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Kultur

24.07.2020

Städte und Kultur

Bayerische Landesausstellung zeigt viele bedeutende Exponate – auch aus Ingolstadt

Das Haus der Bayerischen Geschichte veranstaltet in Zusammenarbeit mit dem Landkreis Aichach-Friedberg die Bayerische Landesausstellung 2020, betitelt mit „Stadt befreit, Wittelsbacher Gründerstädte.“

Diese sehenswerte Ausstellung zeigt, wie und wann Bayern zum Städteland wurde. Somit werden kostbare Leihgaben der Gründergeschichte der altbayerischen Städte bis ins Spätmittelalter in schier einzigartiger Weise dargeboten. Dabei geht es um Fragestellungen, „Wo und wie wohnen wir? Wie entwickelt sich unsere Lebenswelt, auf welchen Grundlagen beruht sie?“

Ausstellungsorte sind das neu renovierte Wittelsbacher Schloss in Friedberg und das „FeuerHaus“ in Aichach. Besonders auch aus Ingolstadt, das nach 1242 Besitz der Wittelsbacher wurde, sind einzelne Exponate zu bestaunen: Beispielsweise wird an einem Modell das Werden der Moritzstraße gezeigt. Ebenso finden sich Studien zur archäologischen Bodenuntersuchung der späteren Herzogsstadt. Daneben ist ein Teil eines Wasserleitungsrohres aus Holz, gefunden am Gießereigelände und entliehen aus dem Stadtmuseum in Ingolstadt – sowie Wappensteine, die das Ingolstädter Stadttor zierten, zu sehen. Besonders eindrucksvoll dargestellt ist die Urkunde zur Bestätigung der Stadtrechte Ingolstadts durch Herzog Ludwig, mit Reitersiegel an grüner Schnur. Aus dem Archiv des Herzoglichen Georgianums ist ein Stiftungsbrief mit Bestätigung des „Zingelschen Stipendiums“ zu bestaunen. Damit wollte Herzog Georg dem Missstand abhelfen, dass es in Ingolstadt keine Verpflegungsanstalt für unbemittelte Studenten gab.

Auch die Videodarstellung des Kreuztores fügt sich in eine Reihe bedeutender Stadtansichten ein. Interessant sind auch die Modelle der Städte München, Landshut, Ingolstadt, Straubing und Burghausen, die als weltweit einzigartig gelten.

Daneben wird an Philipp Apian erinnert: 1554 erteilte Herzog Albrecht V. von Bayern dem in Ingolstadt geborenen Apia den Auftrag, Bayern kartografisch zu erfassen. Die Karten sollten die 1526 bis 1533 entstandene „Bairische Chronik“ des Johannes Aventinus ergänzen. (js)

Die Landesausstellung in Friedberg und Aichach ist täglich geöffnet. Der Katalog zur sehenswerten Ausstellung ist im Verlag, Friedrich Pustet, erschienen.

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