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Linken-Parteitag
28.05.2016

Sahra Wagenknecht: Vergleich mit AfD-Politikerin sei schlimmer als Torten-Angriff

Die Linken-Fraktionschefin Sahra Wagenknecht ist auf dem Bundesparteitag in Magdeburg Opfer einer Attacke mit einer Torte geworden.
Foto: Hendrik Schmidt (dpa)

Nach der Torten-Attacke äußerte sich die Linken-Fraktionschefin Wagenknecht nun zu dem Angriff. Besonders getroffen habe sie vor allem der Vergleich mit der AfD-Politikerin Storch.

Nach dem Tortenangriff auf die Linke-Fraktionsvorsitzende Sahra Wagenknecht beim Parteitag in Magdeburg hat die Polizei den mutmaßlichen Täter wieder auf freien Fuß gesetzt. Gegen den 23-Jährigen aus Weißenfels (Sachsen-Anhalt) wird nun wegen Körperverletzung und Sachbeschädigung ermittelt, wie ein Polizeisprecher mitteilte.

Die Linke-Politikerin selbst lässt noch offen, ob sie Strafanzeige stellt. Der Mann hatte Wagenknecht zu Beginn des Parteitags eine Torte mitten ins Gesicht geschleudert, aus Protest gegen ihre Äußerungen zum Umgang mit Flüchtlingen. Nach Angaben einer Parteisprecherin will die Parteiführung der Linken auf jeden Fall Strafanzeige stellen.

Wagenknecht bezeichnet Tortenattacke als "saudämliche Aktion"

Die Linke-Fraktionsvorsitzende Sahra Wagenknecht lässt noch offen, ob sie nach dem Tortenangriff auf sie Strafanzeige stellt. Darüber denke sie noch nach, sagte sie am Samstag am Rande des Linken-Parteitags in Magdeburg. "Schlimmer als die ganze Torte finde ich die Beleidigung, mit Frau von Storch auf eine Ebene gestellt worden zu sein. Das ist echt eine Unverschämtheit", sagte die 46-Jährige. "Das zeigt, dass da völlig politische Analphabeten am Werk waren". Die AfD-Politikerin Storch hatte im Februar eine Torte ins Gesicht bekommen.

Die Aktivisten im Magdeburg begründeten ihren Tortenwurf auf Wagenknecht mit Äußerungen der Linke-Fraktionsvorsitzenden zur Flüchtlingspolitik.  In dem Flugblatt wird Wagenknecht vorgeworfen, sie sei wie die AfD bemüht, den "Volkszorn" in politische Forderungen zu übersetzen. Zwischen AfD und Linken gebe es einen "nationalen Konsens".

Bei ihrer Rückkehr wurde sie von den etwa 600 Delegierten mit großem Applaus empfangen. Viele Delegierte erhoben sich von den Sitzen. "Ich werde mich auch von solchen saudämlichen Aktionen nicht davon abhalten lassen, weiter für die Linke aktiv und engagiert Politik zu machen", sagte Wagenknecht.

Kipping: "Nicht nur ein Angriff auf Sahra, sondern auf uns alle"

Riexinger, Kipping und Bartsch verurteilten den Angriff scharf. Gewalt sei kein Mittel der Auseinandersetzung, sagte Riexinger. Kipping sagte: "Das war nicht nur ein Angriff auf Sahra, das war ein Angriff auf uns alle." Wagenknecht sei klar gegen Rassismus und Diskriminierung. Sie habe wie alle Linken im Bundestag geschlossen "gegen die Verstümmelung des Asylrechts" gestimmt. "Wir weisen geschlossen zurück, was hier in diesem Wisch steht", sagte Kipping mit Bezug zu dem Flugblatt unter dem Applaus der mehr als 500 Delegierten.

Bartsch sagte: "Das ist nicht links, das ist auch nicht antifaschistisch, das ist asozial, das ist hinterhältig, das ist dumm." dpa/afp/AZ

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29.05.2016

Gewalt sei kein Mittel der Auseinandersetzung, sagte Riexinger...

«Das ist nicht links, das ist auch nicht antifaschistisch, das ist asozial, das ist hinterhältig, das ist dumm.»

Richtig. Aber erzählt das erst mal Euren eigenen "antifaschistischen" Straßenkämpfern!

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