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Untermeitingen

07.11.2019

Das sind die künftigen Baustellen in Untermeitingen

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Unter dem Fußweg am Donauring in Untermeitingen wurzeln die Bäume, die links in, die Böschung gepflanzt wurden. Das zerstört nach und nach den Asphalt. Die Bäume müssen deswegen entfernt und die Wurzeln aus dem Boden gezogen werden, bevor der Belag erneuert wird.
Bild: Daniel Weber

Wird die Hunnenstraße eine Spielstraße? Bekommt der Friedhof gepflasterte Hauptwege? Im Untermeitinger Gemeinderat ging es um viele Bauvorhaben.

Der Gemeinderat Untermeitingen hat ein Maßnahmenpaket für 2020 geschnürt, das mehrere Bau- und Instandsetzungsarbeiten zusammenfasst. Dabei geht es vor allem um Straßensanierungen. Außerdem diskutierten die Räte darüber, wie die Hunnenstraße umgestaltet werden könnte und wie die Friedhofsbesucher bei Regen ohne schmutzige Schuhe zu den Gräbern kommen.

Vier Varianten gibt es für die Hunnenstraße in Untermeitingen

Die Hunnenstraße ist eine rund 600 Meter lange Gerade, die im Süden in die Schwabenstraße, im Norden in die Sachsenstraße mündet. Inzwischen gleicht die Fahrbahn abschnittsweise einem Flickenteppich und auch an anderen Stellen besteht Handlungsbedarf: „Die Gehwegkanten zerbröseln komplett“, sagte Ingenieur Christian Dobrindt. Er stellte vier Varianten für die Sanierung vor: Die erste Möglichkeit lautet, Asphalt und Gehwege nur zu erneuern. Weil die Straße nach Süden etwas schmaler wird, hat sie dort nur einen statt zwei Gehwege. Variante zwei sieht vor, dass der zweite Fußweg im Norden Parkplätzen und Grüninseln weicht, ähnlich wie in der Raiffeisenstraße. Nummer drei macht aus dem breiteren und weniger befahrenen nördlichen Teil der Straße eine breite Spielstraße, auf der nur in ausgewiesenen Flächen geparkt werden darf. Die letzte Option ändert ebenfalls nur den Norden: Dort soll ein 1,25 Meter breiter Mehrzweckstreifen den Gehweg ergänzen und Autos, Fahrrädern und Fußgängern gleichermaßen offensteht.

Alle vier Möglichkeiten seien ähnlich teuer und kosteten rund 820000 Euro brutto. Die Gemeinderäte diskutierten, wie viele Radfahrer die Hunnenstraße benutzen würden, wenn sie entsprechend ausgebaut würde. Peter Daake (Grüne) regte an, „Fahrrad-Highways“ im Gemeindegebiet zu schaffen – Routen, auf denen Radfahrer schnell und sicher vorankommen – und dabei die Hunnenstraße zu integrieren. Bürgermeister Simon Schropp überlegte, ob der Via-Claudia-Radweg durch die Hunnenstraße geführt werden solle. Ingenieur Dobrindt warb zudem für mehr Grün, das neben der Optik auch die Temperaturen an heißen Tagen senke. Die Gemeinderäte einigten sich, erst in einer der nächsten Sitzungen eine Position zu erarbeiten, die dann den Bürgern vorgestellt werden soll. Nach den Rückmeldungen aus der Bevölkerung solle dann die endgültige Entscheidung getroffen werden.

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Die Hauptwege des Untermeitinger Friedhofs sollen gepflastert werden

Der Untermeitinger Friedhof hat inzwischen neue Wasserleitungen, nun sollen die Hauptwege neu angelegt werden. Bisher bestehen sie aus einer Kies-Sand-Mischung, die bei Regen matschig wird und wegen der im Winter nicht geräumt wird. Auch hier schlug Dobrindt verschiedene Varianten vor: Eine asphaltartige Einstreudecke, ein Farbasphalt oder ein Pflaster könnten schmutzige Schuhe vermeiden. Die meisten Räte waren schnell vom Pflaster für rund 33000 Euro überzeugt, doch neben den Hauptwegen sollte auch ein Verbindungsweg zur Straße gepflastert werden. „Sonst muss man ja trotzdem durch den Matsch laufen, bis man auf dem Hauptweg ist“, stellte Gerhard Dempf (CSU) fest. Dieser Zusatz koste etwa 5000 Euro, schätzte Bürgermeister Schropp. Der Rat sprach sich schließlich für das Pflastern der Hauptwege und des Verbindungsstücks aus. Drei Gegenstimmen gab es trotzdem: „Auf anderen Friedhöfen ist auch Kies“, merkte zum Beispiel Peter Daake an und stellte generell die Notwendigkeit der Maßnahme infrage.

Weil mehrere Bau- und Sanierungsmaßnahmen im Gemeindegebiet anstehen, wird Untermeitingen für 2020 ein „Reparaturlos“ ausgeben – eine Sammelausschreibung. Das sei für die Bauunternehmen attraktiver als Einzelaufträge und habe auch finanzielle Vorteile, sagte Dobrindt. Dem Rat stellte er die geplanten Baustellen vor:

Die Lagerlechfelder Straße bekommt einen neuen Belag

Kurz vor der Staatsstraße sei der Belag der Lagerlechfelder Straße erheblich beschädigt und müsse erneuert werden. In der S-Kurve werde er höchstens noch zwei Winter halten, prognostizierte Dobrindt.

Auch in der Röntgenstraße und der Gutenbergstraße müsse an der Straße gearbeitet werden, sagte der Ingenieur. Dort gehe es aber nicht um eine Sanierung: 2013 seien die Straßen provisorisch angelegt worden, damals noch ohne Deckschicht. Deshalb liege noch immer die Tragschicht frei, die auf Dauer durch das Sonnenlicht Schaden nehme. Die Deckschicht solle nun aufgetragen werden.

Bäume beschädigen den Fußweg am Donauweg

Von der Straße am Donauring geht es eine Böschung zum Fußweg hinauf, zudem trennen Bäume die Autos und Fußgänger. Die Straße weist zwar keine Schäden auf, aber der Asphalt des Fußweges hat sich an mehreren Stellen gehoben. Inzwischen bilden sich Risse. Das liege an den Bäumen, die in die Böschung gepflanzt wurden, erklärte Dobrindt: Wegen des Gefälles wurzelten sie nicht nach unten, sondern in die Böschung hinein und damit direkt unter den Fußweg. Die Wurzeln sprengten dann den Asphalt auf. Mit einem neuen Fußweg sei es nicht getan, der würde bald wieder Schaden nehmen, sagte der Ingenieur. Es gebe nur eine Lösung: Die Bäume müssten weg. Eine Ersatzpflanzung sei zwischen den Privatgärten und dem Weg möglich, dort gebe es kein Gefälle. Der Plan kam beim Gemeinderat gut an. Nur Maximilian Osterried (CSU) sah das Anpflanzen kritisch, weil er erwarte, dass die Anwohner wegen des Laubs wenig erfreut seien.

Eine Querungshilfe für die Römerstraße ist geplant

Auf Höhe der Keltenstraße soll die Römerstraße eine Querungshilfe bekommen. Dafür müsse der Bordstein abgesenkt werden, sagte Dobrindt. Stella Roseto (Bündnis Lechfeld) versicherte sich, dass die geplante Insel nur aufgeschraubt und leicht wieder zu entfernen sei. Der Gemeinderat gab einstimmig grünes Licht für diese und einige weitere Maßnahmen des Reparaturloses. Laut Bauamtsleiterin Elfriede Lösch summierten sich die Kosten auf rund 320000 Euro brutto.

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