Bayerische Meisterschaft

29.01.2015

Trainingsfleiß wird belohnt

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Nördlinger Medaillengewinnerinnen bei den bayerischen Meisterschaften über die „Langen Strecken“: Lea Zihsler (oben) und Carmen Luff.

Klasseleistungen der SVN-Schwimmer über die „Langen Strecken“

Samstagmorgen sechs Uhr, es ist kalt und dunkel, Nördlingen schläft noch, doch am Hallenbad brennt Licht. Nördlingens Schwimmelite macht sich zu den bayerischen Meisterschaften der „Langen Strecken“ nach Würzburg auf. 400 Meter Lagen, 800 Meter Freistil und 1500 Meter Freistil stehen auf dem Wettkampfprogramm.

Robin Schiele, Ella Rath, Carmen Luff, Annett Becker und Lea Zihsler stellten sich nach trainingsintensiven Wochen mit bis zu 42 Trainingskilometern pro Woche den besten Langstreckenschwimmern aus Bayern. Beim ersten größeren Saisonhöhepunkt ging es um neue persönliche Rekorde, Medaillenränge und die Qualifikation zu den süddeutschen bzw. deutschen Meisterschaften über die langen Strecken.

Für Ella Rath bestand das Programm aus 800 m Freistil und 400 m Lagen. Nachdem sie krankheitsbedingt die komplette Vorbereitungszeit zu Saisonbeginn verpasst hatte, merkte man ihr gerade auf den langen Strecken dieses Trainingsloch noch immer deutlich an. Nachdem sie sich in der Woche zuvor beim heimischen Wilhelm-Christ Schwimmen auf den kurzen Strecken bereits wieder in Richtung ihrer persönlichen Bestleistungen orientieren konnte, ging es diesmal auch bei den langen Strecken einen Schritt vorwärts in die richtige Richtung. Sie beendete ihre Rennen mit zufriedenstellenden Zeiten und guten Platzierungen im vorderen Mittelfeld.

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Annett Becker beendete ihr 800-m-Freistil-Rennen mit einer Zeit von 9:37,72 min. und belegte damit einen sehr guten dritten Platz. Die Tatsache, dass die Zweitplatzierte lediglich 0,09 Sekunden und die bayerische Meisterin nur 1,25 Sekunden vor ihr lagen, legte einen leichten Schatten über diese Bronzemedaille. Die 400 m Lagen absolvierte sie in einer persönlichen Langbahnbestzeit (5:22,25 min.) und belegte damit den undankbaren vierten Platz – wiederum hauchdünn hinter der Drittplatzierten.

Die Langstreckenspezialistin Carmen Luff startete über 800 m sowie die 1500 m Freistil. Über die kürzere Distanz schlug sie in neuer Langbahnbestleistung an (9:56,84 min.) und sicherte sich damit einen überraschenden dritten Rang. Dadurch motiviert, legte sie bei den 1500 m ein ordentliches Tempo vor und wendete bei der 800-m-Marke nur knapp hinter ihrer Endzeit des Vormittags (10:00,8 min). Dieses Tempo konnte sie weiter halten, sodass sie ihre bisherige Bestzeit um 20 Sekunden unterbot. Belohnt wurde sie dafür mit einer weiteren Bronzemedaille.

Nördlingens zweite Langstreckenspezialistin Lea Zihsler stellte sich der bärenstarken Konkurrenz ebenfalls über 800 und 1500 m Freistil. In neuer Bestleistung schlug sie über 800 m Freistil an (9:14,44 min.) und landete mit dieser Zeit auf einem hervorragenden zweiten Platz. Auch über 1500 m Freistil konnte sie eine neue Bestleistung aufstellen: Die Stoppuhr beendete ihren Lauf bei 17:26,84 min., was eine Durchschnittszeit von unter 1:10 min. pro 100 m bedeutete. Lohn war in der Endauswertung ein dritter Platz hinter zwei Würzburger Schwimmerinnen, die auf dieser Strecke zur europäischen und deutschen Spitze zählen, während sich Lea Zihsler eher im Freiwasser über fünf und zehn Kilometer wohlfühlt.

Robin Schiele ging als einziger männlicher Starter aus dem Ries an den Start. Während die letzten Monate für ihn sehr gut liefen, erwischte er diesmal einen „gebrauchten“ Tag. Über 400 m Lagen schlug er auf dem vierten Rang an, während er sich über 800 m Freistil bronzenes Edelmetall erkämpfte. „Mit der Zeit war ich nicht zufrieden, außerdem war die Silbermedaille nur 1,2 Sekunden entfernt. Ich weiß, dass noch mehr geht – dafür muss ich mich im Training einfach wieder mehr konzentrieren“, so Robin nach seinem Freistilstart.

Im Endergebnis gab der 1. Schwimmverein ein klares Statement gegenüber den vielen „Großmächten“ aus München, Erlangen/Nürnberg, Würzburg usw. ab, dass mit dem Nördlinger Schwimmteam auch weiterhin zu rechnen ist.

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