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NR-Fußball-Check

11.09.2020

FC Zell/Bruck: „Saisonabbruch wäre am besten gewesen“

Neuer Übungsleiter: Patrick Schmidt (rechts) übernahm früher als ursprünglich geplant das Traineramt beim FC Zell/Bruck und folgt auf Patrick Schäffer.

Plus A-Klassist FC Zell/Bruck kann bei der Wiederaufnahme des Spielbetriebs (endlich) auf seine drei Winter-Neuzugänge bauen. Eine Veränderung gibt es auch auf der Spielertrainer-Position.

Kaum Personalwechsel gab es während der Corona-Pause im Kader des A-Klassisten FC Zell/Bruck. Die einzige Veränderung lässt aber dennoch aufhorchen: Wie die Neuburger Rundschau bereits berichtet hat, wurde der Trainerwechsel Patrick Schmidt/Patrick Schäffer bereits jetzt vollzogen.

Kommen und Gehen

Mit Simon Drittenpreis, den es zurück zu seinem Stammverein TSG Untermaxfeld gezogen hat, steht nur ein Akteur auf der Abgangsseite. Nachdem dieser in der Hinrunde schon gar nicht mehr zum Einsatz gekommen war, hält sich der sportliche Verlust aber ohnehin in Grenzen. Deutlich mehr verspricht sich Patrick Schäffer indes von seinen Neuzugängen Christopher Eichel (SpVgg Joshofen-Bergheim), Kevin Demel (zuletzt inaktiv/zuvor SC Ried) und Sven Villbrandt (FC Rennertshofen). Das Trio war schon in der Winterpause zum FC Zell/Bruck gewechselt, konnte jedoch aufgrund der Corona-Pandemie noch kein Punktspiel absolvieren. „Alle drei Jungs haben definitiv das Potenzial, unser Team nochmals deutlich zu verstärken und den Konkurrenzkampf weiter anzuheizen“, meint Schäffer.

Trainer

Eigentlich hätte der neue Spielertrainer Patrick Schmidt (SpVgg Joshofen-Bergheim II) erst zur Saison 2021/2022 die Nachfolge von Patrick Schäffer, der aus privaten und beruflichen Gründen etwas kürzertreten möchte, antreten sollen. Doch dann kam es anders. „Ohne die Zustimmung der SpVgg-Verantwortlichen hätte das nicht geklappt. Aus diesem Grund sind wir auch sehr dankbar“, so Schäffer, der gleichzeitig auch in der Abteilungsleitung des FC Zell/Bruck tätig ist. Somit kann Schmidt bereits jetzt mit seiner neuen Truppe arbeiten, muss dabei allerdings auf seinen künftigen Co-Trainer Daniel Korn (SV Ludwigsmoos) noch warten. „Nachdem der SVL personell nicht gerade auf Rosen gebettet ist, wird Daniel dort die Spielzeit beenden“, sagt Schäffer. Daher wird der bisherige Co-Trainer Sebastian Skowronski weiterhin diese Position übernehmen.

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Abbruch oder Fortsetzung?

„Wenn man die gesamte Situation nüchtern betrachtet, wäre ein sauberer Cut beziehungsweise Saison-Abbruch am besten gewesen“, sagt Schäffer. Aufgrund der steigenden Fallzahlen und Reise-Warnungen in Sachen Corona sei es laut dem Zell/Brucker Verantwortlichen „mehr als fraglich“, ob die Fortsetzung der unterbrochenen Spielzeit wie geplant Anfang September tatsächlich starten könne. „Diese unklare Situation hängt momentan wie ein Damoklesschwert über den Vereinen. Man bereitet sich erneut auf etwas vor, von dem man nicht weiß, ob es überhaupt eintreten wird. Daher ist es derzeit die große Kunst, die Motivation bei den Spielern überhaupt hochzuhalten“, so Schäffer. Auch die derzeit stattfindenden Trainingsspiele sieht der 33-Jährige mit großen Bedenken. „Jeder hat in seinem familiären Umfeld Angehörige, die zur Risikogruppe gehören. Die Gefahr einer möglichen Ansteckung wird dadurch sicherlich nicht geringer.“ Das vom Bayerischen Fußball-Verband vorgegebene Hygiene-Konzept hält Schäffer darüber hinaus ohnehin nicht für praktikabel. „Das Ganze ist für Vereine von der Landesliga aufwärts gedacht. Aber wie soll denn bitte ein regulärer Spielbetrieb mit ersten und zweiten Mannschaften ablaufen? In diesem Fall wird die Verantwortung komplett auf die Klubs übertragen.“

Liga-Pokal

Ein Lob spricht Schäffer den BFV-Verantwortlichen hingegen für die Schaffung des Liga-Pokals aus: „Hier haben sich die Oberen in der Tat sehr gute Gedanken und Mühe gemacht, um einen sportlichen Ersatz für die Saison 2020/2021 zu schaffen.“ In seiner Gruppe bekommt es der FC Zell/Bruck mit dem VfR Neuburg II und SC Feldkirchen zu tun. Der Erst- und Zweitplatzierte zieht dann in die Zwischenrunde (Hin- und Rückspiel) ein.

Ausgangslage und Zielsetzung

Mit 31 Punkten aus 15 Partien und Platz vier hat sich der FC Zell/Bruck eine prima Ausgangslage im Kampf um den Aufstieg in die Kreisklasse geschaffen. Allerdings tut sich Schäffer derzeit schwer, ein klares Ziel zu formulieren: „Ich kann überhaupt nicht sagen, was sich beispielsweise bei den anderen Mannschaften in der Pause getan hat und wie diese aus den Startlöchern kommen.“ Nichtsdestotrotz möchte man sich im FC-Lager aber dennoch „weiterhin in den Regionen bewegen, in denen wir uns derzeit befinden“.

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