Newsticker
RKI: 140.160 neue Corona-Ansteckungen, 170 Todesfälle – Inzidenz steigt auf 706,3
  1. Startseite
  2. Politik
  3. Ukraine-Konflikt: Spezialoperation in der Ukraine? Russland weist Vorwurf der USA zurück

Ukraine-Konflikt
15.01.2022

Spezialoperation in der Ukraine? Russland weist Vorwurf der USA zurück

Ein Soldat bezieht in einem Graben an der Trennungslinie in der Nähe des ukrainischen Dorfes Yasne, das von den von Russland unterstützten Separatisten kontrolliert wird.
Foto: Alexei Alexandrov, dpa

Die USA behaupten, Russland bereite einen möglichen Einmarsch in der ukrainischen Konfliktregion Donbass vor. Russland beteuert, auf Diplomatie zu setzen.

Russland hat Vorwürfe der USA als "haltlos" zurückgewiesen, dass mutmaßlich eigene Agenten eine Spezialoperation im Osten der Ukraine planten. Die US-Regierung hatte Russland zuvor vorgeworfen, einen Vorwand für einen möglichen Einmarsch in die Ukraine zu schaffen. Wie so oft würden von US-Seite vermeintliche Sensationsnachrichten gestreut, ohne dass es dafür eine Grundlage gebe, teilte die russische Botschaft in Washington am Samstag mit. "Wie üblich werden keine Beweise vorgelegt."

USA: Russische Agenten bereiten Spezialoperation unter falscher Flagge vor

"Wir haben Informationen, die darauf hindeuten, dass Russland bereits eine Gruppe von Agenten aufgestellt hat, um eine Operation unter falscher Flagge im Osten der Ukraine durchzuführen", sagte die Sprecherin des Weißen Hauses, Jen Psaki, am Freitag. Die Informationen deuteten darauf hin, dass diese außerdem damit beginnen würden, in Medien "Provokationen zu fabrizieren", um eine russische Intervention zu rechtfertigen und Spaltungen in der Ukraine zu säen.

Jen Psaki, Pressesprecherin des Weißen Hauses. Die US-Regierung hat Russland vorgeworfen, einen Vorwand für einen möglichen Einmarsch in die Ukraine zu schaffen.
Foto: Andrew Harnik, dpa

Nach US-Angaben könnten die von Russland in die Spur gesetzten Agenten unter ukrainischer Flagge gegen prorussische Separatisten in der Ostukraine vorgehen, damit dann wiederum Moskau einen Grund hätte, in der Konfliktregion Donbass einzumarschieren. Russland warnt immer wieder vor einem Angriff von ukrainischer Seite auf die moskautreuen Kräfte in dem Gebiet.

Russische Botschaft: "Wir sind für eine diplomatische Lösung aller internationalen Probleme"

Die russische Botschaft forderte die US-Seite auf, den "Informationsdruck" zu beenden und zu sachlicher Arbeit überzugehen. "Russland ist gegen Krieg. Wir sind für eine diplomatische Lösung aller internationalen Probleme."

Die Spannungen im Ukraine-Konflikt hatten zuletzt stark zugenommen. Der Westen kritisiert einen russischen Truppenaufmarsch in der Nähe der ukrainischen Grenze und befürchtet einen möglichen Überfall. Diese Woche gab es auch deshalb auf verschiedenen Ebenen Gespräche. Erstmals seit zweieinhalb Jahren berieten die 30 Nato-Staaten und Russland wieder miteinander. Darüber hinaus gab es eine Sitzung der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE). Bereits zum Wochenauftakt hatten sich Vertreter Russlands und der USA in Genf getroffen. Greifbare Ergebnisse gab es nicht. (dpa)

Lesen Sie dazu auch
Themen folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

17.01.2022

Diese geheimdienstlich gestützten Annahmen der USA und der Nato erinnern mich doch stark an die verbreiteten Lügen im Vorfeld des Feldzuges gegen Saddam Hussein. Da wurde bewusst gelogen um den Einmarsch völkerrechtswidrig durchzuführen.

