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Abwasser

24.02.2018

Kläranlage wird zu klein

Karlshuld und Königsmoos brauchen eine neue Anlage. Was diese kosten wird

Seit 1986 verrichtet die gemeinsame Kläranlage der Gemeinden Karlshuld und Königsmoos ihren Dienst. Allerdings ist ihre Kapazität nur für bis zu 10000 Einwohner ausgelegt. Nun ist sie an ihre Kapazitätsgrenzen angelangt, denn die beiden Kommunen haben ordentlich an Einwohnern zugelegt. Zusammen haben die beiden Gemeinden rund 10100 Einwohner. Deshalb wird für Karlshuld und Königsmoos eine neue Kläranlage geplant, die langsam Gestalt annimmt. Am Donnerstag hat das beauftragte Planungsbüro den Gemeinderat in Karlshuld über vier mögliche Varianten der neuen Kläranlage für die Donaumoos-Gemeinde informiert.

Unabhängig davon, welche Wahl der Gemeinderat am Ende trifft: Billig wird die Angelegenheit nicht. Je nach Variante müssen die beiden Gemeinden mit Baukosten zwischen 3,1 und 4,4 Millionen Euro rechnen – und das ganz ohne Förderzuschüsse. In der Sitzung am Donnerstag wurde allerdings deutlich, dass die teuerste Variante wohl nicht weiterverfolgt wird. Denn die sieht einen Neubau einer Kläranlage in Königsmoos vor. Wenn dort eine eigene Kläranlage entstehen würde, könnte die bestehende Anlage in Karlshuld mit einem geringen Aufwand modernisiert werden. Das Büro WipflerPlan allerdings brandmarkte diese Variante als die teuerste und auch ökologisch am wenigsten sinnvolle Lösung. Am nachhaltigsten wäre, so Ingenieur Andreas Vogl, eine Anlage mit Faulturm, die weniger Klärschlamm verursacht als Kläranlagen mit aerober Schlammstabilisierung. Ein solches Klärbecken ist momentan in Betrieb. Und aus diesem Klärschlamm lässt sich dann auch noch Energie erzeugen.

Eine Entscheidung mussten die Gemeinderäte am Donnerstag noch nicht treffen. In einem nächsten Schritt werden erst einmal der Königsmooser Gemeindevertreter dieselben Informationen erhalten. Das Karlshulder Gremium hat allerdings einen Favoriten: Sie tendiert zur rund vier Millionen Euro teuren Variante mit Faulturm. Man könne gar nicht anders entscheiden, so Bürgermeister Karl Seitle, wenn man keinen Rückschritt machen wolle. „Denn der Klärschlamm wird noch ein großes Thema. Und dazu kommt als Bonus die regenerative Energieerzeugung.“

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