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London
20.10.2018

Zehntausende protestieren für zweites Brexit-Referendum

Bei einem Referendum im Juni 2016 hatte eine knappe Mehrheit (52 Prozent) der Briten für den Brexit gestimmt.
Foto: Xinhua, dpa (Symbolfoto)

Bei einer Demonstration fordern Zehntausende Briten ein zweites Brexit-Referendum - darunter viele, die beim Referendum 2016 noch nicht wählen durften.

Zehntausende Demonstranten fordern auf einem Marsch mitten in London ein zweites Brexit-Referendum. Nach ihrem Willen sollen die Bürger in Großbritannien über ein finales Abkommen zum EU-Austritt abstimmen dürfen.

Der Protestzug der Kampagne "People's Vote" endet am späteren Samstagnachmittag mit einer Kundgebung nahe des Parlaments. Die Veranstalter rechneten mit insgesamt über 100.000 Teilnehmern, darunter zahlreiche Familien mit Kindern. 

Auch Londons Bürgermeister Sadiq Khan beteiligte sich an der Demonstration

Viele Demonstranten nahmen sehr weite Anreisen auf sich, etwa von den mehr als 1000 Kilometer entfernten Orkney-Inseln vor der Nordküste Schottlands.

An dem Protestzug beteiligen sich auch EU-freundliche Abgeordnete der regierenden Konservativen und Londons Bürgermeister Sadiq Khan. Der Labour-Politiker schrieb bei Twitter von einem "historischen Moment in unserer Demokratie".

Viele Demonstranten konnten sich an dem Referendum 2016 nicht beteiligen

Ein 69-jähriger Demonstrant aus dem Südwesten Englands sagte: "Das ist das erste Mal in meinem Leben, dass ich mich politisch engagiere."

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An dem Protestzug bei Sonnenschein nehmen auch zahlreiche Studenten teil, von den sich viele wegen ihres Alters noch nicht an dem Brexit-Referendum 2016 beteiligen durften. Damals hatte eine knappe Mehrheit (52 Prozent) der Briten für den Austritt gestimmt. 

Die Verhandlungen zwischen London und Brüssel sind ins Stocken geraten

Großbritannien will sich bereits Ende März 2019 von der Europäischen Union trennen. Die Verhandlungen zwischen London und Brüssel sind aber ins Stocken geraten. Premierministerin Theresa May steht gleich von mehreren Seiten unter Druck, auch in ihrer eigenen Partei.

Damit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass sich London ohne Abkommen von der Staatengemeinschaft löst. Dies würde Folgen für alle Lebensbereiche haben und voraussichtlich zu wirtschaftlichen Einbußen führen. Viele Unternehmen treffen bereits Vorkehrungen. (dpa)

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