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Der Gaza-Konflikt eskaliert zu einem für Israel äußerst sensiblen Zeitpunkt

Kommentar Von Rudi Wais
14.05.2021

Die Lage im Nahen Osten ist nach jüngsten Ausschreitungen im Gazastreifen erneut eskaliert. Eine friedliche Lösung ist im Moment praktisch unmöglich.

Viel Zeit ließ Ariel Scharon seinen Landsleuten nicht. Innerhalb von 48 Stunden mussten die 9000 Israelis, die bis dahin in Gaza gelebt hatten, im August 2005 ihre Häuser räumen, keine vier Wochen später verließ auch der letzte israelische Soldat den Küstenstreifen am Mittelmeer. Nach quälend langen Auseinandersetzungen mit den Palästinensern hatte der damalige Ministerpräsident Scharon, ein strammer Konservativer, sich zu einem in Israel äußerst umstrittenen Schritt entschlossen: Er wollte Land gegen Frieden tauschen, ein Gaza ohne Israelis gegen eine Nachbarschaft ohne Raketenangriffe. Bekommen allerdings hat Israel das Gegenteil.

Israel bleibt nichts anderes übrig, als mit militärischer Härte zu reagieren

Eine friedliche Lösung dieses Konfliktes ist im Moment praktisch unmöglich, weil es auf palästinensischer Seite niemanden gibt, der für solche Gespräche Prokura hätte. Mit einer Terrorbande wie der islamistischen Hamas, die seit Anfang der Woche fast 2000 Raketen auf Israel abgefeuert hat, kann die Regierung von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu nicht verhandeln. Mit der gemäßigteren Fatah im Westjordanland macht es keinen Sinn, weil sie nur noch eine Minderheit der Palästinenser repräsentiert und überdies von einer korrupten Funktionärsclique angeführt wird. Damit bleibt den Israelis gar nichts anderes übrig, als auf den fortgesetzten Terror mit militärischer Härte zu reagieren. Wenn sie die Hamas jetzt nicht stoppen, stehen deren Kämpfer bald auch in der Westbank und irgendwann mitten in Tel Aviv und Jerusalem.

 

Die Ruhe der vergangenen Jahre war jedenfalls trügerisch. Offenbar hat die Hamas sie genutzt, um ihre Arsenale mit iranischer Hilfe stärker zu füllen als je zuvor. Viel bedrohlicher als die jüngsten Angriffe aus Gaza allerdings sind für die einzige Demokratie des Nahen Ostens die ebenfalls von Teheran aus gesteuerten Hisbollah-Milizen im Libanon, die über ein Vielfaches der Feuerkraft der Hamas verfügen und deren Raketen nicht nur 70 Kilometer weit fliegen, sondern nahezu jeden Ort in Israel erreichen können. Die neue Offensive gegen die Hamas ist daher auch ein Signal an die Hisbollah: Wer Israel angreift, darf nicht mit Milde rechnen.

In Krisen hält Israel seit jeher besonders fest zusammen

Trotzdem eskaliert die Lage zu einem für Israel äußerst sensiblen Zeitpunkt - und vermutlich hatte die Hamas das auch genau so im Sinn. Anstatt ihre neue Freiheit nach dem erfolgreichen Kampf gegen Corona zu genießen, flüchten die Israelis sich jetzt zu Hunderttausenden in Bunker und Schutzräume. Netanjahus Regierung ist nur noch geschäftsführend im Amt, bis eine neue vereidigt ist, während gleichzeitig der von Israel begonnene Friedensprozess mit einer Reihe muslimischer Staaten fast zwangsläufig ins Stocken gerät. Im arabisch-muslimischen Lager hat die Hamas zwar nicht mehr viele Freunde, wenn es gemeinsam gegen Israel geht, finden sich aber noch immer Unterstützer genug, die ihr nach dem Mund reden. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan etwa hat Israel in einer selten kruden Verkennung von Ursache und Wirkung gerade erst als „Terrorstaat“ bezeichnet.

Am Ende jedoch könnte die Hamas die Rechnung ohne den berühmten Wirt gemacht haben. Sollte sie geglaubt haben, Israel in einer politisch instabilen Lage besonders hart treffen zu können, so hat sie nun das Gegenteil erreicht. In Krisen hält das Land seit jeher besonders fest zusammen – und plötzlich ist eine Regierung der nationalen Einheit, zu der angesichts der Animositäten in den einzelnen Parteien kein Weg mehr zu führen schien, wieder eine realistische Alternative. Das hieße: Israel würde durch die Raketen der Hamas nicht geschwächt, sondern gestärkt. Und die Mullahs in Teheran hätten viel investiert, aber nichts gewonnen.

