1. Startseite
  2. Lokales (Neuburg)
  3. Lokalsport
  4. Später Elfer lässt Schanzer weiter hoffen

14.04.2010

Später Elfer lässt Schanzer weiter hoffen

Ingolstadt In einem denkwürdigen Spiel setzte sich Drittligist FC Ingolstadt gestern Abend mit 4:3 gegen den 1. FC Heidenheim durch. Vor allem die Schlussphase hatte es in sich: Ingolstadt traf erst in der zweiten Minute der Nachspielzeit zum 4:3. "Wir haben den Sieg erzwungen und letztlich auch verdient", sagte Trainer Michael Wiesinger. Durch den gestrigen Erfolg bleibt der FCI auf Platz drei der Tabelle und wahrte seine Aufstiegschancen.

Gegen Heidenheim präsentierte sich Ingolstadt von Beginn an laufstark und offensiv. Die Gäste hielten sich anfangs nicht mit geordnetem Aufbauspiel auf, eroberte Bälle wurden kompromisslos nach vorne getreten. Ganz anders die Gastgeber. Vor allem Torjäger Moritz Hartmann sorgte ständig für Unruhe. Zunächst scheiterte er aus spitzem Winkel (11.), dann strich ein Schuss knapp über die Querlatte (12.). Keinen sicheren Eindruck machte Heidenheims Torwart Denis Baum, der einige Male reichlich desorientiert durch seinen Strafraum irrte. So auch, als Steffen Wohlfarth flankte und Hartmann den Ball mit dem Kopf über die Linie zum 1:0 drückte (27.).

Ingolstadt dominierte, verpasste es aber, nachzulegen. Vor allem Wohlfarth brachte FCI-Manager Harald Gärtner auf der Tribüne zum Toben, als er nach einem Fehlpass in der Heidenheimer Hintermannschaft allein vor Baum auftauchte, sich den Ball aber zu weit vorlegte (43.). Pech hatten die Gastgeber auch, als Wiesinger zunächst Andreas Buchner mit muskulären Problemen auswechseln musste (14.), ehe sich wenig später auch Andreas "Zecke" Neuendorf verletzt verabschiedetze (34.). "Den Ausfall zweier Kreativkräfte muss man erst einmal wegstecken", kommentierte Wiesinger die Wechsel. Seiner Mannschaft gelang dies nur phasenweise.

Die zweite Hälfte begann mit einem Doppelschlag. Zunächst brachte es "Chancentod" Wohlfarth fast fertig, eine hundertprozentige Gelegenheit zu vergeben. Seinen ersten Schuss aus etwa zwei Metern parierte Baum noch, erst im Nachsetzen bugsierte Wohlfarth den Ball doch noch zum 2:0 über die Linie (46.). Der direkte Gegenangriff brachte aber schon den Anschlusstreffer - und auch dieser fiel erst im Nachschuss. Andreas Spanns ersten Versuch wehrte Marco Sejna noch ab, der zweite landete im Netz (47.).

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Der Adrenalinschub dieser beiden Tore schien auch den bereits ausgewechselten Neuendorf aufgeputscht zu haben. Zumindest ärgerte er sich über eine gelbe Karte gegen Moise Bambara derart lautstark, dass ihm Schiedsrichter Manuel Kunzmann ebenfalls Gelb zeigte - auf der Bank sitzend wohlgemerkt (51.)! Es war Neuendorfs zehnte "Gelbe", weshalb er gegen Wuppertal gesperrt ist.

Damit aber nicht genug, denn Schiedsrichter Kunzmann verscherzte er sich kurz darauf endgültig mit dem Ingolstädter Anhang. Heidenheims Tim Göhlert stand zumindest abseitsverdächtig (um es vorsichtig zu formulieren), als er aus kurzer Distanz zum 2:2 traf (58.). Und das muntere Scheibenschießen der beiden besten Offensivabteilungen der Liga ging weiter. Ingolstadts Markus Karl flankte auf den mitgelaufenen Moise Bambara, der nach einem groben Stellungsfehler in der Heidenheimer Hintermannschaft plötzlich allein vor Baum auftauchte und zum 3:2 einschob (66.).

"Sonntagsschuss" von Feistle senkt sich zum 3:3 ins Tor

Heidenheim fiel auch in der Schlussphase nicht mehr viel ein, um die plötzlich bedenklich wackelnde Ingolstädter Hintermannschaft in Bedrängnis zu bringen. Erst als Ralf Keidel wegen eines eher zweifelhaften Fouls Gelb-Rot sah (84.), kam Heidenheim noch einmal auf. Ein Sonntagsschuss von Ingo Feistle senkte sich zum 3:3 ins FCI-Tor. Plötzlich herrschte ungläubiges Schweigen unter den 3500 Zuschauern - noch viel mehr, als Spann nur um Zentimeter den Siegtreffer für die Gäste verpasste (90.). Und als niemand mehr im Stadion noch an einen Sieg der Schanzer glaubte, hielt es Heidenheims Johannes Meier für eine gute Idee, den Ball im Strafraum mit der Hand abzuwehren - Strafstoß! Rückkehrer Steven Ruprecht traf cool zum 4:3-Sieg (90.+2).

FC Ingolstadt: Sejna - Keidel (84./Gelb-Rot), Pisot, Ruprecht, Fink - Metzelder - Buchner (14./Bambara), Neuendorf (34./Karl), Gerber - Hartmann (78./Braber), Wohlfarth. - Tore: 1:0 Hartmann (27.), 2:0 Wohlfarth (46.), 2:1 Spann (47.), 2:2 Göhlert (58.), 3:2 Bambara (66.), 3:3 Feistle (88.), 4:3 Ruprecht (90./Handelfmeter). - Zuschauer: 3508.

Themen Folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Lesen Sie dazu auch
Copy%20of%20FC_Ehekirchen_Panknin.tif
Bezirksliga Nord

Panknin: „Unser Ziel ist der Landesliga-Aufstieg“

ad__web-mobil-starterpaket-099@940x235.jpg

Webseite und App freischalten!

Die schnellsten Lokalnachrichten - live,aktuell und multimedial.
Alle Online-Inhalte auf allen Endgeräten zu jeder Zeit, mtl. kündbar.
Damit sind Sie daheim und im Büro immer auf dem Laufenden.

Zum Web & Mobil Starterpaket