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Krise in Nahost: Die Lage spitzt sich gefährlich zu

Kommentar Von Michael Kerler
16.09.2019

Die Krise im Nahen Osten spitzt sich zu. In Europa merken wir das an gestiegenen Ölpreisen. Doch tatsächlich sind die Folgen sehr weitreichend.

Der Ölpreis hat sofort reagiert, Heizöl ist am Montag zum Beispiel bereits teurer geworden. Doch die Drohnenangriffe auf Raffinerieanlagen in Saudi-Arabien gehen über solche Folgen hinaus. Die Angriffe heizen die Konflikte in einer der spannungsgeladensten Regionen der Welt an.

Offiziell mögen sich die Rebellen im Jemen zu den Attacken bekennen – als Vergeltung für saudische Angriffe auf das Land. Doch es geht um mehr: Die Rebellen werden vom Iran unterstützt, bei Saudi-Arabien muss immer der mächtige Verbündete USA mitgedacht werden.

Die Drohnenangriffe treffen Saudi-Arabien an der empfindlichsten Stelle

Die Angriffe drohen somit, den Atomstreit zwischen den USA und dem Iran zu befeuern. US-Präsident Donald Trump setzt das islamische Regime massiv unter Druck. Er glaubt nicht daran, dass der Iran freiwillig auf nukleare Aufrüstung verzichtet. Im Juni war schon einmal die Rede von möglichen US-Schlägen gegen den Iran. Die Folgen wären unkalkulierbar.

Verschärfend kommt hinzu, dass der Angriff Saudi-Arabien an seiner empfindlichsten Stelle trifft: Das Land bestreitet rund 80 Prozent seiner Exporte mit Öl und petrochemischen Produkten. Die Nervosität in der Konfliktregion dürfte damit noch weitersteigen.

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