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16.05.2021

Wie gut, dass es eine Bundeszentrale für politische Bildung gibt:

https://www.bpb.de/politik/extremismus/antisemitismus/307771/islamischer-antisemitismus

>> Der islamische Antisemitismus speist sich aus zwei Quellen, die sich deutlich voneinander unterscheiden: dem islamischen Antijudaismus des 7. und 8. Jahrhunderts sowie dem europäischen Antisemitismus, der erst im 19. Jahrhundert entstand.

Erst im 19. Jahrhundert wurden Muslime mit dem europäischen Hass auf Juden konfrontiert: Priester und Diplomaten brachten die ,Ritualmord‘-Legende des christlichen Mittelalters in den Orient. So machte 1840 die ,Damaskus-Affäre‘ international Schlagzeilen. Mönche und der französische Konsul beschuldigten Juden, einen Ordensbruder und dessen Begleiter ermordet zu haben, da sie deren Blut für ein bevorstehendes Pessachfest benötigten. Die antijüdischen Diffamierungen, Hetzkampagnen und Ausschreitungen, die nun folgten, wiederholten sich in den folgenden Jahrzehnten im gesamten Osmanischen Reich, jeweils angestachelt durch christliche Minderheiten im Orient. <<

Das ändert aber nichts daran, dass der aktuelle arabischen Antisemitismus in der arabischen Welt eine ganz einfache Grundlage hat:

> fehlende Religionsfreiheit
> fehlende Meinungsfreiheit
> deutliche Demokratiedefizite
> geringes Bildung (welche Mädchenschule sprengen wir heute?)
> fehlende Gleichberechtigung der Geschlechter

Dieser faschistische Grundansatz ist auch die Grundlage wirtschaftlicher Minderentwicklung die wir in der gesamten Region sehen. Natürlich ist Nazi-Deutschland ein Teil der Geschichte des Staates Israel; aber die aktuell versuchte Legendenbildung des linken Spektrums zeigt nur dessen eigene Defizite.

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16.05.2021

". . . dem islamischen Antijudaismus des 7. und 8. Jahrhunderts sowie dem europäischen Antisemitismus, der erst im 19. Jahrhundert entstand."

Da mussten sie aber einmal mehr tief in die Mottenkiste greifen, um die Legendenbildung der rechten Szene vom Antisemitismus der allein terroristischen Palästinenser zu rechtfertigen.

"Hetzkampagnen und Ausschreitungen, die nun folgten, wiederholten sich in den folgenden Jahrzehnten im gesamten Osmanischen Reich, jeweils angestachelt durch christliche Minderheiten im Orient"

Für die Hinweise auf die fatale Rolle des Christentums bei der Entstehung des Antisemitismus bin ich ihnen dankbar.

Für das Verständnis der aktuellen Auseinandersetzungen ist der Blick auf die aktuelle Gefährdung durch den wieder aufflammenden gewaltbereiten Rechtsextremismus, die nicht einmal 100 Jahre zurückliegenden Entwicklungen in Deutschland und Europa sowie die damit verbundenen Auswirkungen der "Umvolkung" der Paläsitinenser deutlich hilfreicher und aktueller.

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16.05.2021

Hat eigentlich unsere rechten, z. T. AfD-nahen Mitdiskutanten und -innen hier schon mal bedacht, dass gerade wir Deutschen mit einseitigen Schuldzuweisungen an die Palästinenser äußerst zurückhaltend sein sollten bzw. ihnen Antisemitismus vorzuwerfen?

Israelis und Palästinenser sind gleichermaßen Opfer des Faschismus. Einer Seuche, verantwortlich dafür, dass besonders hierzulande beispiellose Verbrechen ein Zusammenleben mit den deutschen jüdischen Mitbürgern unmöglich machten. Oder glaubt jemand, die deutschen, polnischen und andere Juden hätten freiwillig ihr Leben in den europ. Ländern gegen das in einer mehr oder weniger staubigen Wüstenregion eingetauscht? Ging jemals ein Palästinenser in Berlin, Wien oder Warschau auf Juden los?

Was in diesen Tagen und Wochen im Nahen Osten geschieht, das entsetzliche Leid derer, die rein gar nichts dafür können, der Kinder, ist die Folge des mit breiter Unterstützung der Bevölkerung wütenden Nazi-Gesindels in vielen Ländern, besonders eben in Deutschland.

Ohne die Verbrechen der braunen Horden gäbe es nämlich weder den Staat Israel noch die Palästinensergebiete.

