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Neuburg

13.01.2019

Wahlkampf der Neuburger Grünen mit Katharina Schulze

Zum Schluss gab es Süßes für Katharina Schulze (rechts). Mit dabei waren Landratskandidat Norbert Mages und Kreisvorsitzende Karola Schwarz.
Bild: Manfred Dittenhofer

Eine Woche für der Landratswahl fand in der Aussicht in Neuburg eine Fragestunde mit Norbert Mages und Katharina Schulze statt. 

Der Wahlkampf um das Amt des Landrats geht auf die Zielgerade. Norbert Mages hatte am Sonntag die Fraktionsvorsitzende der Grünen im bayerischen Landtag, Katharina Schulze, zu Gast. Im Neuburger Restaurant „Aussicht“ stellten die beiden ihre Ansichten zu politischen Themen in Bayern und im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen dar und standen vor allem den vielen Zuhörern Rede und Antwort. Die „Aussicht“ war voll bis zum letzten Stuhl.

Los ging es mit dem Thema Umweltschutz und Nachhaltigkeit. Der Artenschutz sei überlebenswichtig. Schulze forderte dazu auf, beim Volksbegehren „Rettet die Bienen“ abzustimmen. Der Erhalt des Donaumooses soll geschafft werden, indem die dortigen Bauern durch finanzielle Anreize zu Wiesen- und Weidehaltung animiert werden. Mages sprach sich nicht gegen den vierspurigen Ausbau der B16 aus. Allerdings fordern die Grünen auch den Ausbau der Donautal- und der Paartalbahn und deren Elektrifizierung. Damit einhergehend müsse ein öffentlicher Nahverkehr entstehen, der die Menschen im Stundentakt dorthin bringt, wo sie hin wollen. Vor allem Pendler würden nicht genügend berücksichtigt. Schulze forderte eine Mobilitätsgarantie und ging gleich noch weiter: „Eine Fahrt, ein Ticket – und zwar für ganz Bayern.“

Nicht nur die Landratswahl steht an, auch die Europawahl

Nach dem Angriff auf persönliche Daten von vielen Politikern und Prominenten ist die Cybersicherheit in aller Munde. Geht es nach den Grünen, würden die besten Hacker bei der bayerischen Polizei arbeiten. Da müsse man auch mal darüber nachdenken, mehr Gehalt zu zahlen, so Schulze. Die Landtagsabgeordnete sprach sich klar für Europa aus. Nur im europäischen Verbund seien die großen Probleme und Ziele wie der Klimaschutz erreichbar. Deshalb erinnerte sie daran, dass das Jahr 2019 nicht nur die Wahl des Neuburg-Schrobenhausener Landrats, sondern auch die Europawahlen bringe.

Um den Umgang mit dem Internet zu verbessern, fordern die Grünen ein Schulfach „Digitalkunde“ und eine IT-Fachkraft an jeder Schule.

Zur Rüstungsindustrie im Landkreis meinte Mages, dass die Exportbestimmungen verschärft werden müssten. Raketen nach Saudi-Arabien, die im Jemen Menschenleben kosten würden, das gehe gar nicht. Zur sozialen Gerechtigkeit befragt, verwies Schulze auf die grüne Forderung nach einer Grundsicherung für Kinder. Das sei ein erster Schritt dafür, dass alle Kinder schulisch gleiche Startvoraussetzungen hätten.

Norbert Mages wäre erst der dritte grüne Landrat in Bayern

Würde Mages gewählt, wäre er der dritte grüne Landrat in Bayern. Er steht nur für diese eine, verlängerte Legislaturperiode von sieben Jahren zur Verfügung. „Danach habe ich die Altersgrenze erreicht, bin aber somit auch nicht auf eine Wiederwahl angewiesen und kann daher als Landrat freier agieren.“

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