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Verkehr

27.01.2020

Verbindungsstraße Löpsingen-Wallerstein Thema in Bürgerversammlung

Rund 60 Zuhörer kamen zur Bürgerversammlung in die Wallersteiner Mehrzweckhalle.
Foto: Bernd Schied

Plus Bei der Bürgerversammlung in Wallerstein wurde die schlechte Verbindungsstraße zwischen Löpsingen und Wallerstein thematisiert. Warum diese nicht saniert wird.

Der Wunsch vieler Autofahrer, die schlechte Verbindungsstraße zwischen Wallerstein und Löpsingen endlich einmal vollständig zu sanieren, wird auf absehbare Zeit wohl weiterhin unerfüllt bleiben. Bei der Bürgerversammlung in Wallerstein zeigte Rathauschef Joseph Mayer auf eine entsprechende Frage eines Bürgers wenig Interesse an dem Thema. Mayer verwies auf das 1,2 Kilometer lange und noch nicht ausgebaute Teilstück der Trasse auf Nördlinger Flur, worauf die Gemeinde Wallerstein keinen Einfluss habe. Die Zuständigkeit hierfür liege bei der Stadt Nördlingen. Nur für den Abschnitt vom Unternehmen Ohnhäuser bis zur Biogasanlage sei die Gemeinde Wallerstein verantwortlich.

Zwar gebe es fertige Pläne für den Ausbau, die man nur aus der Schublade zu ziehen brauche, sagte Mayer weiter. Allerdings fehlten der Kommune die finanziellen Mittel, um das Wallersteiner Teilstück der Straße auszubauen. Ohnehin gebe es derzeit dringlichere Vorhaben, so der Bürgermeister. In Löpsingen hält sich die Begeisterung für einen Ausbau der Trasse dem Vernehmen nach in Grenzen. Insbesondere Bewohner der Siedlung befürchten nach einer Sanierung ein noch höheres Verkehrsaufkommen und damit mehr Lärm. Dies ist auch einer der Hintergründe, warum die Nördlinger Stadtverwaltung keine Initiative ergreift.

Besucher fordert Sitzkissen für die Mehrzweckhalle

Ein weiteres Anliegen eines Besuchers klang im ersten Moment banal, betrifft jedoch mitunter Hunderte von Gästen und Besuchern der Mehrzweckhalle bei Feiern oder Veranstaltungen. „Warum gibt es immer noch keine Sitzkissen für die unbequemen Stühle?“, fragte der Mann. Joseph Mayer verwies auf den nicht vorhandenen Platz, wo die Kissen gelagert werden könnten. Eine neue Bestuhlung mit mehr Sitzkomfort komme allenfalls in Frage, wenn die Halle eines Tages saniert werde. Zeitnah werde die Gemeinde sich um ein Urnengrabfeld am Wallersteiner Friedhof kümmern, kündigte der Bürgermeister an. Aufgrund der sich verändernden Bestattungskultur in den Städten und Gemeinden sei dies ohnehin erforderlich. Mayer geht davon aus, dass sich in diesem Zusammenhang im Laufe des Jahres etwas tun werde.

Zum Thema Breitbandausbau wiederholte Mayer seine Aussage vom jüngsten Neujahrsempfang (wir berichteten), wonach derzeit ein „Masterplan“ für die gesamte Kommune erstellt werde. Dieser enthalte – neben einer Analyse des Ist-Zustandes – Hinweise für die weiteren Ausbaumöglichkeiten samt der zu erwartenden Kosten.

Noch keine neuen Informationen gebe es hinsichtlich einer möglichen Fahrradunterführung am Kreisverkehr zwischen Ehringen und Baldingen. „Das Thema ist aber nicht vom Tisch“, ließ der Bürgermeister wissen. Vom Staatlichen Bauamt Augsburg gebe es ihm gegenüber die Aussage, eine Unterführung eventuell im Zuge der Erneuerung des Fahrbahnbelages der Nördlinger Nord-Ost-Umgehung im Sommer dieses Jahres vom Kreisel bis zur Nürnberger Straße zu bauen.

Zuvor war Mayer auf die Eckdaten des Haushaltes für 2020 eingegangen und erwähnte dabei die anstehenden hohen Ausgaben, die nicht zuletzt durch die anstehenden Kanalbaumaßnahmen anfielen. Nach derzeitigem Stand werde die Kommune wieder einen Kredit benötigen.

Von dem Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzept (ISEK) erhoffe er sich, im Innerortsbereich Möglichkeiten für die Schaffung von neuem Wohnraum zu finden. Sehr hoch sei die Nachfrage im neuen Baugebiet hinter der Mehrzweckhalle, sodass sich die Kommune bald wieder die Frage nach zusätzlichen Bauplätzen für Wallerstein stellen müsse. Gleiches gelte für den Ortsteil Ehringen.

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