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Strahlung

12.10.2018

Funkmast für Hainsfarth weiter umstritten

Während in Hainsfarth noch diskutiert wird, ist der Funkmast in Megesheim aufgestellt worden. Laut Gemeinde geht er im Frühjahr 2019 in Betrieb.

Nach einer Infoveranstaltung über die gesundheitlichen Risiken des Gittermastes wird der Gemeinderat kritisiert. Sollte sich das Gremium gegen den Masten entscheiden, ist das Projekt für die Telekom nicht gestorben.

Geht es nach der Telekom, muss das Daten-Netz in Hainsfarth besser werden. Deshalb will das Mobilfunkunternehmen unbedingt einen Masten errichten. Rund 30 Meter soll er hoch sein und um es mit den Worten von Gemeinderat Matthias Fritzsche zu sagen: „ganz schrecklich“ aussehen. In Megesheim wurde vor Kurzem solch ein Gittermast errichtet, im Frühjahr soll er nach Auskunft der Gemeinde in Betrieb gehen. Ähnlich soll auch der Gittermast in Hainsfarth aussehen.

In einer Infoveranstaltung vor rund drei Wochen sollten die Bürger eigentlich über die Strahlenbelastung aufgeklärt werden. Wie in der jüngsten Gemeinderatssitzung allerdings aufgezeigt wird, sagte der Gutachter nur so viel, wie er auch gefragt wurde. Deshalb soll es laut Zweitem Bürgermeister Klaus Engelhardt Kritik am Gemeinderat gegeben haben, dass die gesundheitlichen Fragen nicht in den Vordergrund gestellt wurden. Für das Gremium geht es nun um das weitere Vorgehen. Soll man der Telekom seitens der Gemeinde endgültig eine Absage erteilen, steht der Verdacht im Raum, dass sich der Mobilfunkanbieter über ein Privatgrundstück einen Standort mitten im Dorf beschafft. Karl Reuter sagt deshalb: „Wir dürfen das nicht aus der Hand geben, jetzt können wir bestimmen, was mit dem Mast passiert.“ Diverse Räte sind sich einig, dass man sich technisch besser auf die digitale Zukunft vorbereiten müsse, um auf der Höhe der Zeit zu sein. Dazu gehöre nun mal auch ein Mobilfunkmast. „Jeder will das Netz, aber keiner will den Mast“, sagt Johannes Meyer.

Im Gremium gibt es aber auch andere Meinungen. Björn Großhauser will gar nicht, dass die Telekom im Ort einen Mast baut. Über die Firma Enexio gebe es bereits eine gute Internetversorgung über Breitband. Der Standort-Vorschlag des Gemeinderats ist nach wie vor das Grundstück am Pumpenhäuschen. Allerdings soll die Telekom diesen ablehnen. Ob die Gemeinde nun der Telekom ein weiteres Angebot macht oder das Vorhaben ihrerseits platzen lässt, wird am Mittwoch nicht beschlossen und auf die nächste Sitzung vertagt.

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Das hat der Gemeinderat beschlossen

In der Sitzung hat es neben der Diskussion über den Mast noch Beschlüsse gegeben. So stimmt das Gremium einmütig gegen eine Beteiligung am Almarin, lobt aber das „ehrenhafte“ Engagement.

Einstimmig wird auch die Zone 30 am Kindergarten beschlossen. Die Geschwindigkeitsbegrenzung soll vor der großen Baumaßnahme in Oettingen kommen, wenn Hainsfarth für längere Zeit Umleitungsstrecke wird. Das Thema ist Engelhardt zufolge durch die Sperrung der Staatsstraße 2213 brisant geworden, man sei vor allem im Bereich des Kindergartens vom Verkehr „überrollt worden“. Die Gemeinde sei von Eltern angesprochen worden, ob sie eigenverantwortlich etwas machen könne. Das sei erst nach der aktuellen Umleitung möglich.

Das Gremium hat darüber hinaus dem Antrag der Freiwilligen Feuerwehr Steinhart auf eine neue Feuerwehrpumpe zugestimmt. Die Kostenschätzung liege bei rund 15000 Euro, informiert Engelhardt das Gremium. Man warte aktuell auf Zahlen der Verwaltungsgemeinschaft, eventuell gebe es Zuschüsse. Die Neuanschaffung wurde einstimmig beschlossen.

Mit zwei Gegenstimmen wurde die Sanierung des Gehwegs am Burschel für 3517 Euro befürwortet.

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