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Kreisliga Ost

23.10.2020

TSV Burgheim: Die Trainer-Suche beginnt von vorne

Wird nun doch nicht wie geplant als Spielertrainer beim Kreisligisten TSV Burgheim einsteigen: VfR-Angreifer Niko Schröttle (links).
Bild: Daniel Worsch

Plus Das bereits verpflichtete neue Trainer-Duo Niko Schröttle und Christian Kühling hat dem TSV Burgheim abgesagt. Während für das Heckel-Team das Jahr 2020 beendet ist, wird in Untermaxfeld gespielt

Ende Februar 2020 war die Fußball-Welt des TSV Burgheim noch in Ordnung. In einer offiziellen Mitteilung gab der Kreisligist bekannt, dass ab der Saison 2020/2021 mit Niko Schröttle (VfR Neuburg) und Christian Kühling (SV Eggelstetten) ein neues hochkarätiges Spielertrainer-Duo den bisherigen Coach Mathias Heckel, der aus beruflichen und privaten Gründen kürzertreten wollte, ablösen wird.

Heute, rund acht Monate später, hat die Corona-Krise auch den TSV Burgheim gehörig durchgerüttelt. Die „alte“ Spielzeit 2019/2020 wurde mehrere Monate ausgesetzt und später im September fortgeführt – was gleichzeitig zur Folge hatte, dass die Saison 2020/2021 komplett gecancelt wurde. Zudem fiel das 100. Vereinsjubiläum, das von 17. bis 19. Juli hätte stattfinden sollen, der Corona-Pandemie zum Opfer. „Insgesamt betrachtet hat uns Corona in diesem Jahr schon ziemlich erwischt“, sagt TSV-Abteilungsleiter Matthias Karmann. Der ursprünglich für den Sommer 2020 vorgesehene Trainer-Wechsel wurde – auch nach Rücksprache mit Heckel – aufgrund der Wiederaufnahme der Punktrunde nach hinten verschoben und sollte nun eigentlich im Idealfall in der Winterpause stattfinden. Doch dieser Plan hat sich nun zerschlagen.

Unterschiedliche Ziele geben den Ausschlag

„Wir haben uns vor zwei, drei Wochen mit Niko und Christian zusammengesetzt. Dabei sind wir zu der Erkenntnis gekommen, dass unsere Ziele leider nicht mehr übereinstimmen“, berichtet Karmann. Die beiden neuen Übungsleiter seien einst mit der Zusage verpflichtet worden, dass ihnen ein Kader zur Verfügung stehe, mit dem sie in der Kreisliga ganz oben angreifen könnten. „Aufgrund der Corona-Situation hat sich das allerdings verändert. Nachdem wir die Entscheidung getroffen haben, künftig vermehrt auf den eigenen Nachwuchs zu setzen, konnten wir eben nicht mehr garantieren, tatsächlich ein Team beisammen zu haben, dass um den Aufstieg mitspielt“, so Karmann weiter.

Doch genau das sei für Schröttle einer der Hauptgründe gewesen, seinerzeit dem TSV Burgheim seine Zusage zu geben. „Ich habe immer gesagt, dass wenn ich in meinem Alter (25 Jahre, Anm. d. Red.) als Spielertrainer einsteige, auch gleich etwas reißen möchte“, erklärt der Angreifer des Landesligisten VfR Neuburg, der gerade seinen Trainerschein macht. Darüber hinaus gäbe es mittlerweile auch einen weiteren Grund. „Ich habe im Sommer die U17-Jugend des TSV Rain übernommen, was mir einfach einen riesengroßen Spaß bereitet. Diese Aufgabe möchte ich jetzt nicht so einfach aufgeben“, berichtet Schröttle, der sich durchaus vorstellen kann, „früher oder später“ zu seinem Heimatverein auch als Spieler zurückzukehren, auch wenn er sich darüber „momentan noch keine Gedanken“ gemacht habe.

Fabian Fetsch könnte die interne Lösung sein

Eine Entscheidung, wie es nach der Winterpause in Sachen Trainer beim TSV Burgheim weitergeht, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht gefallen. „Nachdem wir jedoch davon ausgehen, dass Matze Heckel wie angekündigt dann nicht mehr als Coach zur Verfügung stehen wird, müssen wir uns entscheiden, ob wir eine interne Übergangslösung bis zur neuen Saison oder gleich eine langfristige Lösung suchen“, meint Karmann. Sollte die Wahl auf Ersteres fallen, wäre Stürmer Fabian Fetsch laut dem TSV-Spartenchef „sicherlich eine ernsthafte Option“.

Fest steht hingegen, dass der TSV Burgheim im Jahr 2020 kein Punkt- und Ligapokal-Spiel mehr bestreiten wird. „In unseren Augen ist es aufgrund der permanent steigenden Fallzahlen schlichtweg nicht mehr verantwortbar, im Wettkampf-Modus gegen andere Teams zu spielen – zumal sich in absehbarer Zeit diesbezüglich auch nichts zum Positiven wenden wird“, erklärt Karmann. Diese Entscheidung gelte sowohl für die erste als auch zweite Herrenmannschaft, deren Partien am Wochenende gegen den BC Aichach (darauf hatten sich die beiden Klubs bereits vor der neuen BFV-Regelung geeinigt) und FC Rennertshofen II bereits abgesagt wurden.

Anders sieht es dagegen bei der TSG Untermaxfeld aus. Bei beiden internen Spieler-Umfragen kam heraus, dass die TSG-Akteure mehrheitlich ran wollen. Da auch der Gegner aus Mühlried spielen möchte, steht – Stand jetzt – dem Match am Sonntag (15 Uhr) nichts im Weg.

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