Motorsport

10.10.2018

Schlotter bleibt die Nummer 1

Das häufigste Bild dieser Zweiradsaison: Hans Schlotter mit der Nummer 1 vor seinem Dauerrivalen Hans-Peter Loda aus Neuhausen im Enzkreis.
Bild: Manfred Duckhorn

Der Motorrad-Pilot aus Oettingen gewinnt auch in diesem Jahr die BMW Boxer Trophy. Wie der knapp 69-Jährige gegen die biologische Uhr ankämpft

Eine alte Motorsport-Weisheit lautet: Je älter man wird, desto schneller ist man früher gewesen. Der Oettinger Hans Schlotter ist einer der wenigen der Branche, der sich erfolgreich gegen die tickende biologische Uhr wehrt – er wird jedes Jahr schneller.

Mit knapp 69 Jahren hat Hans Schlotter gerade zum achten Mal hintereinander die BMW Boxer Trophy, also die Rennserie für Klassik-Motorräder gewonnen. Schlotter konnte sich dabei den Luxus erlauben, zwei der acht Renntermine zu „schwänzen“, weil er sich in den übrigen Läufen in Top-Form präsentierte. Von den zwölf Läufen in Franciacorta (Italien), Hockenheim, Schleiz, Walldürn, Oschersleben (alle Deutschland) und Most (Tschechien) gewann der Oettinger zehn, zweimal wurde er Zweiter. Summasummarum bedeutete das 290 Punkte und den klaren Gewinn der Trophy vor seinem Dauerrivalen Hans-Peter Loda aus Neuhausen/Enzkreis (231 Punkte). Ende Oktober wird er dafür bei der Jahresabschlussveranstaltung in Worm ausgezeichnet.

Nach den Gründen für seinen auch im fortgeschrittenen Alter anhaltenden Erfolg befragt, gibt sich Schlotter wie immer bescheiden. Seine BMW R 100 sei technisch ausgereizt und werde mittlerweile von der Konkurrenz in vielen Details kopiert. Außerdem: „Kein Alkohol, regelmäßig Radfahren und Walken.“

Voraussichtlich wird Hans Schlotter die Rennserie wohl auch 2019 mitfahren, also in dem Jahr, in dem er zum Saisonende sein 70. Lebensjahr vollenden wird. Er gibt freilich zu bedenken, dass es immer schwerer werde, Sponsoren im Motorsport zu finden, um den enormen Aufwand zu finanzieren. So lange der Senior der Rennserie allerdings einer ist, der die biologische Uhr zum Stillstand gebracht zu haben scheint, ist ein Rücktritt vom Rennsport eher unwahrscheinlich. Schlotter wiegelt denn auch ab: „Meine Frau hat auch gesagt, wir machen schon weiter ...“

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