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Proteste in Belarus: Auch Putin wird langsam nervös

Ulrich Krökel
Kommentar Von Ulrich Krökel
20.08.2020

Die Lage für Russland ist explosiv. Die Demokratiebewegung in Belarus bekommt der mächtige Nachbar so schnell nicht in den Griff.

Alexej Nawalny akut lebensbedrohlich erkrankt: Als die Nachricht die Runde machte, schien sofort alles klar zu sein. Alles sprach für einen Mordanschlag auf den schärfsten Kritiker des russischen Präsidenten Wladimir Putin. Schließlich gab es in all den ähnlich gelagerten Fällen zuvor immer eine Spur, die in den Kreml führte. Und dennoch: Nicht nur juristisch gilt die Unschuldsvermutung. Deshalb sollte man im Fall Nawalny erst einmal abwarten, wie sich die Dinge entwickeln. Das wiederum heißt nicht, dass man nicht auf die explosive politische Lage in Russland hinweisen sollte. Den Hintergrund bilden die dramatischen Ereignisse in Belarus, die den Kreml in eine extrem schwierige, außenpolitische Situation gebracht haben. Putin kann der Demokratiebewegung nicht einfach ihren Lauf lassen. Aber eine hybride Invasion birgt ebenfalls enorme Risiken.

Die größte Gefahr für den Kreml wäre ein langfristiges Anschwellen der Unzufriedenheit im postsowjetischen Raum und damit auch in Russland selbst. Denn bei manchem Russen dürfte am Ende vielleicht doch das Gefühl überhandnehmen, selbst in einer Art Lukaschenko-Land zu leben.

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Die Diskussion ist geschlossen.

21.08.2020

Warum ich mich beim Lesen dieses Kommentars, wie eigentlich bei allen Artikeln/Kommentaren des Herrn Krökel an die Zeit des "Kalten Kriegs" erinnere?

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21.08.2020

Weil er erwähnt, dass seit einigen Jahren Putinkritiker unter ungewöhnlichen Umständen versterben? Erschossen, vergiftet, verstrahlt, ... u.a. auch im Ausland. Das erinnert durchaus an den kalten Krieg.

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