Keine konkreten Ergebnisse hat ein Gespräch von Landrat Stefan Rößle mit der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG) im Zusammenhang mit der Reaktivierung der Hesselbergbahn zwischen Nördlingen und Gunzenhausen gebracht.
Der Landrat sagte im Gespräch mit unserer Redaktion, dass eine mögliche Wiederinbetriebnahme der Strecke eher langfristig zu betrachten sei. Eine erste Voraussetzung dafür wäre mit den vom Verkehrsverbund Großraum Nürnberg (VGN) prognostizierten 1000 Personenkilometern erfüllt. Eine ganze Reihe weiterer Schritte müsste folgen.
Rößle kündigte ein Treffen zwischen der BEG und der Bayern-Bahn an, in dem es um die notwendigen Investitionen für die Wiederaufnahme des Schienenverkehrs gehen soll. Bekanntlich ist die Bayern-Bahn Eigentümerin des Streckenabschnitts und hat Interesse an einem Betrieb der Hesselbergbahn bekundet, wenn die Rahmenbedingungen stimmten.
Hesselbergbahn: Aktueller Stand Ende 2020
Der Bahnexperte der Kreis-Grünen, Albrecht Röttger, hat unterdessen in einer Pressemitteilung erklärt, dass im Falle einer Wiederaufnahme des Zugbetriebes die Schüler aus Hainsfarth weiterhin mit dem Bus zu den Schulen in Oettingen befördert würden. Dies habe ihm der VGN erklärt. „Unter dieser Voraussetzung hat der VGN seine Fahrgastprognose errechnet“, so Röttger.
Bestehende Buslinien blieben jedoch erhalten, wenn deutliche Verlängerungen der Gesamtreisezeiten auftreten würden oder Schülerinnen und Schüler auf kurzen Strecken zweimal umsteigen müssten.
Dem Landkreis Donau-Ries legt Röttger nahe, die VGN-Fahrgastprognose für die Hesselbergbahn detailliert zu veröffentlichen. „Dies würde den Diskussionen um die Bahnanbindung im Nordries guttun.“
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