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Landkreis Donau-Ries

01.09.2020

Wo finden im Donau-Ries-Kreis Marktsonntage statt?

Der Herbstmarkt in Nördlingen findet dieses Jahr mit Corona-Auflagen statt.
Bild: Richard Lechner

Plus Marktsonntage sollen Einzelhändlern und Fieranten helfen. Nicht in jeder Stadt im Landkreis Donau-Ries ist die Umsetzung in diesem Jahr möglich.

Viele innerstädtische Unternehmen, insbesondere aus den Leitbranchen Textil und Bekleidung, Schuhe und Buchhandel, haben sich nach wie vor nicht vom Lockdown aufgrund der Corona-Krise erholt. „Die Innenstädte drohen dauerhaft auszubluten“, schreibt Staatsminister für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie Hubert Aiwanger in einer Presseerklärung. Deshalb sollen sie vor allem durch Marktsonntage wieder belebt werden, da sie „entspanntes und räumlich entzerrtes Einkaufen“ ermöglichen und zugleich den Einzelhändlern und Fieranten nach der Corona-Krise helfen können. Seit dem 14. Juli sind Märkte ohne Volksfestcharakter – also etwa Kunsthandwerker- oder Flohmärkte – wieder zugelassen. Wie sieht es dabei mit den Herbstmärkten in unserem Landkreis aus?

Marktsonntage in Nördlingen und Wemding

In der Nördlinger Innenstadt wird es den traditionellen Herbst-, sowie den Kunst- und Kreativmarkt geben. Daniel Wizinger vom Ordnungsamt der Stadt Nördlingen sieht die Marktsonntage ebenfalls als wichtigen Bestandteil für die Einzelhändler und Fieranten. „Besonders für die Kunsthandwerker, die sonst gerade keine Einnahmen machen, ist der Markt bedeutend“, sagt Wizinger. Am 26. und 27. September findet der Kunst- und Kreativmarkt, betrieben von der Bildhauerei Wendt, in Nördlingen statt. Auch der Herbstmarkt am Sonntag, 18. Oktober, sei für die Einzelhändler ein positives Signal. „Marktsonntage verleiten die Menschen dazu, wieder lokal einzukaufen, und nicht alles im Internet zu bestellen“, so Wizinger. Das ausgearbeitete Hygienekonzept zur Durchführung sieht eine Maskenpflicht an den Ständen vor. Außerdem sollen die Verkaufsstände in einem Abstand von mindestens 1,5 Metern aufgestellt werden.

Die Stadt Wemding geht ähnlich vor. Diesen Sonntag, 6. September, (9 bis 17 Uhr) findet das „Markterwachen in Wemding“ statt. Sonntagsmärkte seien fester Bestandteil im Jahreskalender der Stadt, so Bürgermeister Martin Drexler, „Es wird ein anderer Markt werden wie gewohnt – kleiner, familiärer, mit dem nötigen Abstand und Hygienemaßnahmen.“ Beim Handwerkermarkt stehen neben dem Handwerk auch die Einzelhändler im Mittelpunkt. Das Motto: „Vor Ort statt online einkaufen“, um den Händlern während der Corona-Krise zu helfen. Auch die Stadt Wemding hat ein notwendiges Hygienekonzept ausgearbeitet. Die Marktstände können nur im Einbahnstraßensystem besucht werden. Ebenso ist eine Mund-Nasen-Bedeckung im abgeschlossenen Marktbereich für die Besucher erforderlich. Der Eingang zum Gelände befindet sich auf der Südseite des Marktplatzes (vor Buchhandlung Appl & Rösch).

Stadt Donauwörth hat alle Märkte abgesagt

Diese zwei Städte sind jedoch eine Ausnahme. Die Stadt Donauwörth hat bereits alle Märkte inklusive des Weihnachtsmarkts abgesagt. Aufgrund des Verbotes von Großveranstaltungen nach Aussage der Bayerischen Staatsregierung sowie die Vorschriften der 6. Infektionsschutzordnung, die Veranstaltungen zahlenmäßig beschränkt, und auch das Tragen einer Maske, Abstandseinhaltungen und die Nachvollziehbarkeit von Besuchern vorschreibt, sei ein Markt in Donauwörth nicht möglich, so Ordnungsamtsleiter Konrad Nagl. Mit Geschäften und Gastronomen, die durch den Wegfall der Sonderöffnungszeiten betroffen sind, sei die Stadt in Kontakt. Bereits im Voraus sei mit Fieranten, Kunsthandwerkern und ehrenamtlichen Helfern gesprochen worden. Der Tenor der Händler auf die Absage: „Lieber eine Absage als ein Zuwarten, um Planungssicherheit zu haben“, so Nagl in einer Pressemitteilung der Stadt Donauwörth.

Auch der Schärtlesmarkt in der Stadt Monheim muss dieses Jahr wahrscheinlich ausfallen. Marion Rebele vom Stadt-Aktiv-Managment betont ebenfalls, dass die Vorgabe Märkte ohne Volksfestcharakter abzuhalten, auch in Monheim derzeit nicht möglich sei. Da der Markt nur durch die Stadttore zugänglich sei, könne dort die Abstandsregelung nicht eingehalten werden. In den nächsten Wochen soll endgültig über die Absage entschieden werden.

Corona-Abstandsregeln machen Herbstmarkt in Wallerstein nicht möglich

In Wallerstein wird es dieses Jahr ebenfalls keinen Herbstmarkt geben. Auch dort sei das Einhalten der Corona-Abstandsregeln schlichtweg nicht möglich, teilt Erster Bürgermeister Joseph Mayer in einer Pressemitteilung mit. Da der Herbstmarkt geprägt von einer hohen Besucherzahl sei, müssten sich die Menschen zwischen den Fieranten und den gastronomischen, wie auch anderen Angeboten durchschlängeln, was in der jetzigen Zeit nicht vertretbar sei, so Mayer.

Gleiches gilt für den Herbstmarkt in Rain. Die Abstandseinhaltungen und die Nachvollziehbarkeit der Besucher sei dort ebenfalls nicht möglich, weshalb für eine Absage entschieden wurde. Über eine mögliche Absage des Martinimarktes am zweiten Sonntag im November wird noch diskutiert, teilt die Stadt Rain mit.

Herbstmarkt in Oettingen noch nicht geklärt

Noch nicht entschieden über ein Stattfinden des Herbstmarktes wurde in der Stadt Oettingen. Es soll zunächst die nächste Maßnahmenverordnung abgewartet werden, so Manfred Thorwarth aus der Oettinger Hauptverwaltung.

Geselliges Bummeln, Stöbern an den bunten Ständen oder alte Bekannte auf dem Herbstmarkt treffen, all das fällt dieses Jahr somit in vielen Städten des Landkreises flach. Trotz Aiwangers Aufruf an die bayerischen Bürgermeister, verkaufsoffene Sonntage abzuhalten, können viele Orte – wie Donauwörth, Monheim, Wallerstein und auch Rain – eine solche Veranstaltung unter Corona-Auflagen einfach nicht verantworten.

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