Neuburg: Das sagt Neuburgs OB zum Paketzentrum in Weichering
Neuburg
Das sagt Neuburgs OB zum Paketzentrum in Weichering
Auch der Neuburger Stadtrat wird sich wegen der Nähe von Maxweiler zum Paketzentrum in Weichering mit dem Thema befassen. Verhindern kann Neuburg das Projekt aber nicht.
In dieser Landschaft, hier in Blickrichtung Maxweiler, soll das regionale Paket-Verteilzentrum entstehen.Foto: Winfried Rein
In der Sitzung am heutigen Dienstag wird es zwar noch kein Thema sein. Aber weil das geplante Paketzentrum auf Weicheringer Flur auch nach Maxweiler, den östlichsten Stadtteil Neuburgs, ausstrahlen wird, kündigt Oberbürgermeister Bernhard Gmehling schon einmal an, dass sich auch der Stadtrat damit beschäftigen wird.
Er habe beim Paketzentrum gemischte Gefühle. Einerseits sei es „für Weichering eine große Chance“ und aufgrund der Arbeitsplätze, die entstehen, diesmal auch eine für Menschen, die keinen Hochschulabschluss haben. Er gönne es seinem Bürgermeisterkollegen Thomas Mack jedenfalls und wolle der Gemeinde „nichts in den Weg stellen“. Mack habe ihm und Alexandra Plenk, Orstssprecherin von Bruck und Maxweiler, die Pläne vorgestellt und halte ihn auf dem Laufenden. Auf der anderen Seite verstehe Bernhard Gmehling natürlich die Bedenken der Bürger auf Neuburger Seite, nämlich in Maxweiler.
Neuburgs OB geht mit Bedenkenliste zum Paketzentrum aus Maxweiler in den Stadtrat
Berufsverkehr wird die Stadt Neuburg auf der Allee vom Gut Rohrenfeld in Richtung Maxweiler nicht zulassen.Foto: Manfred Rinke
Alexandra Plenk wird am kommenden Freitag mit ihrem Zeller Ortssprecherkollegen Roland Habermeier einen der Infotermine zum Paketzentrum wahrnehmen. Dabei haben wird sie zahlreiche Fragen von besorgten Bürgern aus dem kleinen Stadtteil. OB Gmehling lässt sich ebenfalls eine Liste mit den Bedenken der Maxweiler Bürger zukommen, mit der er dann in den Stadtrat gehen wird. „Wir wollen für Maxweiler auf jeden Falls das Beste herausholen.“
Neuburgs OB glaubt allerdings daran, dass sich Lösungen für die allermeisten Probleme, gerade was Verkehrs- und Lärmbelastung betrifft, finden lassen werden. „Es ist eine völlig normale Reaktion, dass es bei einen Projekt in dieser Größenordnung anfangs einen riesengroßen Aufschrei gibt“, sagt er aus Erfahrung. Klar sei, dass alles dafür getan werden müsse, um mögliche Belastungen so gering wie möglich zu halten. Massiven Berufsverkehr durch Maxweiler zum Beispiel, noch dazu in der Nacht, dürfe es in keinem Fall geben. „Das kann und wird das Ordnungsamt der Stadt im Fall des Falles auch unterbinden“, betont Gmehling. Dann wäre die Allee in einem gewissen Abschnitt halt nur noch für Anlieger in Maxweiler frei befahrbar.
Neuburger OB fände den Neubau einer Brücke über die B16 näher zum Paketzentrum gleich viel besser
Was die Brücke über die Bundesstraße angehe, die nur knapp 200 Meter von den ersten Häusern in Maxweiler entfernt steht, sei es Aufgabe der Post, die Leistungsfähigkeit überprüfen zu lassen und gegebenenfalls für bestmöglichen Lärmschutz zu sorgen. Im Vorgriff auf den vierspurigen Ausbau der B16 fände Gmehling es ohnehin viel besser, wenn man gleich eine neue Brücke näher zum geplanten Paketzentrum baut und sie entsprechend groß dimensioniert.
Keinesfalls dürfe es auch soweit kommen, dass Lkw auf öffentlichen Straßen im Stadt- oder im Gemeindegebiet abgestellt werden, damit die Fahrer womöglich ihre Lenkzeiten einhalten können. Das könne und werde aber sicher auch die Post nicht zulassen.
Stellung zum Paketzentrum beziehen, Forderungen aufstellen, und Kontakt nach Weichering halten: Mehr kann Neuburg nicht tun
Klar sei aber, dass die Stadt das Paketzentrum nicht verhindern könne. Neuburg könne im Rahmen des Verfahrens nur Stellungnahmen und Forderungen abgeben und im Vorfeld im intensiven Kontakt mit der Gemeinde Weichering bleiben.
In der Sitzung des Ferienausschusses am heutigen Dienstag um 17 Uhr im Kolpinghaus geht es unter anderem um ein Mehrwegsystem bei der Neuburger Gastronomie, dem Antrag, neue Straßen künftig auch nach bekannten und verdienten Frauen der Stadt zu benennen sowie der Schließung der Passage Schmid-/Mazillisstraße.