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Festakt

30.04.2015

Ingolstadt ist ein „stolzer Gastgeber“

Beim Festakt (von links): Richard Loibl vom Haus der Bayerischen Geschichte, Oberbürgermeister Christian Lösel, Fürstin Gloria von Thurn und Taxis und Prinz Leopold von Bayern.
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Beim Festakt (von links): Richard Loibl vom Haus der Bayerischen Geschichte, Oberbürgermeister Christian Lösel, Fürstin Gloria von Thurn und Taxis und Prinz Leopold von Bayern.

Viele prominente Gäste sind begeistert von dieser Ausstellung und den Exponaten. Ingolstadt steht ab sofort landesweit im Fokus. Was die Stadt daraus machen will

Nein, von einem Besucherrekord, den diese Landesausstellung erreichen könnte, sprach gestern bei der festlichen Eröffnung niemand offiziell. Aber eine sechsstellige Besucherzahl erwartet Richard Loibl, der Direktor des Hauses der Bayerischen Geschichte, auf jeden Fall. Aber sechsstellig – das ist eine dehnbare Größe.

400 Exponate zu Napoleon, seinen Soldaten, Generälen, Feinden und Freunden füllen das Neue Schloss. Einige kommen aus Museen in Frankreich, darunter Napoleons Zweispitz. Die Stücke wurden gerne an den Freistaat ausgeliehen, versichert Philippe Etienne, der Botschafter Frankreichs. Das Haus der Bayerischen Geschichte habe „das napoleonische Universum perfekt dargestellt“. Die Ausstellung mache auch deutlich, dass manches nicht ganz richtig sei „an den vielen Legenden von dem kleinen Korsen und seinem Aufstieg zum General und zum Kaiser“. Was Ingolstadt als Schauplatz dieser Ausstellung betrifft, war der französische Botschafter voll des Lobes: „Man konnte keinen besseren Ort finden!“

Und weil das auch die Heimatstadt des Ministerpräsidenten ist, habe man sich „sakrisch nei’g’hängt“ mit dieser Schau, versicherte Richard Loibl Horst Seehofer. Der war zufrieden und lobte den Chef des Hauses der Bayerischen Geschichte vor allen Festgästen für die gelungene Arbeit.

Viel wissenschaftlichen und historischen Hintergrund erarbeitete Margot Hamm, die Einzelschicksale von Soldaten oder das Leben der Zivilbevölkerung nachvollzogen hat. Sie hat sich auch intensiv mit der Frage befasst, wie viel Geld und vor allem Blutzoll Napoleon und die mit ihm verbundenen Errungenschaften Bayern letztendlich gekostet haben, die Bildung des Königreiches inbegriffen. Allein der Verlust an Menschenleben war für damalige Verhältnisse gewaltig: Rund 50000 Soldaten kamen ums Leben, davon 30000 in Russland.

„Bayerische Geschichte hat Hochkonjunktur“, freute sich Horst Seehofer in seiner Festansprache. Alle Landesausstellungen der vergangenen Jahre hätten gute bis sehr gute Besucherzahlen gehabt. „Jedem Ingolstädter muss heute das Herz höher schlagen“, sagte Seehofer und rührte kräftig die Werbetrommel: „Ingolstadt ist immer eine Reise wert!“, lud er alle Menschen im Freistaat ein, ins Neue Schloss zu kommen.

Die Stadt ist gerüstet auf einen großen Ansturm: „Wir sind stolzer Gastgeber“, freute sich Oberbürgermeister Christian Lösel. Ingolstadt bereichert die Landesausstellung mit 80 Begleitveranstaltungen. Am zweiten Wochenende im Juli wird es ein besonders großes Fest im Schlosshof geben, bei dem die Zeit Napoleons im Vordergrund steht. Die Werbekampagnen der Stadt laufen auf vielen Ebenen. Vielleicht reicht es ja zu einem neuen Besucherrekord, der bei etwas über 200000 liegt, wenn die Ausstellung am 31. Oktober schließt?

täglich jeweils von 9 bis 18 Uhr.

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