Neuburg

29.09.2015

Teurer Start

Eine Flugstunde im Eurofighter kostet dem Staat fast 68000 Euro. Im Jahr 2014 haben die Eurofighter zwischen Lechfeld, Neuburg, aber auch im Ausland 3083 Flugstunden absolviert.
Bild: Oliver Land/ddp

Linken-Abgeordnete Eva Bulling-Schröter hat im Bundestag nach den wichtigsten Daten zum Luftwaffengeschwader gefragt. Die Kosten sind ihr zu hoch

Neuburg Für Bundestagsabgeordnete Eva Bulling-Schröter (Die Linke) steht fest: Die Gelder, die Deutschland ins Militär investiert, wären in den sozialen Kassen weit besser aufgehoben. Wie vergangenes Jahr hat die Abgeordnete der Bundesregierung eine Kleine Anfrage gestellt, die umfassend auf 28 Seiten beantwortet wurde.

Wie jedes Jahr geht es um den Fliegerhorst, die Eurofighter, ja das komplette Geschwader 74 und die Frage dreht sich vor allem um die Kosten, die Einsätze und den Schadstoff-Ausstoß der Kampfmaschinen. Im Vergleich zu den vergangenen Jahren gibt es laut Bulling-Schröter vor allem zwei große Neuerungen in der jüngsten Anfrage: Sie habe genauer nachgehakt, sagt sie und spielt damit auf den Einsatz scharfer Munition und eine Übersicht der Verletzungen der Soldaten hin. Im ersten Fall spricht die Regierung von 16 Einsätzen scharfer Munition über der Nordsee, in Alaska, Italien und Estland. Auch bei den Unfällen gibt es keine Auffälligkeiten. Seit 2009 sei es zu 153 tabellarisch erfasste Personenschäden in Neuburg und Lagerlechfeld gekommen, schlimmstenfalls ein Bruch.

Bulling-Schröter geht es viel mehr ums Prinzip: „Wir haben soziale Dinge zu klären“, sagt sie. Da passen militärische Ausgaben nicht ins Bild. Die Flugstunde des Eurofighters koste dem Bund 67852 Euro, liest die Abgeordnete aus der Anfrage. Insgesamt hat das Taktische Luftwaffengeschwader 74 im vergangenen Jahr 277,1 Millionen Euro verbraucht. Das Geld könne man sinnvoller verwenden, sagt sie.

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