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Special Olympics Winterspiele

27.03.2020

Ein letztes Großevent

Das Bild zeigt in der hinteren Reihe von links: Gerhard Enzelberger, Alex Schön, Markus Protte, Bernd Hauptmann, Martin Buck, Werner Wiedemann, Etienne Wiedemann. Vorne: Franziska Stolch, Bettina Groß, Janna Neumeier.
Bild: SG-Handicap

Nördlinger Athleten gewinnen mehrere Medaillen

Als wohl eine der letzten Sportgroßveranstaltungen im Frühjahr sind Anfang März in Berchtesgaden und Umgebung die Nationalen Special Olympics Winterspiele für Menschen mit geistiger Behinderung ausgetragen worden. In acht Sportarten maßen sich 900 Athletinnen und Athleten aus 13 Bundesländern sowie vier ausländische Delegationen aus Finnland, Luxemburg, Österreich und der Schweiz. Der Integrative Sportverein SG-Handicap Nördlingen nahm mit einer Gruppe von zehn Sportlerinnen und Sportlern und vier Coaches und Betreuern teil. Da die Gesundheit der Athleten an erster Stelle steht, war Special Olympics Deutschland in stetem Kontakt mit den Behörden, die in der ersten Märzwoche noch keine Gefahr bei der Durchführung der Spiele sahen.

Auf der Höhenloipe Scharitzkehl wurden die Schneeschuh- und Langlaufwettbewerbe ausgetragen, in denen die SG-Handicap-Sportler an den Start gingen. Bernd Hauptmann aus Nördlingen sicherte sich zwei Goldmedaillen über die 25 und die 50 Meter. Im 100-Meter-Lauf gewann Schneeschuh-Neuling Janna Neumeier aus Alerheim in Lauf 01 die Silbermedaille. In Lauf 05 kam Bettina Groß aus Nördlingen als Achte ins Ziel. Eine weitere Medaille gab es in Lauf 06 für die Möttingerin Franziska Stolch: Sie wurde Dritte. Bei den Herren gab es gleich drei Läufer, die erstmals bei den Schneeschuhwettbewerben an den Start gingen. Alexander Schön aus Lierheim schaffte es in Lauf 14 als Sechster ins Ziel. In Lauf 17 lieferten sich Etienne Wiedemann (Nördlingen) und Martin Buck (Heroldingen) ein starkes Rennen, welches durch das Zielfoto zugunsten von Etienne entschied. Leider wurden beide nachträglich wegen Zeitunterschreitung disqualifiziert. Janna Neumeier sicherte sich im 200-Meter-Lauf 04 ihre zweite Medaille, sie wurde Dritte. Ihre Teamkolleginnen Bettina und Franziska wurden in den Läufen 05 und 06 jeweils Fünfte. In Lauf 17 sorgte Alexander Schön für eine große Überraschung: Er gewann nach einem starken Finish die Goldmedaille. Wieder Pech hatte leider Martin Buck. Er war in Lauf 22 als erster im Ziel, war jedoch erneut viel zu schnell und wurde wegen Zeitunterschreitung disqualifiziert. Auch im Staffelrennen traten die Nördlinger an. Die 4x100-Meter-Staffel mit der Besetzung Janna Neumeier, Martin Buck, Etienne Wiedemann und Alex Schön schaffte es als sechstes Team ins Ziel.

Markus Protte, Werner Wiedemann und Gerhard Enzelberger gingen im Skilanglauf an den Start. Über die 1000 Meter gewann Protte Bronze, Wiedemann wurde nachträglich wegen Zeitunterschreitung disqualifiziert. Im 500-Meter-Lauf erreichte Wiedemann den fünften Platz; Protte verlor durch einen Sturz seinen Medaillenplatz und kam als Achter ins Ziel. Der älteste Teilnehmer über die 2500 Meter, Gerhard Enzelberger aus Oettingen, lief im zweitschnellsten Lauf die beste Zeit, wurde aber leider nicht für seinen Sieg belohnt, da auch er nachträglich wegen Zeitunterschreitung disqualifiziert wurde.

Aus Gründen der Fairness kommt es bei Special-Olympics-Wettbewerben immer wieder zu Disqualifizierungen wegen Zeitunterschreitungen. In welchen Läufen die Sportler starten, wird durch Zeiten in Klassifizierungsläufen und Trainings ermittelt. Mangels Schnee kann es schwierig werden, im Training einen Durchschnitt zu erhalten, der die Leistung widerspiegelt. Da sie auf gut präparierten Strecken schneller waren, hat es in Berchtesgaden die SG-Handicap-Sportler gleich fünf Mal erwischt. Dennoch können die Athleten auf ihre großartigen Leistungen, die tollen Platzierungen und die sieben Medaillen durchaus sehr stolz sein. (vle)

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