Jugendfußball

25.06.2019

Unglückliches Aus im Halbfinale

Das 1:0 für den TSV Nördlingen im Halbfinale gegen den FC Gundelfingen durch Maximilian Beck (leicht verdeckt). Tim Seitz (Nummer 10) hatte vorbereitet.
Bild: Fabian Schmidt

Nördlinger B-Junioren scheitern im Strafstoßschießen am späteren Hagebo-Cup-Sieger FC Gundelfingen. Dass den TSV-Buben der dritte Platz kampflos zufällt, wirft die Frage nach dem Sinn des Austragungsmodus auf

Den erwarteten Verlauf nahm das Endturnier um den Hagebo-Cup, ein Wettbewerb für Fußball-B-Junioren. Sieger wurde der FC Gundelfingen, der im Finale die (SG) SV Wörnitzstein-Berg mit 4:0 besiegte. Zu diesem Wettbewerb waren ursprünglich 34 Mannschaften des Fußball-Kreises Donau gemeldet.

Das erste Halbfinale zwischen den beiden Bezirksoberligisten FC Gundelfingen und TSV Nördlingen war das vorweggenommene Endspiel. Die Rieser waren in der ersten Halbzeit spielbestimmend. Die erste Möglichkeit durch Jonas Ried, der mit Tempo über außen davonzog und Tim Seitz bediente. Dessen Schuss flog knapp über die Latte (8. Min.). In der 14. Minute steckte Oliver Wagner auf Maximilian Beck durch, der alleine auf den Keeper zulief. Der Schiedsrichter pfiff jedoch Abseits, obwohl gleich zwei Akteure des FCG auf gleicher Höhe waren. Die verdiente TSV-Führung fiel nach einer sehenswerten Kombination. Wieder war es der schnelle Ried, dessen Pass von außen zu Seitz kam. Doch dieses Mal legte Seitz mit der Hacke auf den zweiten Pfosten ab zu Maximilian Beck. Der TSV-Stürmer ließ dem FCG-Keeper keine Chance und traf zur verdienten 1:0-Führung (32.). Nach der Pause erhöhten die Gundelfinger den Druck und erzielten den Ausgleich (54.). In einer Kontersituation holte ein Gundelfinger Leister von den Füßen und verbaute dem Nördlinger somit die große Chance zur Entscheidung; er wäre alleine durch gewesen. Der Schiedsrichter ahndete diese Aktion nur mit einer gelben Karte. In einer turbulenten Schlussphase traf Gundelfingen nach Freistoß nur das Lattenkreuz. In der letzten Situation des Spiels kam Nördlingen nach Eckball ebenso zur Riesenchance. Nach Ecke von Luis Schüler konnte Luca Trautwein den Ball unbedrängt am zweiten Pfosten nicht verwerten.

So kam es zum Elfmeterschießen. Der erste TSV-Schütze Beck traf nur Aluminium und der Ball flog vom Innenpfosten wieder weg. Die weiteren TSV-Schützen Leister, Seitz und Schüler verwandelten sicher. Doch auch Gundelfingens Elfmeterschützen verwandelten alle sicher und damit zog der BOL-Tabellenzweite mit ins Finale ein - Endstand 6:4. Im zweiten Halbfinale schlug die (SG) SV Wörnitzstein-Berg die (SG) SV Mindelzell mit 3:0.

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Im Spiel um Platz drei trat Mindelzell nicht mehr an und somit wurde das Spiel mit 2:0 für den TSV Nördlingen gewertet. Man sollte den ausrichtenden Bayerischen Fußball-Verband mal mit der Frage konfrontieren, ob dieser Turniermodus so noch Sinn macht. Es ist das dritte Mal in den letzten vier Jahren, dass eine Mannschaft nicht mehr antritt oder gar nicht erst beim Endturnier erscheint. Vergangenes Jahr war der VfR Jettingen nicht erschienen und im Jahr davor die TSG Thannhausen. Im Finale schlug der FC Gundelfingen die (SG) SV Wörnitzstein-Berg mit 4:0.

Die Chance auf eine Revanche gegen Gundelfingen bietet sich für die Rieser bereits am kommenden Sonntag am letzten Spieltag der Bezirksoberliga. Mit einem Derbysieg können die U17-Jungs auswärts die Meisterfrage Gundelfingen/Rain entscheidend beeinflussen. Aktuell liegt der TSV Rain einen Punkt vor den Gärtnerstädtern.

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