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20.06.2009

Gesellschaftskolumne von Bar

Frösche auf Geschenkpackungen, Rosenhüte und eine himmelblaue Queen - eine bunte Woche geht zu Ende. Sicherlich war die Ausstellungseröffnung Horst Haitzingers der kulturelle Höhepunkt der Woche. Nicht alle Tage stellt ein so erfolgreicher Künstler seine bisher nicht gezeigten Werke in Neuburg aus. Aber auch der Guten Sache wurde viel Zeit gewidmet. Pater Gerhard Lagleder wurde in bunter Runde empfangen und auch unseren Zeitungszustellern wurde für ihre frühmorgendlichen Dienste ordentlich Danke gesagt.

Gesellschaftskolumne von Barbara Würmseher

Bastelarbeit im Sinne des Künstlers

Viele begeisterte Gesichter konnte man bei der Vernissage am Donnerstagabend im Schloss sehen. Horst Haitzinger zeigte erstmals seine großformatigen Ölgemälde und die geladenen Gäste tummelten sich vor den Leinwänden. Darunter auch der ehemalige Chefredakteur des Bayernkurier, Wilfried Scharnagel. Es gab viel zu entdecken: Frösche, Schmetterlinge, Raupen und vieles weitere aus der Natur. Nach den Ansprachen wurden Geschenke verteilt, denn Haitzinger feierte am Freitag seinen 70. Geburtstag. Stadträtin Brigitte Bößhenz hatte sich eine besondere Verpackung ausgedacht. Ihre Geschenkschachtel verzierte sie mit einem Miniatur-Gartenteich, in dem zwei grüne Frösche sitzen - denn diese Tiere sind für Haitzinger Geschöpfe, die ihn auf so manche Idee gebracht haben. "Die Frösche habe ich aus dem Bastellladen, der Rest ist aus meinem Garten", sagte Bößhenz. Damit ist sie ganz auf Linie des Künstlers: alles Natur. Und noch ein besonderes Geschenk erreichte den Künstler: ein Horst Haitzinger als König Ludwig.

Gesellschaftskolumne von Bar

Schöne und erschreckende Aussichten in Ascot

"Jetzt habe ich Bilder im Kopf, die für die nächsten fünf Jahre reichen", sagt Ute Patel-Mißfeldt. Donners-tagnacht um 23.30 Uhr kam die Künstlerin aus Ascot zurück. Dort besuchte sie zusammen mit Robert Nuslan, dem "Hutkönig am Dom" aus Regensburg, Hutmachermeister Andreas Nuslan, Hutmachermeister, den Modistinnen Natali Dettleff, Melanie Nuslan und Elisabeth Jaeck von Rössing von Schloss Sandizell und Hutkönigin Conny Brendle das königliche Pferderennen. "Die Queen ist an mir vorbei geschwebt und Prinz Philipp hat herüber gewunken", schwärmt die Organisatorin der alljährlichen Hutschau. Auch wenn die englische Königin Elisabeth einen "himmelblauen Kompotthut" aufhatte, sei es "einfach zauberhaft gewesen".

Der Tagesausflug zum Ladies-Day begann mit dem Flug gen England. Die Stewardessen waren von den Damen und Herren in ihrer Aufmachung so begeistert, dass gleich Bilder für das Boardmagazin geschossen wurden.

Mit der weißen Stretchlimousine ging es dann nach Ascot. Patel, die an diesem Tag von einem Filmteam des ZDF begleitet wurde, war mehr als überrascht vom dem "Meer an Märchenhüten", die sich die englischen Damen auf den Kopf gesetzt hatten. Doch es gab nicht nur Schönes zu bestaunen. "So hohe Absätze habe ich noch nie gesehen", sagt Patel. "Und einige Hintern waren breiter als die der Pferde."

Köstliche Kuchen und fesche Volksmusik

Schier zu einem kleinen gesell-schaftlichen Ereignis wurde der Benefiznachmittag zugunsten des großen Care-Zentrums in Mandeni (Südafrika) von Benediktinerpater Gerhard Lagleder. Der Garten des Studienseminars, in den bei herrlichem Wetter ein Großteil der Veranstaltung gelegt werden konnte, bildete den idealen Rahmen für Gespräche. Viele seiner Neuburger Freunde hatten Fragen an den auf Heimaturlaub weilenden Präsidenten der südafrikanischen Malteser und Diözesan-Caritasdirektor des Bistums Eshowe.

Außergewöhnliches Niveau hatte die musikalische Ausgestaltung. Selten hört man von einem Amateur-Saitentrio gehobene Volksmusik so gekonnt dargeboten wie von Herwig Lindner, Gustav Klinger und Egon Stutz. Und die "Hand Band" unter Michael Kraus steuerte mit ihren Trommeln ebenfalls viel beklatschte afrkanisch-karibische Rhythmen bei. Neben den vielen großen und kleinen Spenden von Organisati-onen und Einzellförderern wird auch der Erlös der Bewirtung ohne einen Cent Abzug nach Afrika fließen. Mehrere Frauen hatten köstlich mundende Torten und Kuchen sowie belegte Brote gezaubert, natürlich genauso gratis wie die Musiker ohne Obolus auftraten.

Die Geschäftsführer als Zeitungsboten

Würde die Neuburger Rundschau bei ihren Abonennten nicht schon früh morgens auf dem Frühstückstisch liegen, wäre die Arbeit von Redaktion und Zeitungstechnik für viele Leser nur die Hälfte wert. Deshalb kann die Tätigkeit der Zustellerinnen und Zusteller, die Tag für Tag und bei jedem Wetter, teils über Jahrzehnte hinweg, zuverlässig die Heimatzeitung ins Haus bringen, gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. Als diese Woche die NR-Zustellerfamilie im Mutterhaus in Augsburg, der Pressedruck- und Verlags-GmbH zu Gast war, erzählte Hauptgeschäftsführer Andreas Scherer nach dem Abendessen davon, wie er vor Jahren an einem kalten Dezember-Morgen in Merching gemeinsam mit Vertriebschef Günter Nitsche einmal drei Stunden lang auf dem Fahrrad selber die Zeitung zugestellt hat. Seit diesem Test wisse er, so der Schwiegersohn von Herausgeberin Ellinor Holland, diese Tätigkeit noch viel höher einzuschätzen.

Am Ende seines Zustellerdienstes war ihm, so Scherer, eine der genau abgezählten Fernsehbeilagen übriggeblieben, die also ein Haushalt nicht bekommen haben musste. Doch beim Frühstück im Hause der Zustellerin tröstete ihn diese sofort, dass sich der Abonnent sicherlich melden werde, und siehe da, schon nach wenigen Minuten ging bei der Zustellerin die telefonische "Vermisstenmeldung" ein.

Ein richtig familiäres Bild entstand, als sich zum Finale der abendlichen Feier im Medien-Restaurant alle Zustellerinnen und Pressedruck-Führungskräfte in langen Schlangen aufstellten. Um sich die Hände zu reichen und zu den Sierra-Madre-Klängen des Musikers mit zu singen, zu wippen und die Arme in die Höhe zu reißen. Mitten drin Andreas Scherer und Günter Nitsche.

Mitarbeit und Fotos (2): M. Bickel, Barbara Feneberg.

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