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Handball

15.10.2020

Simon Klöck: „Verständnis von allen Seiten“

Wollen nach einer einjährigen Pause in der Saison 2021/2022 wieder voll durchstarten: Simon Klöck (links) und die Herrenmannschaft des TSV Neuburg.
Bild: Daniel Worsch

Plus Der TSV Neuburg hat vier von sechs gemeldeten Mannschaften aus dem Spielbetrieb zurückgezogen. Was die Verantwortlichen zu diesem Schritt bewogen hat, verrät der 2. Abteilungsleiter Simon Klöck.

Eigentlich hätten die Handballer des TSV Neuburg – so war es zumindest noch vor einigen Wochen geplant – mit sechs Mannschaften in die Saison 2020/2021 starten wollen. Doch nach intensiven Gesprächen und Diskussionen innerhalb der Abteilung entschied man sich, sowohl das Herren-Team als auch männliche A-Jugend, weibliche C-Jugend und F-Jugend aus dem Spielbetrieb zurückzuziehen. Mit der männlichen D-Jugend und E-Jugend (Minis) gehen somit nur noch zwei TSV-Mannschaften auf Tore- und Punktejagd. Wir haben uns mit dem 2. Abteilungsleiter Simon Klöck unterhalten.

Herr Klöck, was waren letztlich die Gründe für die Entscheidung, vier Mannschaften vorzeitig aus dem Punktspiel-Betrieb abzumelden?

Klöck: Nun, diese Probleme gehen ja doch schon etwas länger zurück. Durch die lange Corona-Pause ist sicherlich der eine oder andere Akteur abgesprungen beziehungsweise spielt auch das Berufliche natürlich eine große Rolle. Was das Herren-Team betrifft, sind wir letztlich zu der Erkenntnis gelangt, dass wir schlichtweg zu wenige Spieler sind, um eine komplette Punktrunde durchzuziehen. Was auch die Jugend-Teams betrifft: Wir haben vor einigen Wochen vom Bayerischen Handball-Verband ein sogenanntes Hygiene-Rahmenkonzept bekommen, in dem sehr viele Punkte und Vorgaben aufgeführt sind. Das Ganze ist in der Tat sehr kompliziert beziehungsweise schwer umzusetzen. Nachdem wir uns dann mit allen Trainern und Abteilungs-Verantwortlichen zusammengesetzt haben, sind wir zu dem Ergebnis gekommen, dass es unter diesen Voraussetzungen keinen Sinn machen würde, am Punktspielbetrieb teilzunehmen. Gleichzeitig waren wir uns aber einig, dass wir nach dieser einjährigen Pause möglichst wieder mit allen Teams an den Start gehen wollen.

Wie schwer ist Ihrer Abteilung die Entscheidung gefallen, vier Teams noch vor dem Punktspiel-Start zurückzuziehen?

Klöck: Natürlich ist es immer schön, wenn der TSV Neuburg möglichst in allen Altersklassen und Ligen entsprechend vertreten ist. Dass wir jetzt nur zwei Mannschaften ins Rennen schicken, macht mich in gewisser Weise schon ein bisschen traurig. Aber wie gesagt, durch die Pandemie ist eben eine ganz neue Situation für alle entstanden. Wir hoffen jetzt einfach, dass durch diese Pause beispielsweise im Herren-Bereich, in dem ich ja selbst als Co-Trainer tätig bin, der eine oder andere Akteur wieder richtig Lust bekommt und wir dann entsprechend durchstarten können.

Wenn man mit anderen Vereins-Verantwortlichen spricht, schwingt bei diesen – angesprochen auf eine längere Pause – immer eine gewisse Angst mit, dass sich „ihre“ Mitglieder und Sportler möglicherweise ein anderes Hobby suchen könnten und dann für den Klub verloren wären. Sehen Sie diese Gefahr auch?

Klöck: Das ist möglich, ja. Gerade bei den Kindern und Jugendlichen haben wir uns diese Gedanken auch gemacht, da gerade der Wettkampf-Betrieb die „Kids“ bei der Stange hält. Man muss daher sicherlich genau beobachten, wie sich das entwickelt. Bei den Herren ist es eigentlich fast schon das Gegenteil. Nachdem wir auf dem personellen Sektor zuletzt ohnehin ein Tief hatten, bin ich recht zuversichtlich, dass durch die Pause sogar eine neue Lust und Motivation entsteht.

Wie waren die Reaktionen von Spieler- und Eltern-Seite bezüglich der Rückzugs-Entscheidungen?

Klöck: Was ich bislang mitbekommen habe, gab es von allen Seiten großes Verständnis. Bei den Herren haben wir uns intern abgestimmt – und auch dafür gab es eine breite Mehrheit, den Spielbetrieb für ein Jahr ruhen zu lassen.

Liegt bei den vier Teams, die nicht am Punktspiel-Betrieb teilnehmen, auch das wöchentliche Training auf Eis oder findet es seine Fortsetzung?

Klöck: Das Training wird definitiv weiterhin angeboten, da wir – wie bereits betont – unsere Leute nicht verlieren wollen. Würden wir uns gar nicht mehr sehen, wäre das natürlich extrem kontraproduktiv. Gerade im Nachwuchs-Bereich wird es mit Sicherheit auch hin und wieder mal Freundschaftsspiele geben, um die Jugendlichen bei Laune zu halten.

Aktuelle Trainingszeiten der Handball-Abteilung des TSV Neuburg gibt es unter www.neuburg-handball.de

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