ERC Ingolstadt

06.02.2016

Die nächste Bauchlandung

Gestoppt: Stürmer Brian Lebler (links) und die Ingolstädter Panther mussten sich gestern Abend den Hamburg Freezers mit 3:4 geschlagen geben.
Bild: Xaver Habermeier

Panther können gegen die Hamburg Freezers nur ein Drittel überzeugen und verlieren am Ende mit 3:4

Nächster Rückschlag für den ERC Ingolstadt im Kampf um die Playoff-Plätze: Gestern Abend unterlag das Team von Headcoach Kurt Kleinendorst den Hamburg Freezers mit 3:4 (3:1, 0:3, 0:0) und rutschte damit auf den elften Rang. Am morgigen Sonntag (16.30 Uhr) geht es ebenfalls in der heimischen Saturn-Arena gegen die Kölner Haie, ehe anschließend die Länderspiel-Pause ansteht.

„Wir haben heute nur 20 Minuten sehr gutes Eishockey gespielt. Danach war es vorbei! Auf diese Art und Weise kann man kein Match gewinnen“, resümierte ERCI-Goalie Timo Pielmeier, der letztlich einen „verdienten Sieg der Hamburger“ sah, da diese „genau das umgesetzt haben, was wir uns eigentlich vorgenommen hatten“.

„Fehlervermeidung“ hieß dabei zunächst das Zauberwort auf beiden Seiten. Kein Wunder, schließlich ging es sowohl für die Schanzer als auch Hanseaten um eine ganze Menge. Oder wie es Angreifer Martin Davidek im Vorfeld dieses Heimspiel-Doppelpacks gegen Hamburg und Köln ausdrückte: „Das ist angesichts der Gegner, die ebenfalls noch hart um die Playoff-Qualifikation kämpfen, ein echtes Sechs-Punkte-Wochenende.“ Ausgerechnet Davidek war es dann, der den Gästen die Führung in der siebten Minute quasi auf dem Silbertablett servierte. Nach einem unnötigen Scheibenverlust in der neutralen Zone konnte Michael Davies alleine auf Pielmeier zusteuern und zum 0:1 vollstrecken.

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Es war freilich nicht der einzige haarsträubende Fehler, den sich die Hausherren am gestrigen Abend erlaubten. Da reichte selbst die zwischenzeitliche 3:1-Führung, die Brandon McMillan (10./13.) und Alexander Barta (11.), der ein grandioses Zuspiel von Thomas Greilinger nur noch ins leere Freezers-Gehäuse schieben musste, nicht aus, um gegen ebenfalls nicht überzeugende Hamburger bereits frühzeitig alles klar zu machen. Auch der Schachzug von Gäste-Headcoach Serge Aubin, seinen Goalie Calvin Heeter unmittelbar nach dem dritten Gegentreffer gegen Sebastien Caron auszuwechseln, tat sein Übriges, um die Norddeutschen entsprechend aufzuwecken. Bis zum Ende des zweiten Abschnitts hatten sie dieses Match wieder gedreht – allerdings unter gütiger Mithilfe der Schanzer, die über weite Strecken dieses Drittels vor allem in der eigenen Zone regelrecht konfus wirkten.

Hatte erneut Davies einen schnellen Zwei-gegen-Eins-Konter zum 2:3 abgeschlossen, trat beim 3:3-Ausgleich wieder einmal jenes Problem auf, das sich bei den Panthern wie ein roter Faden durch die komplette Saison zieht: Vor dem eigenen Gehäuse agieren sie zumeist wie „zahme Kätzchen“. Als die Scheibe in der 27. Minute zu Mathieu Roy an die blaue Linie kam, konnten sich zwei Freezers ohne große Gegenwehr vor Pielmeier aufbauen. Einer davon, Jaroslav Hafenrichter, gab dem Roy-Schuss schließlich die entscheidende Richtungsänderung.

Nachdem der ERCI-Torhüter zwischenzeitlich mit einer „Monster-Parade“ gegen David Wolf einen erneuten Rückstand seines Teams verhindert hatte (31.), kam kurze Zeit später schließlich noch jede Menge Pech dazu: Einen harmlos gespielten Pass die Bande entlang, wollte Pielmeier hinter dem eigenen Gehäuse stoppen. Doch der Puck prallte derart unglücklich ins Feld zurück, dass ihn Adam Mitchell zum 3:4 in den verwaisten Ingolstädter Kasten schießen konnte. „Dieser Treffer hat irgendwie zu diesem Spiel gepasst. Aber in der besten deutschen Eishockey-Liga sollten die Hallen-Verantwortlichen eigentlich schon in der Lage sind, dafür zu sorgen, dass kein Plastikteil aus der Bande ragt“, so Pielmeier, der diese unglückliche Situation jedoch nicht als Entschuldigung für die bittere Niederlage gelten lassen wollte.

Im Schlussabschnitt zeigten sich die Oberbayern zwar durchaus bemüht. Doch richtig gefährlich wurde es vor dem Tor von Caron nicht wirklich, sodass die Hamburger kaum Probleme hatten, den wichtigen dreifachen Punktgewinn unter Dach und Fach zu bringen.

ERC Ingolstadt: Ti. Pielmeier – Kohl, McNeill; Friesen, Schopper; Köppchen, Salcido, Wagner – McMillan, Buck, Laliberte; Greilinger, A. Barta, Taticek; Kubalik, Ross, Lebler; Davidek, B. Barta, Th. Pielmeier. – Tore: 0:1 Davies (7.), 1:1 McMillan (10./PP), 2:1 A. Barta (11.), 3:1 McMillan (13.), 3:2 Davies (25.), 3:3 Hafenrichter (27.), 3:4 Mitchell (35.). – Zuschauer: 3670.

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