseabteilung des Klinikums in einem Schreiben. Dieses Formular steht seit Freitagmittag auf der Homepage des Klinikums zum Download bereit und sollte ausgedruckt, ausgefüllt und unterschrieben mitgebracht werden. Mit der Unterschrift erklären sich die Besucher zur Speicherung ihrer Daten bereit.

Klinikum Ingolstadt: Besucher müssen Mund-Nasen-Schutz tragen

Alle Besucher müssen einen eigenen Mund-Nasen-Schutz – eine sogenannte Community-Maske – mitbringen und tragen. Ohne eine solche Schutzmaske könne kein Zutritt gewährt werden. Darüber hinaus müssten vor dem Eintritt sowie vor dem Verlassen des Hauses die Hände desinfiziert werden. In dem Schreiben werden Besucher nochmals dazu aufgefordert, im Klinikum den Sicherheitsabstand von mindestens 1,5 Metern zu beachten. In Fahrstühlen dürfen sich nicht mehr als zwei Personen gleichzeitig aufhalten.

Pro Patientenzimmer ist immer nur ein Besucher gestattet, der den Patienten maximal 30 Minuten täglich besuchen darf. Das Klinikum bittet Besucher und Patienten um Verständnis und appelliert, sich dringend an die aufgestellten Regelungen zu halten. „Werden vermehrt Verstöße festgestellt, müssen die Lockerungen der Besuchszeiten zum Schutz der Patienten und Mitarbeitenden zurückgenommen werden“, warnt das Klinikum Ingolstadt. (nr)

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