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Russland-Affäre

13.11.2017

Trump misstraut Putin

US-Präsident ändert seine Meinung: Jetzt glaubt er den Geheimdiensten

US-Präsident Donald Trump schließt sich in der Frage einer russischen Beeinflussung der US-Wahl 2016 nun doch den Erkenntnissen amerikanischer Geheimdienste an. Vier Dienste gehen von einer solchen Beeinflussung aus. Am Samstag hatte Trump auf dem Flug nach Hanoi noch gesagt, er glaube Russlands Präsident Wladimir Putin, wenn dieser eine Einmischung rundweg zurückweise. Am Sonntag sagte Trump in Hanoi: „Ich glaube, dass er spürt, dass er und Russland nicht hineingepfuscht haben. In der Frage, ob ich das glaube oder nicht, halte ich es mit unseren Geheimdiensten.“

Die CIA hatte am Samstag als Reaktion auf Trumps Äußerungen mitgeteilt, sie halte an ihrer Einschätzung fest. Anderntags schwenkte Trump auf die Position, er glaube sehr an die Geheimdienste. Sie würden von ausgezeichneten Leuten geführt.

Die Russland-Affäre beschäftigt Trump seit seinem Amtsantritt. Es sei dennoch wichtig, mit Russland zurechtzukommen, sagte Trump. Moskau sei ein wichtiger Faktor internationaler Probleme: Nordkorea, Ukraine, Syrien. „Wenn wir mit anderen Ländern zurechtkommen, ist das eine gute Sache, keine schlechte“, sagte Trump.

Im Syrien-Konflikt sprachen sich der US-Präsident und Putin für eine politische Lösung aus, wie es in einer vom Kreml veröffentlichten Erklärung hieß. Putin und Trump waren sich am Rande eines Gipfels im vietnamesischen Da Nang begegnet.

Der Kremlchef wies vor Journalisten ebenfalls den Vorwurf der Wahleinmischung zurück. Beide Präsidenten stimmen überein, dass das Verhältnis ihrer Länder nicht gut sei. Putin sieht weiter eine tiefe Krise. Russland sei aber bereit, „eine neue Seite aufzuschlagen, vorwärtszugehen, in die Zukunft zu schauen“, sagte er. Beide Seiten veröffentlichten eine gemeinsame Erklärung zu Syrien. Trump sagte: „Wir reden über Millionen und Abermillionen von Leben. Wenn Russland uns zusätzlich zu China helfen würde, würde das Problem viel schneller weggehen.“ (dpa)

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