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Wehringen

22.04.2019

Ein innovatives Projekt löst mehrere Probleme

In diesem Stil soll die neue Freilufthalle gebaut werden und die Logo-Farben des FSV Wehringen tragen.
Bild: Illustration: McArena

In Wehringen bauen Gemeinde und Sportverein eine Freilufthalle für Sport und Veranstaltungen Was Bürgermeister und FSV sich davon versprechen.

Ein innovatives Projekt hat der Gemeinderat Wehringen in seiner jüngsten Sitzung endgültig beschlossen. In Zusammenarbeit mit dem FSV Wehringen soll bis zum nächsten Frühjahr eine Freilufthalle auf dem FSV-Gelände an der Wertach entstehen.

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Das Bauvorhaben ist ein Gemeindeprojekt unter der Trägerschaft des FSV, dessen Mitglieder in der Jahreshauptversammlung ebenfalls zustimmten. Die Freilufthalle ist eine Sporthalle mit festem Dach, Halogenlichtern, einer Rundumbande und einem Multifunktionsboden. Was fehlt sind die Seitenwände. Bürgermeister Manfred Nerlinger erklärt: „Seitlich wird die Halle nur durch Netze begrenzt.“ Die Halle sei trotzdem das ganze Jahr über benutzbar und ohne feste Wände ein nachhaltiger Bau: Man spare sich Heizung und Lüftung und habe nur einen minimalen Pflegeaufwand. Mit dem Bau der Freilufthalle startet die Gemeinde ein innovatives Projekt – es wird erst die dritte Halle dieser Art sein, die in Bayern entsteht. Gebaut wird auf einem alten Trainingsplatz des FSV, der nicht mehr benötigt wird.

Wehringer bemängeln zu wenig Hallenzeiten

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Nerlinger berichtet, warum die Gemeinde die neue Halle braucht: „Ausgangssituation ist, dass wir nur eine Turnhalle haben, aber drei aktive Sportvereine und auch sonst aktive Mitbürger, die immer mal wieder Hallenzeiten benötigen.“ Das decke sich auch mit den Ergebnissen der jüngsten Bürgerbefragung: Viele bemängelten die fehlenden Hallenzeiten. Seit Jahren denke man deshalb über den Bau einer neuen Einfachhalle nach. Gescheitert sei dies stets an den hohen Kosten: Eine Einfachhalle kostet derzeit knapp zwei Millionen Euro. Die Freilufthalle kommt da wesentlich günstiger.

Das Projekt wird vom Begegnungsland Lech-Wertach mit 200000 Euro bezuschusst, 50000 Euro zahlt der FSV Wehringen dazu und noch einmal dieselbe Summe kommen vom Landkreis und vom Bayerischen Landessportverband. Damit muss die Gemeinde Wehringen nur noch mit einem Eigenanteil zwischen 180000 und 200000 Euro rechnen.

Eine gut machbare Geschichte, wie Bürgermeister Manfred Nerlinger findet. Er rechnet über kurz oder lang mit vielen Nachahmern in der Region. „Diese Art von Halle ist die Zukunft“, ist Nerlinger überzeugt. „Die Kosten betragen nur etwa ein Viertel der sonstigen Kosten und auch der Unterhaltsbetrieb ist äußerst günstig.“

Wehringer Sportheim bietet Duschen, Umkleiden und Gastronomie

In Wehringen wird ein Multifunktionsboden verlegt, dazu gibt es Abdeckplatten, damit auch andere Veranstaltungen unter dem festen Dach durchgeführt werden können. Mit dem Standort auf dem FSV-Gelände kann die Gemeinde die Parkplätze, Duschen und Umkleidemöglichkeiten im Sportheim nutzen. Zusätzlich wird die Gaststätte mit Terrasse für ein Bewirtungsangebot sorgen. Nerlinger kann sich beispielsweise eine Buchung der Halle für Sportgruppen und Kindergeburtstage vorstellen.

Termine werden online vergeben. Wer buchen will, sieht dann direkt, ob sein Wunschtermin noch frei ist. Wichtig ist: die Halle ist Leader-gefördert und steht damit allen Bürgern in der Region offen. Termine buchen können also auch Bobinger, Königsbrunner oder Schwabmünchner.

Im Januar 2018 kam bei einem Abschlussessen des FSV Wehringen die Idee zum Bau der Freilufthalle auf. Nach allgemeiner Zustimmung seitens des Gemeinderates und des FSV laufen nun die Arbeiten am Förderantrag. Wenn dessen Genehmigung vorliegt, kann das Bauvorhaben ausgeschrieben werden. Nach Möglichkeit soll der Bau schon im Herbst beginnen.

Die reine Bauzeit für die Freilufthalle beträgt sechs bis acht Wochen, vorher müssen aber die Arbeiten am Untergrund abgeschlossen werden. Nerlinger rechnet mit einer Fertigstellung der Halle bis zum Frühjahr 2020. „Sie wird ein absoluter Mehrwert sein – nicht nur für Wehringen, sondern für die ganze Region“, ist er sich sicher.

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