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DFB-Pokal

09.08.2019

Markus Mattes: „Es ist schon etwas Außergewöhnliches“

Möchte den Herthanern mit seinem Team das Leben so schwer wie möglich machen: Eichstätts Trainer Markus Mattes.
Bild: Roland Geier

Der Karlshulder Cheftrainer des VfB Eichstätt, Markus Mattes, freut sich auf das Duell mit dem Bundesligisten Hertha BSC Berlin am Sonntag im Audi-Sportpark. Was er der gegnerischen „Offensiv-Power“ entgegensetzen möchte und ob er an eine Überraschung glaubt

Beim Fußball-Regionallisten VfB Eichstätt fiebert man dem Erstrunden-Match im DFB-Pokal gegen Hertha BSC Berlin am Sonntag (15.30 Uhr) im Audi-Sportpark entgegen. Wir haben uns im Vorfeld mit dem Karlshulder VfB-Trainer Markus Mattes unterhalten.

Herr Mattes, wie groß ist bei Ihren Akteuren bereits die Anspannung vor diesem „Spiel des Jahres“?

Mattes: Wir waren am Dienstag im Toto-Pokal in Aiglsbach im Einsatz, was einen hohen Stellenwert für uns hatte (dieses wurde mit 1:2 verloren, Anm. d. Red,). Aber allgemein merkte man schon, dass die Vorfreude und Anspannung zugenommen haben. Da sind doch viele Medien-Termine auf uns eingeprasselt. Zweifelsohne wird es für alle Beteiligten eine außergewöhnliche Partie. Gerade für die Spieler ist es natürlich ein Highlight.

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Wie war die Stimmung während dieser Woche in Eichstätt? Hoffen die Leute, dass der VfB als deutscher Amateurmeister und Vizemeister der Regionalliga Bayern für eine weitere Sensation sorgt?

Mattes: Wir haben schon in der vergangenen Saison in der Stadt eine gewisse Euphorie entfacht. Nur ein Beispiel: Beim Auslaufen durch die Stadt blieben die Leute stehen und spendeten den Jungs Applaus. Das ist schon toll. Schade ist es natürlich, dass diese Begegnung in Ingolstadt stattfindet, weil wir in Eichstätt nicht spielen dürfen. Da wäre das gewisse Flair noch deutlich besser gewesen. Um am Ende für eine Sensation zu sorgen, brauchst du schon einen Tag, an dem alles funktioniert. Realistisch gesehen ist aber die Chance, die nächste Runde zu erreichen, sicher nicht sonderlich groß.

Ist auch bei Ihnen persönlich schon ein gewisses „Kribbeln“ vorhanden oder sehen Sie dem Aufeinandertreffen mit Hertha BSC Berlin relativ entspannt entgegen?

Mattes: Es ist schon etwas Außergewöhnliches beziehungsweise ein Erlebnis, das du auch deinen Kindern erzählst. Wenn du im Fernseher die Pokalspiele siehst, kommen die Erinnerungen hoch. Die Spannung und auch die Nervosität kommt natürlich peu à peu.

Bei Ihrem Kontrahenten aus der Bundesliga hat sich in der Sommerpause einiges getan. Neben dem neuen Cheftrainer Ante Covic wurde unter anderem mit Dodi Lukebakio ein 20-Millionen-Stürmer verpflichtet. Mit Salomon Kalou, Davie Selke oder Vedad Ibisevic ist die Hertha-Offensive ohnehin schon erstklassig besetzt. Wie wollen Sie in diesem Bereich dagegenhalten?

Mattes: Trainer Ante Covic wird neue Ansätze haben und frischen Wind reinbringen. Es herrscht bei Hertha natürlich eine neue Euphorie nach dem Einstieg eines finanzkräftigen Investors. Jetzt haben sie ganz andere finanzielle Möglichkeiten. Dass da geballte Power auf uns zukommen wird, ist uns bewusst. Wir haben uns natürlich Videos von den ganzen Vorbereitungsspielen der Hertha besorgt. Da sie jede Halbzeit das System gewechselt haben, ist es schwierig. Am Sonntag muss schon alles zusammenpassen, um eine Chance zu haben. Aber wir werden versuchen, das Bestmögliche entgegenzustellen.

Mit Markus Steinhöfer, Marcel Schelle, Michael Zant und Thomas Haas hat der VfB Eichstätt in der Sommerpause unter anderem vier Leistungsträger verloren. Trotzdem ist Ihr Team gut aus den Startlöchern gekommen. Wie ist es Ihnen gelungen, diese Abgänge zu kompensieren?

Mattes: Uns war klar, dass wir die Jungs, die uns verlassen haben, nicht Eins-zu-Eins ersetzen können. Ich denke aber, dass wir bei unseren Neuzugängen wieder ein gutes Händchen bewiesen haben. Das Grundgerüst der vergangenen Jahre steht ja nach wie vor – und das ist letztlich auch entscheidend.

Was ist an den Gerüchten dran, dass VfB-Torjäger Fabian Eberle Abwanderungsgedanken hegt? Angeblich sollen die Drittligisten TSV 1860 München und SpVgg Unterhaching interessiert sein...

Mattes: Unterhaching war kein Gerücht, da gab es tatsächlich eine Anfrage. Mit dieser hat sich Fabian auch beschäftigt. Es war am Ende eine 50:50-Entscheidung für ihn. Dass er sich letztlich für uns entschieden hat, darüber sind wir sehr glücklich. Schließlich ist Fabian ein extrem wichtiger Spieler für uns. Die Sache mit 1860 München war allerdings nur ein Gerücht.

Nochmals zurück zum DFB-Pokal: Mit welcher Zuschauer-Resonanz rechnen Sie am Sonntag im Audi-Sportpark?

Mattes: Wir hoffen natürlich, dass möglichst viele Leute kommen, da wir der Meinung sind, dass sich die Mannschaft aufgrund dessen, was sie in den vergangenen Jahren geleistet hat, dies verdient hätte. Schwierig ist sicherlich, dass der FC Ingolstadt bereits am Freitag gegen Nürnberg gespielt hat. Daher ist es auch eine finanzielle Frage, ob der eine oder andere Fan am Sonntag schon wieder ins Stadion geht.

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