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Neuburg/Donau

05.03.2020

Wie sich Neuburgs Oberbürgermeister den Wählern präsentiert

Sprachgewandt und kompetent: Bernhard Gmehling, Spitzenkandidat der Neuburger CSU, bei einer Stadtteilversammlung . 
Bild: Manfred Rinke

Plus Kommunalwahl: Für die Veranstaltung im Ostend, dem einwohnerstärksten Stadtteil Neuburgs findet die CSU eine besondere Lokalität. Das war dort geboten. 

Bernhard Gmehling hat es sich an einem der Biertische bequem gemacht, die im ehemaligen Edeka im Ostend aufgestellt sind. Es ist eine der letzten Stadtteilversammlungen , die der amtierende Oberbürgermeister mit seinem Wahlkampfteam vor dem Urnengang am 15. März abhält. Und eine ganz besondere. Denn die „ Lokalität “ ist seit geraumer Zeit geschlossen. Allein Eigentümer Andreas Kreiss hat es das Wahlkampfteam der CSU Neuburg zu verdanken, dass die Veranstaltung dort stattfinden kann. Zum „Ostendfest“ luden die CSUler dorthin ein. „Es hätten aber schon ein bisschen mehr aus dem Stadtteil kommen können“, meint Gmehling später.

Im früheren Lebensmittelladen bietet die CSU an diesem Abend Wiener Würstchen, Brezen und Käsesemmeln zur Stärkung an. Natürlich gibt es auch eine Getränkeauswahl. Mindestens so stark wie der Anteil der Bewohner des Ostends im „Festsaal“ ist der der Musikanten des Heinrichsheimer Musikvereins, die für die klangvolle bayerische Note sorgen. Mit den CSUlern mögen es insgesamt rund 70 Menschen sein. „Es ist halt verdammt schwer, hier im Ostend eine Lokalität für so eine Veranstaltung zu finden, weil das Bürgerhaus als städtische Liegenschaft für alle Parteien ein Tabu ist“, erklärt Gmehling. „Beim Wahlkampf vor zwölf Jahren haben wir hier mitten im Winter auf dem Volksfestplatz extra ein Zelt für diesen Termin aufgestellt“, erinnert er sich.

Vor seinem Auftritt unterhält sich Neuburgs Oberbürgermeister mit Bürgern

Wie sich Neuburgs Oberbürgermeister den Wählern präsentiert

Bevor er nach der Begrüßung durch CSU-Tausendsassa Matthias Enghuber mit dem Wahlprogramm seiner Partei nicht zuletzt Werbung für seine Person macht, unterhält sich Gmehling noch mit Thea und Horst Gruner , die in Kürze ihren 60. Hochzeitstag feiern und ihm gegenübersitzen. Seit knapp sechs Jahren leben sie im Ostend. Davor verbrachten sie 50 gemeinsame Jahre in ihrem Haus in Karlshuld. Ihnen gefällt es im Stadtteil mit den meisten Einwohnern, von denen viele einen Migrationshintergrund haben. „Und wenn hier schon mal so eine Veranstaltung ist, dann kommen wir auch“, sagen sie. Was sie erwartet, wissen sie indes noch nicht. Und den OB kennen sie auch noch nicht so gut.

Als Bernhard Gmehling das Mikrofon in die Hand nimmt, scheint sich eine gewisse Anspannung in dieser auch für ihn stressigen Wahlkampfzeit in Nichts aufzulösen. Mit all seiner Erfahrung geht er kompetent auf die Schwerpunktthemen im Wahlprogramm der CSU ein. Er spricht von der zweiten Donaubrücke, die einen „Befreiungsschlag für die Stadt bedeutet“ und dem Campus auf dem ehemaligen Lassignygelände, wo ab Oktober 2021 der erste Studiengang „Nachhaltigkeit und Umweltmanagement“ beginnen wird. Er spricht die Nahwärme an, in die bisher 40 Millionen Euro investiert wurden. Mit dem „größten Klimaschutzprojekt, das die Stadt jemals aufgelegt hat“, spart Neuburg derzeit jährlich 17 Millionen Kilogramm CO2 ein. Stolz verweist er auch auf den mit rund 21 Millionen Euro „niedrigsten Schuldenstand seit Jahren“ und dies, obwohl in den 18 Jahren unter seiner Regentschaft als OB 220 Millionen Euro in verschiedenste Projekte investiert wurden. Er erwähnt das Engagement im sozialen Wohnungsbau, freut sich über das große Sport- und Freizeitangebot sowie die steigende Beliebtheit der Stadt, die sich in den positiven Tourismuszahlen ausdrückt. Und er lobt das ausgesprochen vorbildliche Engagement der Menschen im Ehrenamt und erntet dafür Sonderapplaus.

Am Ende stimmt OB Gmehling den Wahlkampfsong der Neuburger CSU an

Als Bernhard Gmehling nach rund 30 Minuten seinen Auftritt beendet, ist es schon 15 Minuten vor 21 Uhr. Danach übernimmt Michaela Heckl-Stadler das Mikrofon, um die Vorstellung der Stadtratskandidaten zu moderieren. Die meisten der 30 Frauen und Männer sind vor Ort und stellen sich selbst kurz vor. Verwehrt bleibt dies nur Kandidat Nummer 29 auf der CSU-Liste. Der bei der Partei in Ungnade gefallene Robert Höschele ist zwar anwesend, findet an dem Abend aber keine Erwähnung. Mit der kurzen Vorstellung Reinhard Reißners als Kreistagskandidat und dem von OB Bernhard Gmehling angestimmten Wahlkampfsong der CSU endet der offizielle Teil.

Angesichts der fortgeschrittenen Stunde verzichtet man auf Fragen aus dem Publikum. „Außer dass mehr Menschen aus dem Ostend hier hätten sein können, war der Abend insgesamt ok“, sagt Bernhard Gmehling , holt sich ein kleines Bier und setzt sich neben seine Frau an einen Biertisch , um wieder mit Gästen zu plaudern. Mit den Bürgern ins Gespräch zu kommen, das liegt Gmehling besonders am Herzen, wie er sagt. Deshalb sind ihm auch die Stadtteilversammlungen so wichtig. Am meisten Zuspruch gab es dabei in Sehensand, wo – mit Ausnahme im Ostend – wie überall viel diskutiert wurde. „Vor allem das Thema Verkehr beschäftigt die Bürger“, erzählt der OB.

Thea und Horst Gruner sitzen auch noch am Biertisch. Wie es ihnen gefallen hat? „Super, da war alles geboten, sogar eine spitzen Blaskapelle“, sagen sie. Begeistert waren sie nicht zuletzt vom Wahlkampfsong und dabei vor allem vom „Dirigenten“ – Bernhard Gmehling.

Das sind die OB-Kandidaten der Kommunalwahl in Neuburg im Porträt:

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