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11.11.2018

Sinning zittert sich zum Derbysieg

Voller Einsatz im Gemeindederby: Auch Sinnings Maximilian Jackel (links) und Ober-/Unterhausens Florian Gmeiner (rechts) gaben keinen Ball verloren.
Bild: Dirk Sing

Sommer-Truppe vergibt gegen den TSV Ober-/Unterhausen zahlreiche Chancen und wäre dafür beinahe bestraft worden. Am Ende steht aber doch ein 2:0-Erfolg

Als der souveräne Unparteiische Johannes Wagner (Austausch-Schiedsrichter aus der Gruppe Ingolstadt) das Gemeindederby zwischen dem TSV Ober-/Unterhausen und SV Sinning nach exakt 93 Minuten mit einem resoluten Pfiff beendet hatte, hätte die Stimmung in den jeweiligen Lagern kaum unterschiedlicher sein können. Während die Gäste ihren soeben hart errungenen 2:0-Erfolg mit Sprechchören „Derbysieger, Derbysieger“ feierten, sanken die Akteure der Hausherren reihenweise enttäuscht zu Boden.

Auch TSV-Trainer Thomas Mertel war sichtlich bedient. „Ich weiß überhaupt nicht, was ich zu einer solchen Partie sagen soll“, beginnt Mertel, um dann doch eine kurze Analyse folgen zu lassen: „Die Jungs haben wirklich alles gegeben. Wenn wir kurz vor Schluss bei unserer Riesenchance das 1:1 machen, ist der Käse gebissen. So aber hat sich das Team leider wieder nicht für seinen großen Aufwand belohnt. Das ist schon sehr bitter.“ Bei der von Mertel angesprochenen dicken Möglichkeit in der 88. Minute hatten in der Tat nur wenige Zentimeter gefehlt, um zumindest einen Zähler in diesem Derby einzufahren. Doch nach einem schönen Freistoßtrick sowie dem anschließenden Direktschuss von Luis Ball brachte SVS-Keeper Christoph Gastl mit einem starken Reflex gerade noch die Zehenspitzen dazwischen und verhinderte den Ausgleich.

Dass die Einheimischen zu diesem Zeitpunkt überhaupt noch auf eine Punkteteilung hoffen konnten, hatten sie freilich in erster Linie den Gästen beziehungsweise deren immensen Chancenwucher zu verdanken. „Wir hätten diese Begegnung eigentlich schon in der ersten Hälfte zu unseren Gunsten entscheiden müssen. Wenn es 4:1 steht, kann sich niemand beklagen“, meinte SVS-Spielertrainer Iwo Sommer. Doch nach der frühen Führung durch einen verwandelten Foulelfmeter von Florian Schinagl (7.) überboten sich die Gäste geradezu im Auslassen von erstklassigen Gelegenheiten. Ob Willi Keller (18./33.), oder vor allem Pius Dotzauer, der in der 45. Minute das Kunststück fertig brachte, das Spielgerät freistehend aus sieben Metern über die Querlatte zu jagen – ein weiterer Sinninger Treffer wollte einfach nicht fallen.

„Ich habe meinen Jungs in der Pause schon gesagt, dass so etwas oftmals bestraft wird. Und beinahe wäre es ja auch so gekommen“, meinte Sommer. Obwohl sein Team auch in Durchgang zwei weiterhin gute Chancen hatte, wurden die Gastgeber nun stärker und setzten sich phasenweise in der Sinninger Hälfte fest. Nachdem jedoch auch der Mertel-Truppe vorne die Durchschlagskraft fehlte und Gastl – wie erwähnt – großartig reagiert hatte, machte schließlich Keller in der Nachspielzeit endgültig den Deckel auf den Derbysieg drauf.

Ober-/Unterhausen: Drexler, Bärschdorf, Kämmerer, Böhm, Durner, Heinle, Schurig, Radoi, Lassak, Ball, Gmeiner (Spenninger, Sigl, Adoyi, Brendemühl)

Sinning: Chr. Gastl, Hütter, Reichherzer, Frank, Schinagl, Schimpl, St. Gastl, Hummel, Huber, Dotzauer, Keller (Rathke, Mergel, Jackel, Grauvogel, Sommer)

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