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Kommunales

28.11.2018

Deiningen saniert sein Abwassernetz

Die Gemeinde erwartet eine hohe Förderung. Betroffen ist nahezu der gesamte Ort. In einem ersten Abschnitt wird der Kanal im Bereich der Ortsdurchfahrt erneuert

Die Gemeinde Deiningen rüstet sich für eine Generalsanierung ihres gesamten Abwassernetzes in den nächsten Jahren. Nach einem Konzept des Ingenieurbüros Eckmeier und Geyer aus Nördlingen kommen dafür auf die Kommune Kosten in Höhe von rund 1,8 Millionen Euro brutto zu. Weil derzeit der Staat derartige Vorhaben großzügig mit 80 bis 90 Prozent fördert, würden sich diese hohen Kosten relativieren, sagte Friedrich Eckmeier in der Gemeinderatssitzung am Montagabend. Er habe sich bei der Erstellung des Konzeptes auf die dringlichen Schäden im Kanalsystem konzentriert.

Die Sanierung soll in fünf Abschnitte aufgeteilt werden, über die der Gemeinderat zu gegebener Zeit noch entscheiden muss. Betroffen ist nahezu der gesamte Ort. Die Gemeinderäte stimmten dem Konzept ohne große Diskussion einmütig zu. Gegenüber den Rieser Nachrichten sagte Deiningens Bürgermeister Wilhelm Rehklau, er könne sich vorstellen, die Planungen innerhalb der nächsten fünf Jahre sukzessive umzusetzen. Die zu erwartenden hohen staatlichen Zuschüsse kämen der Gemeinde freilich sehr entgegen. Ein erster Schritt zur Sanierung des Kanalsystems werde bereits mit dem vor Kurzem begonnenen Ausbau der Ortsdurchfahrt im Zuge der Staatsstraße 2213 unternommen (wir berichteten). Als Nächstes folge nach derzeitigem Stand der Ortsbereich der Kreisstraße DON 7 Richtung Grosselfingen, die Rehklau zufolge in den Jahren 2020/21 vom Landkreis saniert werden soll.

Gut eine Dreiviertelstunde diskutierte der Gemeinderat intensiv, aber durchaus konstruktiv über die Gestaltung von zwei neuen Buswartehäuschen in der Hauptstraße. Bernhard Leitner vom Büro Moser und Ziegelbauer brachte zwei unterschiedliche Entwürfe in mehreren Variationen mit: einen konservativeren mit Satteldächern und Holzkonstruktionen sowie einen „modernen“ mit viel Glas, einem Pultdach und einer markanten Stele. Letztlich fand die moderne Variante eine deutliche Mehrheit. Nur zwei Gemeinderatsmitglieder konnten sich damit nicht anfreunden.

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Mit Blick auf den Haushalt des kommenden Jahres stellte Rehklau in der Sitzung die geplanten Investitionen vor. Mit konkreten Zahlen hielt sich der Bürgermeister noch zurück. Es handle sich lediglich um „Hausnummern“. Konkrete Festlegungen könnten erst während der Etatberatungen gemacht werden. Ausgaben fielen unter anderem für den Grundstückserwerb im Allgemeinen, das Wohngebiet Nord, die Sanierung der Ortsdurchfahrt für Gehwege samt Begleitflächen sowie für Beleuchtung und Kanalisation an.

Blühflächen entlang der Bahnlinie nach Wemding

Geld gibt die Kommune zudem für den Abbruch von Gebäuden im Ort aus. Gleichzeitig setzt Deiningen weiterhin auf die Innenentwicklung, wie Willi Rehklau sagte. „Wir sind in dieser Hinsicht bereits auf einem guten Weg.“ Erst kürzlich sei erfreulicherweise an der Hauptstraße ein neues Wohnhaus entstanden.

Einen Beitrag zur Natur leistet Deiningen entlang der ehemaligen Bahnlinie nach Wemding. In Zusammenarbeit mit dem Landschaftspflegeverband sollen dort Blühflächen angesät werden, um einen Beitrag zur Biodiversität zu leisten. Diese Idee stieß auf Zustimmung bei den Gemeinderäten.

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