Permalink
17.01.2022

Wie jetzt! Die USA planen eine Invasion der Ukraine?

Auf der Krim haben auch spontan Zivilisten ihre militärische Ausrüstung (Schutzwesten, Helme, Sturmgewehre, ...) aus dem Keller geholt und dann wie koordiniert wichtige Gebäude usw. besetzt ....

Nur die USA können lügen .... und Putin ist der aufrichtigste Mensch auf der Welt.

In was für einer Welt oder Blase (RT) leben Sie?



Permalink
17.01.2022

Ihre Beiträge erinnern mich doch stark an Putins U-Boot-Desinformation. Da wurde bewusst gelogen, bevor die "grünen Männchen" die Krim völkerrechtswidrig besetzten.

Permalink
16.01.2022

Abartige Annahmen der USA. Die Separatisten sind schon jetzt vollkommen auf logistische und materielle Unterstützung durch Russland angewiesen ; soll deren Moral jetzt durch Subversion aus RU untergraben werden. Das macht doch keinen Sinn Umgekehrt würde es Sinn machen, wenn man Ru zum Eingreifen reizen will - wenn die UA Armee unter falscher Flagge agieren würde. Oder wenn RU unter UA Flagge subversiv in der UA Armee tätig würde wie Zerstörung von Kommunikationslinien, Anschläge auf Munitionsdepots, Treibstoffdepots, Bahn etc. um die Versorgung der UA Truppen an der Donbass Front zu unterbrechen.

Permalink
17.01.2022

Wieso abartige Annahme?
Solche Spielchen sind doch gang und gebe. Auf allen Seiten.

Falken nutzen gezielt solche Operationen (angeblcihe Grnezverletzung, Beschuss, ...) um Gründe bhzw. Rechtfertigungen zu liefern. Es wird doch nur "zurückgeschossen".

Zwischenfall im Golf von Tonkin, Irak-Invasion, Bombenanschläge auf Wohnhäuser in Russland 1999, 2000, ... die sich alle mehr oder weniger als "gefakt" herausgestellt haben.

Die Veröffentlichung der USA kann man eher als "Warnung" der USA an Russland verstehen. Wir wissen was ihr macht. Versucht es gar nicht.

Permalink
15.01.2022

Es gibt wohl Kräfte, die unbedingt wollen, dass es Krieg um die Ukraine gibt. In den USA wird bereits spekuliert, was mit der Gasversorgung Europas wird, wen RU den Gashahn zudreht oder nicht mehr liefern kann. Immer neue Versionen und Termine werden lanciert über den Zeitpunkt des Angriffes auf die UA. Dabei sind der Großteil der RU Truppenkontingente 200- 300km weg vom Krisengebiet im Donbass . Ru nimmt sich nur das Recht seine Armee auf eigenem Territorium in mittelbarer Grenznähe zu stationieren, so wie die NATO dies in Polen und im Baltikum tut; nur in die UA kann sie noch nicht nah genug vorrücken. Propaganda läßt von beiden Seiten grüßen.

Permalink
15.01.2022

Genau!

Gegenüber den viereinhalbtausend (!!!) in Polen und den gar keinen (!!!!!) permanent bzw. paar hundert (!!!!!!!) temporär im Baltikum stationierten US-Soldaten sind die mindestens 100.000 entlang der ukrainischen Grenze postierten russischen Truppen nur Peanuts.

Ist Ihnen Ihre faktenferne, pro-russische Propaganda hier nicht inzwischen selbst peinlich?

Permalink
15.01.2022

@ Robert

Es ist Fakt, dass die Russen fast 300 Kilometer von der Grenze zur Ukraine entfernt stationiert sind - auf ihrem eigenen Land. 300 Kilometer. Da steht niemand direkt an der Grenze. Kann man auf seriösen (auch pro westlichen) Medien nachlesen.