(edit/mod/NUB 7.2)

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15.05.2021

Auch das gehört zur Wahrheit:
Ein von Netanjahu und seinem Likud-Verein aufgestachelter jüdischer Mob vagabundiert ungehindert durch Israels Städte und geht auf alles los, was irgendwie arabisch aussieht.

https://www.t-online.de/nachrichten/ausland/krisen/id_90026412/israel-wuetender-mob-pruegelt-araber-mit-knueppeln-bewusstlos-.html

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15.05.2021

@Georg KR

Das interessiert doch keinen, wenn Palästinenser von Israelis verletzt oder getötet werden. Das fällt unter das Recht auf Selbstverteidigung Israels.

Ist es umgekehrt, spricht man von Terrorismus.

In diesem Sinne

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15.05.2021

Herr Georg KR. wie lange wollen Sie eigentlich noch das Spiel spielen, dass Israel selber schuld ist an den Terrorangriffen? Hier relativieren Sie wieder die über 1000 Raketenangriffe mit dem Argument, aufgebrachter Juden. Hören Sie endlich auf damit und nehmen Sie zur Kenntnis, dass die Palästinenser Führung eine Terror Organisation ist, die in Deutschland verboten ist. Auch wenn Sie persönlich noch so große Sympathien für deren Anliegen hegen.

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15.05.2021

@ NICOLA L.

Hören Sie doch einmal auf, die Realität völlig zu ignorieren: Die Israelis sind nicht alle Engel und nicht jeder Palästinenser ist ein Terrorist.

Ich verachte keine Religion, doch extreme, fundamentalistische Auswüchse gibt es leider in jeder, der islamischen, der christlichen und auch der jüdischen.

Ihre Beiträge lassen den Schluss zu, dass sie den Islam generell hassen. Hören doch Sie endlich auf mit Ihren total einseitigen, dummen Schuldzuweisungen und notorischen Verallgemeinerungen, die an der traurigen Realität total vorbeigehen
.
In diesem Konflikt ist keine Seite nur Täter und keine nur Opfer. Das Recht, darauf hinzuweisen, werde ich mir weiterhin nehmen.

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15.05.2021

@Athanassiis L.
Beides ist Terror. Ich stimme Ihnen zu, dass Verbrechen an Palästinenser , insbesondere Siedler, oft nur eine Randnotiz sind. Die Anschläge der Hamas oft eine Schlagzeile.
Hat vermutlich auch damit zu tun, dass ein Bombenanschlag oder Raketenangriff spektakulärer ist. Zudem ist die Hamas organisierter Terror. Bei den Siedler eher nicht.
@ Nicola L.
Es gehört eben zu Wahrheit, dass es kein schwarz und kein weiß gibt. Solange radikale einen grossen Einfluss auf beide Seiten haben, solange Mütter weinen und wird der Hass immer weiter getragen und spielt Terroristen und Rechten in die Hände.
Um sowas zu erkennen muss man aber mal seinen Islamisten usblenden.

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15.05.2021

Das sind Einzelfälle, die in Anbetracht des Raketen-Terrors psychologisch nachvollziehbar sind.

Und es ist natürlich Hetze zu behaupten, dass dies "ungehindert" erfolgen würde; die Überforderung der Sicherheitskräfte ist wodurch verursacht?

https://www.mdr.de/nachrichten/welt/politik/schwere-unruhen-in-israel-und-beschuss-israel-militante-palaestinenser-100.html

>> Angesichts der Unruhen kündigte Verteidigungsminister Benny Gantz an, die Sicherheitskräfte im ganzen Land massiv verstärken zu wollen. Reservisten der Grenzpolizei sollen in den israelischen Städten die Gewalt eindämmen und Recht und Ordnung durchzusetzen.
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu verurteilte die Gewalt durch Juden und Araber. Er sagte, nichts rechtfertige das Lynchen von Arabern durch Juden und nichts rechtfertige das Lynchen von Juden durch Araber. <<

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15.05.2021

>> doch extreme, fundamentalistische Auswüchse gibt es leider in jeder, der islamischen, der christlichen und auch der jüdischen. <<

IS und Taliban träumt sich die deutsche Linke einfach weg...

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15.05.2021

@ PETER P.

"IS und Taliban träumt sich die deutsche Linke einfach weg..."

Was soll das? Hauptsache die Luft scheppert wieder mal . . .

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15.05.2021

@Harald V.

