Fußball-Bayernliga Süd

31.10.2018

Derby im Zeichen der Personalnot

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Daniel Dewein (grünes Trikot) erzielte beim Nördlinger 2:2-Unentschieden in Sonthofen sein erstes Saisontor. Sein Gegenspieler in dieser Szene, Gregor Mürkl, traf für die Allgäuer.

Beim TSV Nördlingen würde das derzeitige „Lazarett“ eine vollzählige Mannschaft abgeben. Kontrahent Rain hat einen Ex-TSV-ler als neuen Trainer verpflichtet

Am Feiertag Allerheiligen findet im Gerd-Müller-Stadion in Nördlingen das Bayernliga-Derby zwischen dem TSV Nördlingen und dem TSV Rain statt. Spielbeginn ist um 14 Uhr. Die Gäste belegen mit 25 Punkten den siebten Platz, die seit drei Spielen ungeschlagenen Rieser haben zwei Punkte weniger auf ihrem Konto. Das Hinspiel endete 2:2.

Ein paar Tage, nachdem Karl Schreitmüller das Cheftraineramt bei der ersten Mannschaft des TSV Rain aufgegeben hatte, stand sein Nachfolger fest: Daniel Schneider, bis dahin Co-Trainer und ehemaliger Regionalliga-Spieler in Rain, übernahm den Job. Es gab viele gute Gründe, die beim TSV Rain für diese Entscheidung sprachen. Der neue Trainer braucht keine Eingewöhnungszeit, da er jeden einzelnen Spieler des 24 Mann starken Kaders mit allen Stärken und Schwächen gut kennt. Gerade von diesem Fakt verspricht man sich einiges.

Unter dem Eggelstettener Schneider, der auch schon beim TSV Nördlingen als Spieler in der damaligen Landesliga Süd aktiv war, haben die Rainer noch nicht verloren: Gegen den FC Ismaning gab es einen 2:0-Heimsieg, danach folgten drei 1:1-Spiele gegen den TSV Dachau, den TSV 1860 München II und zuletzt gegen die DJK Vilzing. Die torgefährlichsten Akteure bei den Gästen sind Marko Cosic (7 Tore), Maximilan Käser (5) und Julian Brandt (4). Nicht nur Rains Trainer Daniel Schneider ist ein Ex-Nördlinger, beim letzten Spiel gegen Vilzing standen mit Johannes Rothgang, Michael Knötzinger und Marco Luburic drei Ex-Nördlinger in der Startelf und Julian Brandt wurde eingewechselt. Erstmals in dieser Saison fehlte Torwart Kevin Maschke; für ihn stand Christoph Hartmann zwischen den Pfosten.

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Beim TSV Nördlingen herrschte zuletzt Personalnot: Auf dem Spielberichtsbogen der Ersten in Sonthofen standen neben der Startelf nur Tobias Stelzle, Max Knöpfle und Trainer Schröter selbst. Nicht anders war es beim Spiel der U23 in Gersthofen. Trainer Schröter zu diesem Thema: „Personell arbeitet mein Herren-Trainerteam leider aktuell noch immer mit einem limitierten Kader. Alleine die verletzten, kranken und abwesenden Spieler würden eine vollzählige Mannschaft abgeben.“ Nach dem letzten Wochenende gesellten sich noch Torwart Sabahudin Cama (Risswunde), Leon Dammer (Virusinfekt) und Adrian Stimpfle (Knieentzündung) auf die Liste der nicht einsetzbaren Spieler. Hinter den Einsätzen von Michael Meir (Krankheit) und vor allem Jonas Halbmeyer (Knieprobleme) stehen noch große Fragezeichen.

TSV-Cheftrainer Schröter meint zur Vorrunde: „Mit 22 erreichten Punkten aus den Hinspielen kann man sicherlich insgesamt als Aufsteiger zufrieden sein. Es bedeutet jedoch nicht, dass wir uns darauf ausruhen dürfen.“ Eine gute Möglichkeit, die Weiterentwicklung des Teams zu demonstrieren, biete das Derby gegen den TSV Rain. „Uns erwartet eine ambitionierte Elf mit einem starken Kader, die den Erwartungen aus der Ferne betrachtet jedoch etwas hinterherhinkt. Mein Team stellt sich auf einen heißen Fight mit einer klaren Spielstruktur ein“, so Trainer Schröter.

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