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Wahlkampf

25.11.2019

Was tun mit dem Döderlein-Gelände?

Noch ist es ein großer Parkplatz: das Döderlein-Gelände. Geplant ist, dass an dieser Stelle Wohnungen und Gewerbeflächen entstehen. Die OB-Kandidaten haben eigene Ideen zur Zukunft dieses Areals.
Bild: Martina Bachmann

Plus Die OB-Kandidaten nehmen in den nächsten Wochen zu den unterschiedlichsten Themen Stellung. Dieses Mal geht es um ein Areal vor den Toren der Stadt.

Vielleicht hat der erste Kandidat schon an Ihrer Haustüre geklingelt. Oder Sie haben einen anderen bei einem Besuch in Ihrem Stadtteil getroffen? In weniger als vier Monaten werden die Nördlinger einen neuen Oberbürgermeister wählen. Bislang sind – in alphabetischer Reihenfolge – Wolfgang Goschenhofer (Grüne), Steffen Höhn (CSU), Rita Ortler (SPD) und David Wittner (PWG) als Kandidaten nominiert. Wir wollen in einer losen Serie von den vier Bewerbern erfahren, wie sie zu den unterschiedlichsten Themen in der Stadt stehen – zum Beispiel zur Frage, wie es mit dem Döderlein-Gelände weitergehen soll.

Goschenhofer: Nicht einem Investor überlassen

Wolfgang Goschenhofer verweist auf das Nördlinger Modell, das er bereits vor eineinhalb Jahren im Stadtrat vorgeschlagen habe. Demnach soll ein Drittel des Geländes für den sozialen Wohnungsbau, ein weiteres für den freien Markt und ein Drittel für Wohnungen mit einer Mietpreisbremse vorgesehen werden. Für den Grünen-Kandidat ist es „unerklärlich“, warum seit eineinhalb Jahren bei diesem Thema nichts passiert. Und er geht noch einen Schritt weiter: Warum das Gelände einem Investor überlassen, warum es nicht selbst entwickeln? „Andere Städte machen das auch.“ Der Kandidat schlägt vor, die Wohnungsgesellschaft der Stadt mit dieser Aufgabe zu betrauen. Raum für ein Parkhaus und ein Feuerwehrhaus gebe es auf der gegenüberliegenden Seite, an den Bahngleisen.

Höhn: Mittelstand braucht Wohnraum

Die Stadt dürfe die Grundstücke gar nicht unter Wert verkaufen, sagt dagegen Steffen Höhn. Sie könne lediglich im Bereich von Sozialwohnungen aktiv werden, nicht jedoch als Konkurrenz zu privaten Investoren. Und zudem gebe es ja auch noch die Baugenossenschaft, deren Aufgabe der Wohnungsbau sei. Bedarf an Wohnraum in Nördlingen hätten Menschen aus der Mittelschicht, die sich die hochpreisigen Wohnungen nicht leisten können, aber auch keinen Anspruch auf Transferleistungen hätten. Deshalb, so fordert der CSU-Kandidat, müsse man erst einmal die Erweiterung des Wemdinger Viertels angehen, Platz für Reihen-, Doppel- und Einfamilienhäuser schaffen. Das Döderlein-Gelände sei als Parkplatz noch „unverzichtbar“ – und ein möglicher Standort für ein Feuerwehrhaus.

Was tun mit dem Döderlein-Gelände?

Ortler: Tiefgarage bauen

Rita Ortler verweist darauf, dass der Boden auf dem Döderlein-Gelände verunreinigt ist. Den müsse man in den nächsten ein bis zwei Jahren sowieso austauschen. Und in diesem Zuge, so schlägt die SPD-Kandidatin vor, könnte man doch auch gleich eine öffentliche Tiefgarage auf dem Areal bauen: „Wir brauchen eine Planung, ob das überhaupt eine Möglichkeit wäre.“ Aus Ortlers Sicht könnte man zwei Dinge in einem Aufwasch erledigen, die Garage könnte auch zweistöckig in die Tiefe gehen. Man brauche keine weiteren Dienstleister auf dem Gelände, man brauche Wohnraum – der an dieser Stelle stadtnah gebaut werden könne. Und man brauche auch günstigere Wohnungen. Und wenn die Stadt dann draufzahlt? „Das tun wir doch woanders auch“, meint Ortler.

Wittner: Als Parkfläche unersetzlich

Das Döderlein-Gelände sei als Parkfläche derzeit unersetzlich, meint David Wittner. In den vergangenen Jahren habe man in Nördlingen nach dem Motto „innen vor außen“ gehandelt, es gebe Ärzte, Apotheken und Behörden in der Altstadt. Viele Leute kämen aus den Stadtteilen oder von außerhalb nach Nördlingen, sie parkten auf dem Döderlein-Gelände. Erst, wenn es Alternativen gebe – auch in Sachen Mobilität – könne man über eine Entwicklung der Fläche nachdenken. Doch dieser Zeitpunkt liege in der Ferne – vielleicht gebe es dann dringendere Probleme als weitere Wohnungen. Der PWG-Kandidat verweist auf die zahlreichen Wohnbauprojekte, die derzeit entwickelt werden – Egerviertel, Stabilusgelände, Strenesse- und Triumphareal. Zudem gebe es Brachflächen, auf denen man nachverdichten könne.

Was möchten Sie von den OB-Kandidaten wissen? Schreiben Sie uns eine E-Mail an redaktion@rieser- nachrichten.de oder rufen Sie uns an, Telefon 09081/83256.

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25.11.2019

Meines Erachtens wäre die beste Nutzung der Döderlein-Geländes als Standort für die Feuerwehr. Zusätzlich könnte ein großes Parkhaus gebaut werden. Es biete sich durch die Nähe zur Altstadt an und das Parkplatzproblem von Nördlingen wäre gelöst. Die Parkplatzsuche und die Staus in der Altstadt würden entfallen. Die Emmisionswerte würden sinken und Nördlingen wäre als Einkaufsstadt attraktiver.

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