Damit meine ich nicht die Siedler, die für mich nur Erfüllungsgehilfen der israelischen Regierung sind.
Wäre Israel an einem ernsthaften Frieden interessiert, würde sie zu allererst alle jüdischen Siedlungen in den Palästinensergebieten räumen und die Besatzung, die seit 1967 anhält, aufgeben. Ferner würde sie aufhören, die Palästinensergebiete wie Ghettos abzuriegeln und endlich einen Palästinenserstaat akzeptieren und ihnen eine ordentliche Lebensgrundlage gewährleisten. Da dies nicht passieren wird, können weder die Hamas noch Benjamin Netanjahu ihre Hände in Unschuld waschen. Der einzige Ministerpräsident Israels, der wirklich einen Frieden angestrebt hat, war Jitzchak Rabin, der leider 1995 von einem Zionisten ermordet worden war.

@Nicola L.

Sparen Sie sich bitte in Zukunft die Antisemitismus-Keule auszupacken, die gerne geschwungen wird, um berechtigte Kritik an Israel im Keim zu ersticken.

Zudem widern Sie mich an, wenn Sie in ihren Beiträgen permanent versuchen, Opfer in unterschiedlichen Kategorien einzuteilen.

Ist für Sie ein Jude mehr wert als ein Moslem, Christ oder Asiate? Auf diese Frage hätte ich von Ihnen sehr gerne eine Antwort.

Wissen Sie, wie ich denke? Die Religion spielt für mich keine Rolle, da ich Atheist bin. Jedes, aber auch wirklich jedes Opfer hat es verdient, dass man um es weint. Was diesen Konflikt angeht, tun mir die Opfer auf beiden Seiten leid, weil immer nur Unschuldige trifft. Und jedes Unrecht muss angeprangert werden, egal wer es verübt.

In diesem Sinne

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15.05.2021

@Nicola L.

"Wie können Sie den muslimischen Terrorismus auf eine Stufe mit Christen und Juden stellen?"

Nur damit ich es richtig verstehe:

Christlicher und jüdischer Terrorismus sind vollkommen OK und nur der muslimische Terrorismus ist schlecht?

Sind Sie noch ganz bei Trost?

Terrorismus bleibt Terrorismus, egal wer es verübt !

Ich mache zum Beispiel auch keinen Unterschied zwischen Zionisten, Nazis und Islamisten. Das sind für mich alles verblendete Extremisten.

Aber wenigstens haben Sie mir damit indirekt meine Frage mit Ja beantwortet.

(edit/mod/NUB 7.2)

In diesem Sinne

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16.05.2021

"Allein die vier wichtigsten islamistischen Terrorgruppen (Islamischer Staat, Boko Haram, Taliban, al-Qaida) waren im Jahr 2015 für 74 % sämtlicher globaler Terror-Todesopfer verantwortlich."

Da muss man natürlich Christen und Juden auf eine Stufe mit muslimische Terroristen stellen. (edit/mod/NUB 7.2)

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16.05.2021

@Nicola L.
Und wieviel Prozent der Terroropfer waren Muslime?



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14.05.2021

Zuerst hat die Bundesregierung nichts getan, um den importierten Antisemitismus zu bekämpfen und jetzt werden Krokodilstränen vergossen.

"In Deutschland kann man – so tatsächlich in Berlin geschehen – mit einem Messer über die Mauer einer Synagoge springen, „Allahu akbar“ rufen und mit einer Anzeige wegen Hausfriedensbruch davon kommen, statt wegen Terrorismus vor Gericht gestellt zu werden. Eine politische Antwort darauf, dass man ganze (arabisch geprägte) Stadtteile unseres Landes mit Kippa nicht mehr betreten kann, gibt es nicht."


https://m.bild.de/politik/inland/politik-inland/oh-doch-liebe-regierung-in-deutschland-ist-leider-sehr-viel-platz-fuer-antisemit-76392926.bildMobile.html

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14.05.2021

"Eine politische Antwort darauf, dass man ganze (arabisch geprägte) Stadtteile unseres Landes mit Kippa nicht mehr betreten kann, gibt es nicht."

Vor gar nicht langer Zeit gab es Stadtteile in Deutschlands Osten, da blieben "Kopftuchmädchen" abends besser zu Hause und Farbige wurden schon mal von Rechtsextremisten gejagt. Obwohl auf den Handys der Täter Hinweise auf Verabredungen zur Treibjagd gefunden wurden, maß der famose Herr Maaßen (damals noch Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz) dem keine Bedeutung bei.

