Newsticker

Söder warnt vor einer Lockerung der Corona-Regeln über Silvester

Drohnenrennen

14.11.2018

Fliegen auf der Achterbahn

Justin Meier mit seinem Renncopter im Stadion der chinesischen Metropole Shenzhen.

Der zwölfjährige Justin Meier aus Niederhofen war einer der deutschen Starter bei der ersten Weltmeisterschaft im FPV Racing im chinesischen Shenzhen. Wie er abschnitt.

In Shenzhen bei Hongkong fanden die ersten offiziellen Weltmeisterschaften im FPV Racing (Drohnenrennen mit Videobrillen) statt. An dem von der Fédération Aéronautique Internationale (FAI) durchgeführten Wettkampf nahmen 128 Starter aus 34 Ländern teil, darunter auch aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Im Feld waren 13 Frauen und 44 Junioren, darunter der erst zwölfjährige Justin Meier aus dem Oettinger Stadtteil Niederhofen.

Jedes Land durfte bei dem Wettbewerb bis zu fünf Teilnehmer ins Rennen schicken, geflogen wurde in den Kategorien „Straight Line“ – einer Art Drag Racing – und im Parcours. In den unterschiedlichen Klassen winkten bis zu 24000 US-Dollar Preisgeld. Während der erste Tag hauptsächlich organisatorischen Dingen wie der technischen Abnahme der selbst konstruierten Drohnen gehörte, fanden an den Folgetagen eine beeindruckende Eröffnungszeremonie, Qualifikationsläufe und das Finale statt.

Der Kurs wurde gegenüber der Generalprobe im Mai nochmals vollkommen umgestellt und glich mit den Traversen aus Kunststoffrohren einer Achterbahn mit 650 Metern Länge pro Runde, die die Schnellsten mit rund 100 km/h im Durchschnitt durchflogen. Die kleinen Quadcopter erreichen Höchstgeschwindigkeiten von bis 150 km/h. Die Anlage konnte sowohl tagsüber als auch in der Dunkelheit genutzt werden, denn rund sieben Kilometer LED-Leuchtband erzeugten ein fantastisches Lichtbild. Entsprechend begannen die Rennen täglich gegen neun Uhr und endeten teilweise erst um 23 Uhr.

Justin Meier flog nach Angaben der deutschen Delegation hervorragende Rennen und hätte sich noch weiter vorne platziert, wenn nicht ein Crash mit einem anderen Modell alle Träume zerstört hätte. Trotzdem kann er sich bei diesem hochklassigen Feld über Platz 28 in der Gesamtwertung und Platz 14 unter 44 Junioren freuen; er war damit der beste deutsche Vertreter.

Justin Meier ist auch Mitglied des „Team Nö“, einer Gruppe der Nördlinger Modellflieger, die schon mehrmals in den vergangenen Jahren mit großem technischem Aufwand FPV-Rennveranstaltungen auf dem Nördlinger Flugplatz organisiert hat. Auch im Mai dieses Jahres fand ein Event mit 140 Piloten aus ganz Europa statt. (RN)

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren