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Bobingen

14.07.2018

Debatte um Wohnungsbau geht weiter

Mit dem neuen Wohnungsbauprojekt „am Brunnenplatz“ (rechts der Kirche) möchte die Stadt Bobingen die Siedlung auch städtebaulich stärken, weil damit das Zentrum aufgewertet werden könne.

Zum Konzept für das Projekt am Brunnenplatz haben Ratsmitglieder noch einige Fragen. Die Stadtverwaltung will auch mit Siedlern und Kirche Klarheit schaffen.

Die Stadt Bobingen wird ihr Konzept für „barrierefreies Wohnen am Brunnenplatz“ nochmals mit den Siedlern und der katholischen Kirchengemeinde in die Siedlung abstimmen, um es im September dem Bauausschuss vorzulegen. In dessen jüngster Sitzung gab es noch keine Einigung über den vorgelegten städtebaulichen Entwurf, wohl aber sprach sich eine Mehrheit bei zwei Gegenstimmen für das Grundanliegen des Wohnungsbauprojektes aus. Es soll nach Vorstellung der Stadt Wohnraum schaffen und zugleich das Zentrum der Siedlung städtebaulich stärken.

Dazu hatten den Fraktionen mehrere Varianten vorgelegen. Obwohl schon mehrfach diskutiert, wurden insbesondere aus den Reihen der CSU erneut Fragen und Zweifel vorgebracht – zum Teil grundsätzlicher Art, zum Teil zu Details der grafischen Darstellung, so wie sie den Ausschussmitgliedern vorliegen.

Der Bürgermeister sah sich anfangs der Beratung missverstanden angesichts von Gerüchten und Vorhaltungen in der Siedlung, ebenso durch die Zeitungsberichterstattung. Er betonte, es entstünden kein Seniorenheim, keine Sozialwohnungen und kein betreutes Wohnen. Ziel sei „Wohnen in allen Lebenslagen“ beziehungsweise barrierefreies Wohnen. Kein Bauträger stehe dahinter, wie ihm vorgehalten worden sei, sondern die Städtische Grundstücks- und Wohnungsbaugesellschaft, welche am Ende auch der Vermieter sein werde.

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Die neue Anlage soll es auch älteren Siedlern ermöglichen, in der Siedlung wohnen zu bleiben, wenn sich ihre bisherige Wohnung – zum Beispiel mangels eines Aufzugs – als nicht mehr geeignet erweise. Gleichzeitig stellt sich der Bürgermeister unter den Bewohnern der geplanten Anlage auch Familien vor, die barrierefreien Wohnraum suchen. Auch ein Arzt habe laut Mitteilung der Stadtverwaltung Interesse, hier eine Praxis zu eröffnen.

Stadtbaumeister Thierbach warb für die Zustimmung des Ausschusses zu einer der ihnen vorgelegten Varianten. Zum Hintergrund erläuterte er: Es gehe nun darum, mit einem Vorentwurfskonzept eine Grundlage für staatliche Zuschüsse zu haben. Die Stadt sei wegen der Förderrahmen bereits im Gespräch mit der Regierung von Schwaben. Was die Frage nach der Vermietung an Wohnungsinteressenten betreffe, die gegebenenfalls nach dem Verkauf ihres Siedlerhauses über ein gewisses Vermögen verfügten, so sei laut Aussage der Regierung der Beurteilungsrahmen beim kommunalen Wohnungsbauförderprogramm sehr flexibel und weit gefasst. Die Stadt selbst könne festlegen, welche sozialen Kriterien ihr wichtig seien, sagte Thierbach.

Das stünde allerdings im Widerspruch zu den amtlichen Festlegungen zum Förderprogramm, stellte für die CSU-Fraktion Herwig Leiter fest. Er findet auch die Nähe der Wohnanlage zur benachbarten Schule als „nicht ganz glücklich“.

Weitere Fragen und Anmerkungen im Ausschuss betrafen die Einbeziehung des Kirchplatzes und wie die Verbindung zum Wertachzentrum aussehen könne, um das Siedlungszentrum wie gewünscht städtebaulich aufzuwerten und zu stärken. Für die FBU fragte Franz Handschuh nach der Höhe der förderfähigen Summen samt Tiefgarage. Bislang genannte Zahlen erschienen ihm als nicht ausreichend.

Während alle diese Wortmeldungen das Vorhaben keineswegs grundsätzlich anzweifeln, meldete Thomas Hauser (CSU) seine Ablehnung an. Er sprach von einem viergeschossigen Bauwerk, das unter anderem geplant sei und meinte, für die genannten Wohnzwecke biete sich der Siedlungsrand eher an, als das Zentrum.

Die Stadtverwaltung möchte bis zum Herbst den Maßnahmen-, Zeit- und Finanzierungsplan für den Antrag zur Städtebauförderung abgeschlossen haben. Insofern wäre sie in der jüngsten Sitzung gerne weiter gekommen. Nun sollen die entsprechenden Weichenstellungen im September erfolgen, so der Plan.

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