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14.05.2021

@Georg KR. Ihre Ablenkungs- und Relativietungsversuche zeigen nur ein weiteres Mal Ihre Verachtung für die Opfer jüdischen Glaubens. Ihre beschwichtigende Haltung (andere sind viel schlimmer) zu Islamisten und Fundamentalisten ist entlarvend und hat nichts mit einer freiheitlichen Gesellschaft zu tun.

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14.05.2021

>> Viel Zeit ließ Ariel Scharon seinen Landsleuten nicht. Innerhalb von 48 Stunden mussten die 9.000 Israelis, die bis dahin in Gaza gelebt hatten, im August 2005 ihre Häuser räumen, keine vier Wochen später verließ auch der letzte israelische Soldat den Küstenstreifen am Mittelmeer. ... Er wollte Land gegen Frieden tauschen, ein Gaza ohne Israelis gegen eine Nachbarschaft ohne Raketenangriffe. Bekommen allerdings hat Israel das Gegenteil. <<

Gut dass daran erinnert wird!

Und es ist auch wichtig an die Ursachen der räumlichen Enge im Gaza-Streifen zu erinnern:

https://www.zeit.de/politik/ausland/2016-12/palaestina-un-vereinte-nationen-bevoelkerungswachstum-arbeitslosigkeit

>> Um das Bevölkerungswachstum einzudämmen, empfiehlt die Studie, in den Autonomiegebieten stärker für Verhütungsmittel zu werben. <<

Ja dann macht mal...

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14.05.2021

Komischer Kommentar.

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14.05.2021

Mehr als 48 Stunden hatten die Siedler schon zum Räumen. Die 48 Stunden betreffen die bis dahin nicht gehen wollten. Was man nicht vergessen sollte, ist dass seit 2005 zahlreiche neue Siedlungen woanders entstanden sind und dafür sehr viele Palästinenser weichen mussten. Somit war die Aktion von 2005 nichts wert.
2009 ergriff die radikale Hamas die Macht. Die letzten Regierungen in Israel haben ebenfalls viel zur Verhärtung der Fronten getan.israel ist nicht unschuldig an der Entwicklung, was natürlich die Raketen in keinster Weise rechtfertigt.
Leiden tun darunter wie fast immer Unschuldige.

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14.05.2021

>> 2009 ergriff die radikale Hamas die Macht. <<

Desinformation aus Moskau?

https://de.wikipedia.org/wiki/Gazastreifen

>> Im Januar 2006 gewann die Hamas bei den Parlamentswahlen der Palästinensischen Autonomiegebiete mit 76 von 132 Sitzen die absolute Mehrheit. Aufgrund anschließender internationaler Isolation, die neben einem Stopp der Finanzhilfen der USA und der EU an die Autonomiebehörde auch Einbehaltung von palästinensischen Steuereinnahmen durch Israel beinhaltete, war die Hamas jedoch gezwungen, im September 2006 in eine Regierung der Nationalen Einheit mit der verfeindeten Fatah einzuwilligen. Die Spannungen zwischen der islamistischen Hamas und der religiös gemäßigteren, aber mit Korruptionsvorwürfen belasteten Fatah hielten jedoch an und erreichten im Juni 2007 einen neuen Höhepunkt. <<

Und dann ruhig mal weiter lesen...

(edit/mod/NUB 7.2/7.3)

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14.05.2021

"Man muss es einfach wie mit Nazi-Deutschland zu Ende bringen"

Sie sind ja sehr lernfähig!
Dass Sie jedoch ausgerechnet den Israelis zu einer Art Endlösung raten, ist dann doch etwas geschmacklos . . .

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14.05.2021

Wieso russische Desinformation? Stimmen tut, dass 2007 die Hamas die Macht in Gaza an sich riss und nicht erst 2009. Zahlenfehler von mir.
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Kampf_um_Gaza_Juni_2007

Über Bomben auf Zivilisten jammern nur Neonazis? Dass die Bombardierung im Grunde von allen Seiten nicht rechtens war, dürfte relativ unstrittig sein. Sie war aber auch den technischen Möglichkeiten geschuldet. Das Coventrieren kam je länger die Krieg dauerte immer stärker ins "Reich". Was man an den Allierten kritisieren kann, ist ob die massiven Bombardierung zu Kriegsende wirklich noch nötig waren. Ganze Kleinstadt wegen eines Stellwerks zu Schutt zu bombardieren, ist durchaus fragwürdig. Den erwünschten Erfolg haben sie nicht gebracht. Der Sturz des Nazi-Regimes blieb leider aus. Die Produktion erst Ende 44 wirklich gestört. Aber wer kann, der kann halt. Die V2 Angriffe waren noch sinnloser ... irgendwie zumindest eine kleine Parallele.

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