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Basketball

27.04.2018

Bamberg einmal mehr zu stark

Gar nicht so leicht sich zu behaupten, wenn die Gegenspielerinnen so groß sind. Lena Graf (im weißen Trikot) schaffte es trotzdem.
Bild: Jochen Aumann

Bayerische Vizemeisterschaft trotzdem ein schöner Erfolg für die U14-Mädchen des TSV Nördlingen. In der nächsten Runde gibt es die Möglichkeit zur Revanche

Mit der Ausrichtung der bayerischen Meisterschaft hatte die Saison der U14-Mädchen des TSV Nördlingen ihren bisherigen Höhepunkt erreicht. Ausrichten und mitspielen war den jungen Damen aber zu wenig. „Wir wollen mindestens den zweiten Platz erkämpfen“, so die einstimmige Meinung der Mannschaft vor dem Turnier.

Im ersten Spiel taten sich die Gastgeberinnen dann aber erstaunlich schwer gegen die Mädchen vom TV Schwabach. Beiden Mannschaften war die Nervosität anzumerken, ein richtiger Spielfluss wollte nicht aufkommen, und so entwickelte sich eine nervenaufreibende Partie, in der sich kein Team absetzen konnte. Nach einem 32:30 zur Halbzeit konnten die Hausherrinnen den Abstand vor dem letzten Viertel auf 48:38 ausbauen. Dann wurde das Spiel noch einmal richtig schnell. Beide Mannschaften glänzten mit schönen Spielzügen und erfolgreichen Abschlüssen. Der Vorsprung der Nördlinger Mädchen wuchs weiter an. Am Ende stand ein 70:54 auf der Anzeigetafel, und die Anspannung wich der Freude über einen gelungenen Auftakt.

Spiel zwei war für die Nördlingerinnen bereits ein kleines Finale. Mit einem Sieg gegen das favorisierte Team aus der Landeshauptstadt München konnte man bereits das Ticket zur überregionalen Meisterschaft sichern. Trotz der großen Bedeutung des Spiels starteten beide Mannschaften hoch konzentriert, mit viel Einsatz und guter Intensität. Bis zur Halbzeitpause entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit einigen Führungswechseln. München punktete mit schwierigen Würfen, während den Nördlinger Mädchen immer wieder einfache Fastbreak-Punkte gelangen. Mit einer knappen 32:30-Führung gingen die Gastgeber in die Halbzeitbesprechung. Danach zeigten die TSV-Mädchen ihre besten zehn Minuten des Wochenendes. Während im Angriff ein ums andere Mal einfache Punkte erzielt wurden, stand die Verteidigung sicher. Der Spielabschnitt ging deutlich (20:8) an die Hausherrinnen, die Entscheidung schien nahe. Im letzten Viertel hatten die Münchnerinnen ihre Schwächephase überwunden und versuchten das Spiel nochmals zu drehen. Die Partie war zwar nun wieder ausgeglichen, der Vorsprung hatte aber bis zum Schluss Bestand. Am Ende siegte die TSV Mannschaft deutlich (70:51) und hatte das erste Teilziel erreicht.

Erst im dritten Viertel setzt sich der Favorit entscheidend ab

Das Finale um die bayerische Meisterschaft wurde am zweiten Turniertag ausgetragen. Sowohl die Bamberger, als auch die Nördlinger Mädchen hatten das Ticket für die kommende Runde bereits gelöst, es ging aber noch um den Meistertitel. Nach den hohen Niederlagen in den Vergleichen der vergangenen Jahre starteten die Rieserinnen als klarer Außenseiter in die Partie, aber lange Zeit sah es so aus, als ob man den Favoriten ärgern könnte. Bamberg spielte gewohnt routiniert und physisch und brachte das TSV-Team damit immer wieder in Verlegenheit. Dennoch sahen die Zuschauer über weite Strecken ein Spiel auf Augenhöhe. Stand zur Halbzeitpause noch ein respektables 33:38 auf dem Bogen, setzten sich die Mädchen aus Oberfranken im dritten Viertel dann aber entscheidend ab. Mitte des letzten Viertels war klar, dass Bamberg dieses Spiel nicht mehr herschenken würde. Mit 78:60 sicherten sich die Oberfranken verdient den Sieg und die Meisterschaft.

Im Nördlinger Lager war man zwar enttäuscht, aber nicht unzufrieden über den Verlauf des Wochenendes. Die Nördlinger Trainer Martin Graf und Pat Bär waren sich nach dem Spiel einig: „Offensiv haben wir uns gesteigert und gut gespielt, speziell in den 1-1-Situationen. In der Verteidigung sind uns allerdings zu viele Fehler unterlaufen. Die Bamberger Mädchen haben das kompromisslos bestraft.“ Unterm Strich steht die bayerische Vizemeisterschaft und die Chance, Bamberg in der kommenden Runde erneut herauszufordern. (pab)

Die Partien im Überblick: TSV Nördlingen – DJK Brose Bamberg 60:78, TV Schwabach – FV Jahn München 48:69, DJK Brose Bamberg – TV Schwabach 69:43, TSV Nördlingen – FV Jahn München 70:51, DJK Brose Bamberg – FV Jahn München 60:51, TSV Nördlingen – TV Schwabach 70:54

TSV U14 Gerstmeier (9/5/7), Graf (13/6/13), Kleim (17/21/9), König, Kurz (4/11/7), Meyr H. (2/12/6), Meyr L., Michel (20/10/18), Sachnovski (2/-/-), Stoll (3/5/-), Thum

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