Russland hat jedes Recht, seine Soldaten auf eigenem Boden zu stationieren.

Was würden Sie dazu sagen, wenn Polen verlangen würde, daß die BRD alle Kasernen räumt die in einer Entfernung von 300 Kilometer zur polnischen Grenze liegen?

Mal nachdenken. Richtig ist, dass Russland ein Zeichen setzt.

Aber die dürfen auf ihrem eigenen Land tun was sie wollen.

Dem entgegen sind US und andere Nato Soldaten stationiert in Richtung gegen Russland und das schon lange (forward oder so nennt sich die Mission).

Ich traue weder Russland noch den USA. Letztere würden von der Eskalation profitieren.

Kein Nordstream 2, Sanktionen gegen Russland - Verkauf von Fracking Gas an die EU. Ein Milliarden Euro Geschäft für die nahezu bankrotten USA. Zudem mehr Einfluß in Europa. Besser geht es nicht.

Wer hat Milliarden Euro in den Ukraine Umsturz investiert - Sie erinnern sich an Frau "fxck the EU" Victoria Nuland, die erst kürzlich mitteilte, dass die US Regierung, für die sie wieder tätig ist, alles gegen Nordstream 2 bereits aktiv tut.

Die EU muss erwachsen werden und sich selbst positionieren.

Permalink
17.01.2022

@ Andreas B.:
Klar darf Putin auf eigenem Territorium tun, was Putin will. Tut er nur in der Regel nicht.
Lieber spielt er Krieg in der Ukraine (Donbas, Krim), in Georgien (Südossetien), in Modawien (Transnistien), in Syrien, in Kasachstan oder er zündelt im Baltikum, in Belarus oder sonstwo im gewollten Einflussbereich.
Von daher spielt es für Europa sehr wohl eine erhebliche Rolle, wo sich die russischen Angriffstruppen gerade befinden.
Die USA sind hier nur zweitrangig betroffen.

Permalink
17.01.2022

@Andreas B.
Es geht darum, dass entsprechende Truppen verlegt wurden. Nicht das dort welche bereits in Kasernen waren.

Zum Thema Forward.

Die Balten drängten umgehend nach der Unabhängigkeit in die Nato. Weil sie zweimal im vorigen Jahrhundetr geschluckt wurden vom großen Nachbarn udn das nicht ein Drittes mal wollen. Putin hat den Untergang der UdSSR als größte Kathastrophe des 20. Jahrhunderts bezeichnet. Er träumt von eienr neues UdSSR unter siener Führung. Zündeln tut übrigens Russland schon seit Jahren in den baltischen Staaten. Würden diese drei Staaten nicht Mitglied der NATO sein, würden diese mindestens ebenfalls in der Situation der Ukraine stecken bzw. eventuell bereits annektiert sein.
Somit zeigt die NATO, dass sie seine MItglieder nicht im Stich lassen wird. Auch ein Vergleich der Mission Forward mit dem russichen Aufmarsch ist lächerlich. Mit den Truppen der Forward Mission dürfte eine Invasion Russlands kaum möglich sein. Und auch nur ansatzweise erfolgsversprechend erst recht nicht. Außer die Russen senden nur ihre freiwilligen Feuerwehren ein. Der Aufmarsch der Russen ist durchaus geeignet die Ukraine zu unterwerfen und zu besetzen.




Permalink
15.01.2022

Irre Wahrheit dürfte bei keiner Seite liegen. Wer einmal lügt, der lügt auch immer wieder. Nicht nur die Russen haben alternative Fakten. Auch die USA sind da Weltmeister. Siehe Irak Lüge, etc.

Die EU muss sich endlich emanzipieren und von der kadavertreue lösen. Nur so kann die EU unsere eigenen Interessen vertreten. Eine weitere Eskalation ist für uns keine Option. Es muss eine sachliche Lösung her, die sowohl unsere als auch die russischen Interessen berücksichtigt. Anders wird es nicht gehen.

Permalink