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Wirtschaft
15.05.2017

Ein Professor liest die Leviten

Sie diskutierten über die Zukunft der Welt (von links): Moderatorin Maria Reinisch, Weihbischof Anton Losinger, Klaus Schmid (Vorstandsmitglied der Vereinigung Deutscher Wissenschaftler), Gabriele Gien (Präsidentin der KU Eichstätt-Ingolstadt), Ernst Ulrich von Weizsäcker (Co-Präsident des Club of Rome) und Thomas Pyhel (stellvertretender Leiter der Abteilung „Umweltkommunikation und Kulturgüterschutz“ bei der Deutschen Bundesstiftung Umwelt).
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Sie diskutierten über die Zukunft der Welt (von links): Moderatorin Maria Reinisch, Weihbischof Anton Losinger, Klaus Schmid (Vorstandsmitglied der Vereinigung Deutscher Wissenschaftler), Gabriele Gien (Präsidentin der KU Eichstätt-Ingolstadt), Ernst Ulrich von Weizsäcker (Co-Präsident des Club of Rome) und Thomas Pyhel (stellvertretender Leiter der Abteilung „Umweltkommunikation und Kulturgüterschutz“ bei der Deutschen Bundesstiftung Umwelt).

Kurzfristiges Gewinnstreben und Wachstumswahn gefährden nicht die Erde – sondern die Menschheit. Ernst Ulrich von Weizsäcker weiß, warum

Nein, so kann es nicht weitergehen. Klimaerwärmung, daraus resultierende Umweltkatastrophen. Eine Ungleichverteilung des Wohlstands. Ressourcenraubbau, Völkerwanderungen raus aus den Todeszonen auf dieser Erde. Und wie reagiert die Politik? Sie fordert noch mehr Wachstum. Ernst Ulrich von Weizsäcker, Co-Präsident des Club of Rome, einer weltweiten Expertenvereinigung, die sich für eine nachhaltige Zukunft der Menschheit einsetzt, hält von solch kurzfristigem Gewinnstreben gar nichts: „Die Finanzmärkte regieren brutal, gesetzlos und zerstörerisch. Strategische Nachhaltigkeit zum Überleben der Menschheit wird kurzfristiger Gewinnmaximierung geopfert. Und die Politik denkt in Legislaturperioden und sieht dabei tatenlos zu.“ Tabulos sezierte von Weizsäcker im Rahmen der Veranstaltung „Wirtschaft im Dienst des Lebens?“ die heutige, global agierende Wirtschaft. Die Gesetze und die Politik aber reagierten nur regional und national darauf.

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